Funktion der Wärmepumpe für Warmwasser

Eine Wärmepumpe für Warmwasser nutzt kostenfreie Energie aus der Umgebung, um das Trinkwasser im Haus zu erwärmen. Sie arbeitet zusammen mit einem konventionellen Heizkessel, der für ausreichend Wärme im Haus sorgt. Wie eine Warmwasserwärmepumpe funktioniert, welche Energiequellen infrage kommen und was die Technik kostet, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Funktion der Wärmepumpe für Warmwasser

Die Warmwasser- oder Brauchwasserwärmepumpe ist ein Heizgerät, das allein der Erwärmung des Trinkwassers dient. Sie ähnelt vom Prinzip einer Abluftwärmepumpe, speist aber keine Energie in das Heizungssystem. Vergleicht man die Wärmepumpe für Warmwasser mit der konventionellen Warmwasserbereitung im Haus, kann sie deren Energiebedarf spürbar senken.

Technischer Prozess macht Umweltenergie nutzbar

Möglich ist das durch einen technischen Prozess. Dieser gewinnt thermische Energie aus der Luft und überträgt diese auf eine Flüssigkeit (Kältemittel). Durch spezielle physikalische Eigenschaften wird das Medium dabei bereits bei niedrigen Temperaturen dampfförmig. Während ein Verdichter den Kältemitteldampf im nächsten Schritt komprimiert, steigen Druck und Temperatur. Das ist die Voraussetzung dafür, dass das Medium seine Energie auf das kalte Trinkwasser übertragen kann. Während das passiert, kühlt das Kältemittel ab, wird wieder flüssig und der Prozess läuft erneut ab.

Wie effizient die Wärmepumpe für Warmwasser funktioniert, hängt vom Temperaturunterschied der Energiequelle und des Warmwassers ab. Während der Energieverbrauch steigt, je höher die Temperaturdifferenz ist, sinken die Heizkosten, wenn die Lufttemperatur hoch und die Trinkwassertemperatur niedrig ist.

Integrierter Speicher bevorratet warmes Trinkwasser

Besonders effizient arbeitet die Wärmepumpe für Warmwasser durch einen integrierten Trinkwasserspeicher. Dieser bevorratet das Brauchwasser und sorgt dafür, dass die Anlage im Gegensatz zu einer Heizungswärmepumpe mit kleiner Leistung auskommt. Für den Einsatz im Einfamilienhaus eignen sich dabei Wärmespeicher mit einem Volumen von 200 bis 300 Litern. Denn diese bevorraten genug Warmwasser für eine vierköpfige Familie und ermöglichen einen hohen Komfort. Ist das Wasser aus dem Vorrat aufgebraucht, sorgt ein elektrischer Heizstab dafür, dass es nie kalt aus der Leitung fließt.

Wärmepumpe für Warmwasser erwärmt Trinkwasser
© Nasared | Fotolia

Kombination mit Solaranlage senkt die Energiekosten

Ist der Speicher der Wärmepumpe für Warmwasser mit einem zusätzlichen Wärmeübertrager ausgestattet, kommt auch die Kombination mit der Solarthermie infrage. Diese erwärmt das Trinkwasser mithilfe kostenloser Solarenergie und sorgt so für sinkende Heizkosten. Scheint die Sonne nicht genug, schaltet sich die Wärmepumpenheizung zu und erwärmt den Speicher.

Energiequellen für die Warmwasser-Wärmepumpe

Während eine Warmwasserwärmepumpe mit Luft funktioniert, kann diese aus verschiedenen Quellen stammen. Möglich ist dabei Kellerluft, Luft aus einer Abluftanlage und Außenluft. Ein Installateur kann die Voraussetzungen prüfen und Verbrauchern die passende Technik empfehlen.

Warme Luft aus dem Keller für die Wärmepumpe

Typisch und einfach ist der Betrieb der Wärmepumpe für Warmwasser mit Luft aus dem Keller. Diese hat ganzjährig etwa zehn Grad Celsius und ermöglicht damit eine effiziente Warmwasserbereitung. Die Anlage kann ohne zusätzliche Technik aufgestellt werden und ist daher vergleichsweise günstig. Wichtig zu wissen ist, dass die Temperatur im Keller stark sinken kann, wenn die Leistung der Wärmepumpe zu hoch ist.

Anschluss der Wärmepumpe an eine Abluftanlage

Besonders effizient funktioniert die Wärmepumpe für Warmwasser mit dem Anschluss an eine Abluftanlage. Denn dabei saugt sie 20 Grad warme Luft aus dem Haus und verbraucht weniger, um das Trinkwasser zu erhitzen. Positiver Nebeneffekt: Das Haus wird kontinuierlich durchlüftet und das Raumklima ist besser. Auch dem Entstehen von giftigem Schimmel können Hausbesitzer so vorbeugen.

Außenluft in der Wärmepumpe für Warmwasser

Eine dritte Möglichkeit bietet die Nutzung von Außenluft. Während das im Sommer besonders energiesparend funktioniert, sinkt die Effizienz mit fallenden Temperaturen im Winter. Abhilfe schafft hier die Kombination mit einem konventionellen Wärmeerzeuger. Dieser übernimmt die Warmwasserbereitung bei knackig kalten Außentemperaturen und sorgt so für anhaltend niedrige Heizkosten.

Kosten einer Warmwasserwärmepumpe

Eine Wärmepumpe für Warmwasser lässt sich oft über die Steckdose anschließen. Sie ist vergleichsweise günstig und kostet für ein typisches Einfamilienhaus rund 2.000 bis 3.000 Euro.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Die Wärmepumpe für Warmwasser kann Trinkwasser kostengünstig erwärmen. Möglich ist das durch einen technischen Prozess, der thermische Energie aus der Luft nutzbar macht. Während die Anlagen durch einen integrierten Speicher auch mit niedrigen Leistungen zurechtkommen, können sie Kellerluft, Luft aus einer Abluftanlage sowie Außenluft nutzen. Sollen die Heizkosten weiter sinken, kann sich auch die Kombination mit einer Solaranlage lohnen.

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