Die Arten der Gas Wärmepumpe im Überblick

Eine Gas Wärmepumpe macht Energie aus der Umwelt zum Heizen nutzbar. Möglich ist das durch einen technischen Prozess, der unter anderem auf dem Brennstoff Gas basiert. Generell lassen sich dabei drei Arten voneinander unterscheiden: Die gasmotorische Wärmepumpe, die Absorptions- und die Adsorptionswärmepumpe. In den folgenden Abschnitten erklären wir deren Funktionsweisen und zeigen, für wen und wann sie sich lohnen.

Die Gas Wärmepumpe mit motorischem Verdichter

Die gasmotorische Wärmepumpe unterscheidet sich in ihrer Funktion kaum von elektrisch betriebenen Geräten. Sie basiert auf einem immer wieder ablaufenden Prozess, bei dem Kältemittel mithilfe von Umweltenergie verdampft und anschließend verdichtet wird. Die Druckerhöhung übernimmt hier ein gasbetriebener Motor. Dieser komprimiert das Kältemittel so stark, bis seine Temperatur über der Vorlauftemperatur der Heizung liegt. Anschließend gibt das Medium die transportierte Energie an das Heizungswasser ab. Seine Temperatur sinkt und es beginnt, sich allmählich zu verflüssigen. Hat das Kältemittel seinen Ausgangszustand erreicht, beginnt der Kreislauf in der Gas Wärmepumpe von vorn. Bei einer "normalen" Wärmepumpe erfolgt die Kompression durch Strom.

Vorteile und Einsatzgebiete der Wärmepumpenart

Während die Wärmepumpe energiesparend gebaute oder energetisch sanierte Gebäude zuverlässig mit Wärme versorgt, verbraucht sie dabei kaum Strom. Auf diese Weise sinken die Betriebskosten deutlich und die Anlage arbeitet wirtschaftlicher. Mit einem Leistungsspektrum von etwa 20 bis 100 kW eignet sich die motorische Gas Wärmepumpe dabei vor allem zur Beheizung von Mehrfamilienhäusern oder kleineren Gewerbeobjekten. Geht es um die einsetzbaren Umweltenergieträger, kommen für eine Gas Wärmepumpe neben der Luft auch die Erdewärme und das Wasser infrage.

Die Gas Wärmepumpe versorgt moderne Gebäude effizient und umweltfreundlich mit Wärme
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Die Adsorptionswärmepumpe oder Zeolith-Heizung

Die Adsorptionswärmepumpe oder Zeolith Heizung unterscheidet sich deutlich von konventionellen Heizgeräten. Denn sie besteht im Kern aus einem festen und porösen Material, dem sogenannten Zeolith. Verdampft das Kältemittel mithilfe von Umweltenergie, wird es vollständig vom porösen Material aufgenommen. Im Anschluss daran erhitzt ein Brenner in der Gas Wärmepumpe den Zeolith und treibt den Kältemitteldampf aus. Während sich das poröse Material dabei regeneriert, steigt gleichzeitig die Temperatur des Kältemittels. Dieses gibt die transportierte Energie daraufhin an das Heizsystem ab, wobei seine Temperatur sinkt. Hat das Medium seinen Ausgangszustand erreicht, beginnt auch hier der Prozess von vorn.

Vorteile und Einsatzgebiete der Gas Wärmepumpe

Eine Adsorptionswärmepumpe ist wartungsarm, leise und zuverlässig. Außerdem arbeitet sie auf einem besonders niedrigen Druckniveau, weshalb auch Wasser als Kältemittel infrage kommt. Dieses ist ungiftig und belastet die Umwelt bei einem Defekt nicht. Durch den nachgeschalteten Verbrennungsprozess kommt die Gas Wärmepumpe auch mit höheren Vorlauftemperaturen zurecht. Sie versorgt Ein- und Zweifamilienhäuser mit Wärme und arbeitet besonders effizient mit Umweltenergie aus der Erde oder der Sonne.

Die Absorptions-Gas Wärmepumpe

Eine dritte Wärmepumpenart ist die Absorptionswärmepumpe. Sie basiert auf einem thermischen Verdichter, bei dem ein flüssiges Medium das dampfförmige Kältemittel aufnimmt. Im Anschluss fördert eine Pumpe das Gemisch in den sogenannten Austreiber. Hier trennen sich beide Stoffe durch die Wärme eines Gasbrenners, wobei Temperatur des Kältemittels steigt auf das gewünschte Niveau. Im Verflüssiger, einem weiteren Wärmeübertrager, erwärmt das Kältemittel das Heizungswasser und kühlt dabei selbst ab. Es wird wieder flüssig und der Kreislauf beginnt von vorn.

Vorteile und Einsatzgebiete der Heizungsart

Genau wie die Zeolith-Heizung ist auch diese Art der Gas Wärmepumpen wartungsarm und dadurch besonders zuverlässig. Die Geräte arbeiten dabei leise und stoßen dank effizienter Brennwerttechnik kaum Schadstoffe aus. Sie sind in verschiedenen Leistungsbereichen zu haben und eignen sich für den Einsatz in Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern sowie kleineren Gewerbe- und Industrieobjekten. Als Wärmequelle kommt dabei die Luft, die Erde, das Wasser oder die Solarthermie infrage.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Eine Gas Wärmepumpe unterscheidet sich deutlich von konventionellen elektrisch betriebenen Geräten. So basiert sie auf einem gasbetriebenen Prozess, der sich in drei Arten unterscheiden lässt. So gibt es heute Gasmotorwärmepumpen, Adsorptions- sowie Absorptionswärmepumpen. Die Geräte arbeiten in der Regel leise, zuverlässig und günstig.

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