Luftwärmepumpe: Test hilft bei der Kaufentscheidung

Wer sein Haus mit einer Wärmepumpe beheizt, setzt auf effiziente und Umweltschonende Heiztechnik. Denn die Systeme machen kostenfreie Energie aus der Umgebung zum Heizen nutzbar. Einfach und ohne besondere Genehmigungen funktioniert das mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Aber wie schneidet eine Luftwärmepumpe im Test ab und worauf ist bei Planung und Kauf zu achten? Wir geben die wichtigsten Antworten in den folgenden Abschnitten.

Faktoren für die Luftwärmepumpe im Test

Unterschiedliche Tester erheben verschiedene Kriterien und lassen diese nicht immer gleich in ihr Fazit einfließen. Deshalb sollten sich Verbraucher erst einmal vergewissern, dass der gelesene Luftwärmepumpen-Test tatsächlich repräsentativ ist und zugleich von einer unabhängigen Institution oder einem neutralen Fachmagazin erhoben wurde. Bekannte Institutionen, die Luftwärmepumpen testen, sind beispielsweise der TÜV Süd, TÜV Rheinland, die ILK Dresden oder die Universität Stuttgart. Als Grundlage wird immer die EU-Norm DIN EN14511 zum Bau und der Funktionsweise von Luftwärmepumpen herangezogen. In den Fokus rücken bei einem Test von Luftwärmepumpen vor allem die Schallleistung sowie die COP-Werte.

Ein Mann sucht auf seinem Tablet nach einem Luftwärmepumpe Test
© zhu difeng | Fotolia

Verschiedene Kriterien im Überblick

Die vielfältigen Kriterien können sich je nach Luftwärmepumpen-Test unterscheiden. Folgende Punkte spielen meist eine entscheidende Rolle:

  • der COP-Wert für die Effizienz der Luftwärmepumpe im Test
  • die Dokumentation, Serviceleistungen sowie beiliegende Unterlagen
  • die Garantieleistungen (10 Jahre auf Ersatzteile)
  • 24h-Servicedienst bundesweit
  • elektrische Sicherheitsprüfungen
  • die restlose Erfüllung der in Deutschland gültigen Vorschriften
  • die ermittelte Lautstärke der Luftwärmepumpe im Test

Unterschiedliche Arten der Luftwärmepumpe im Test

Ergebnisse solcher Untersuchungen unterscheiden sich zudem stark voneinander, denn nicht alle Tests beziehen alle Arten der Heizung mit ein. Luftwärmepumpen gibt es unter anderem als Luft-Luft- oder Luft-Wasser-Wärmepumpe. Während die erste thermische Energie auf die Luft überträgt, erwärmt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe das Heizungswasser im Haus. Außerdem unterscheiden Experten Luftwärmepumpen im Test auch in Monoblock- und Splitgeräte. Bei Monoblockgeräten befinden sich alle Bauteile der Heizung in einem kompakten Gehäuse, das sich je nach Ausführung innen oder außen aufstellen lässt. Eine Split-Wärmepumpe besteht hingegen aus einer Außen- und einer Inneneinheit. Die Komponenten der Luftwärmepumpe sind dabei auf beide Elemente verteilt.

Je nach Modell und Ausrichtung muss diese Differenzierung für einen repräsentativen Luftwärmepumpen-Test berücksichtigt werden. Besser ist es, wenn die Beurteilung getrennt voneinander erfolgt.

Der COP-Wert verdient besondere Aufmerksamkeit

Entscheidend für das Abschneiden einer Luftwärmepumpe im Test ist der COP-Wert. Er steht für "Coefficient of Performance" und misst die Effizienz der Wärmepumpen bei bestimmten Betriebspunkten. Also bei einer bestimmten Außentemperatur und einer genau definierten Vorlauftemperatur der Heizung. So gibt zum Beispiel der Wert COP A2/W35 die Effizienz der Luftwärmepumpe im Test mit einer Lufttemperatur von zwei und einer Heizwassertemperatur von 35 Grad Celsius an. Grundsätzlich gilt: Je höher der COP-Wert ist, umso weniger Strom verbraucht die Wärmepumpenheizung. Sie arbeitet damit also effizienter.

Der SCOP-Wert liefert praxistaugliche Ergebnisse 

Eine Alternative zum COP-Wert ist der sogenannte SCOP-Wert. Er wird bei vier verschiedenen Temperaturen gemessen und liefert daher praxistaugliche Ergebnisse. Auch hier gilt: Je höher der Betrag, umso effizienter arbeitet die Wärmepumpe.

Bei einem Vergleich  die Rahmenbedingungen beachten

Geht es darum, verschiedene Luftwärmepumpen im Test miteinander zu vergleichen, funktioniert das grundsätzlich mit beiden Werten. Wer den COP-Wert für die Betrachtung heranzieht, sollte allerdings auf gleiche Rahmenbedingungen achten. Die zugrunde liegenden Luft- und Wasser-Temperaturen unterschiedlicher Heizgeräte müssen also identisch sein. Der Grund: Je kleiner die Differenz zwischen Luft- und Heizwassertemperatur ist, umso weniger muss die Wärmepumpe leisten. Sie verbraucht dabei weniger Strom und die Effizienz scheint höher zu sein. 

Siegel helfen bei der Kaufentscheidung

Siegel sind immer ein relativ einfaches und verständliches Kriterium für Verbraucher, die sich nicht erst in einen umfassenden Luftwärmepumpen-Test einlesen möchten. Speziell bei Luftwärmepumpen ist hier das European Quality Label for Heat Pumps von ehpa zu nennen. Dieses Siegel berücksichtigt die Planung, die Technik, den Service und die Garantieleistung für eine Luftwärmepumpe im Test und wurde ins Leben gerufen, um einen nachhaltig hohen Standard hinsichtlich der Effizienz und der Sicherheit zu gewährleisten. Tragen dürfen es nur Modelle, die die strikten Anforderungen tatsächlich erfüllen. 

Kennzeichen für eine hohe Qualität sind darüber hinaus auch Siegel vom TÜV oder Auszeichnungen der Stiftung Warentest (beispielsweise die gute Note oder sogar als Testsieger im Luftwärmepumpe Test). 

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Wer die Ergebnisse verschiedener Luftwärmepumpen im Test vergleicht, findet schnell die effizientesten Geräte am Markt. Für die Effizienz der Geräte liefern Angaben wie der COP-Wert jedoch nur einen ersten Anhaltspunkt. Denn wie sparsam und wirtschaftlich eine Wärmepumpe arbeitet, hängt vor allem bei Luft-Wasser-Wärmepumpen sehr stark von der Einbausituation ab. So sinkt die Effizienz, je weiter Luft- und Heizwassertemperaturen im Betrieb auseinanderdriften. 
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