Zeolith-Heizung für energiesparende Häuser

Die Zeolith-Heizung ist eine sogenannte Adsorptions-Wärmepumpe. Sie verbindet die speziellen Eigenschaften des porösen Gesteins Zeolith mit der effizienten Gasheiztechnik. Das verbraucht wenig Energie und schont neben dem eigenen Portemonnaie auch die Umwelt. Wie die Technik funktioniert, wann sie sich lohnt und was sie kostet, zeigen wir in diesem Beitrag.

Die Funktion der Zeolith-Heizung

Die Zeolith-Heizung ist eine Gaswärmepumpe, deren Funktion auf den speziellen Eigenschaften des Gesteins Zeolith basiert. Dieses ist besonders porös und kann Wasserdampf aus der Luft gut aufnehmen. Während das passiert, setzt es Wärme frei, die sich zum Beispiel in das Heizsystem einspeisen lässt. In der Praxis läuft der Prozess in zwei sich abwechselnden Phasen ab:

  • der Adsorption, bei der das Material Wasserdampf aufnimmt
  • der Desorption, bei der eine Gasheizung das Gestein trocknet

Adsorption: Das Gestein nimmt Wasserdampf auf

In der ersten Phase, der sogenannten Adsorption oder Befeuchtung, verdampft Wasser durch kostenfreie Umweltwärme. Diese lässt sich zum Beispiel über eine Solarthermie-Anlage gewinnen und hat einen Anteil von rund 25 Prozent an der insgesamt erzeugten Heizenergie. Das poröse Gestein nimmt den Wasserdampf vollständig auf und erwärmt sich dabei.

Material der Zeolith-Heizung ist porös wie ein Schwamm
© dennisjacobsen / Fotolia

Desorption: Die Gasheizung trocknet das Gestein

Ist der Zeolith gesättigt, setzt mit der Desorption (der Trocknung) die zweite Phase ein. Dabei erwärmt eine Gasbrennwertheizung das Material und treibt den enthaltenen Wasserdampf aus. Dieser kondensiert an einem Wärmeübertrager und gibt all seine Energie an das Heizsystem ab. Das Wasser ist nun wieder flüssig und der Vorgang kann von vorn beginnen.

Kern der Zeolith-Wärmepumpe ist wartungsfrei

Im Kern der innovativen Heizungstechnik befinden sich die Zeolithmodule. Diese beinhalten neben dem porösen Material auch Wasser sowie verschiedene, für den Prozess benötigte Wärmeübertrager. Die Module stehen unter einem Vakuum und sind hermetisch verschlossen. Da sich in ihnen keine beweglichen Teile befinden, gelten sie als komplett wartungsfrei. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass sich die Bauteile bei einem Defekt nicht reparieren lassen. Fällt ein Modul der Zeolith-Heizung aus, ist es also durch ein neues zu ersetzen.

Einsatzgebiete der Zeolith-Heizung

Ihre Stärken kann die moderne Zeolith-Wärmepumpe vor allem in neuen und energetisch sanierten Gebäuden ausspielen. Hier erhöht sie den Jahresnutzungsgrad der Brennwertheizung um fast 30 Prozent und sorgt so für spürbar sinkende Heizkosten. Fordert das Gebäude jedoch eine zu hohe Vorlauftemperatur, wie es zum Beispiel in vielen Altbauten der Fall ist, muss die integrierte Gasheizung mehr leisten und die Einsparungen sinken.

Kosten und Fördermittel für die Gas-Wärmepumpe

Die Technik ist erst seit 2010 auf dem Markt und wird mittlerweile von vielen Herstellern in der Form nicht mehr produziert. Dem entsprechend sind die Kosten der energiesparenden Anlagen auch recht hoch, da der Markt sehr klein ist. Für eine neue Zeolith-Wärmepumpe müssen Hausbesitzer, inklusive Montage und Zubehör, rund 15.000 bis 20.000 Euro ausgeben. 

Alternativ zu einer Zeolith-Heizung können Sie sich auch für eine mit Strom betriebene Wärmepumpe entscheiden. Sie ist in der Anschaffung etwas günstiger. Der Förderanteil ist jedoch gleich groß. Hier ist lediglich darauf zu achten, dass die beiden Arten der Wärmepumpe unterschiedliche Voraussetzungen (insbesondere Jahresarbeitszahlen) erfüllen müssen. 

BAFA-Fördermittel für die Zeolith-Heizung

Die Wärmepumpe steigert die Effizienz der Gasbrennwertheizung und sorgt so für einen sinkenden Verbrauch. Da das neben dem eigenen Portemonnaie auch die Umwelt entlastet, fördert der Staat den Einbau der Heiztechnik über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Sanierer und Bauherren bekommen dabei einen Zuschuss in Höhe von 35 Prozent. Ersetzt die Gas-Wärmepumpe eine alte Ölheizung, sind sogar Zuschüsse von 45 Prozent möglich. Das gilt allerdings nur, wenn das betreffende Haus ein Altbau im klassischen Sinne ist. Wie die Mittel zu beantragen sind und welche Voraussetzungen Verbraucher dabei erfüllen müssen, erklären wir im Beitrag zur Förderung der Heizung ab 2020.

Wichtig: Die Beantragung der Fördermittel für die Zeolith-Heizung erfolgt direkt bei dem BAFA. Ab dem 01. Januar 2018 sind die Fördermittel sowohl von Sanierern als auch für Neubauten noch vor Beginn der Einbaumaßnahmen zu beantragen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Eine Zeolith Wärmepumpe macht kostenfreie Energie aus der Umwelt für die Heizung und die Warmwasserbereitung nutzbar. Möglich ist das durch einen technischen Prozess, der auf einem porösen Gestein (Zeolith) und einem Gasbrenner basiert. Die Geräte eignen sich in neuen und alten Gebäuden, arbeiten aber vor allem bei niedrigen Vorlauftemperaturen besonders sparsam. Mit hohen Zuschüssen unterstützt der Staat Bauherren und Sanierer, die sich für die Zeolithwärmepumpe interessieren.
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