Stromspeicher: Kosten und Fördermittel 

Stromspeicher kosten heute längst nicht mehr so viel, wie noch vor einigen Jahren. Ein Grund dafür sind hohe Fördermittel. Diese sorgen für höhere Verkaufszahlen und führen zu sinkenden Stromspeicher-Preisen. Wir zeigen, wie viel Hausbesitzer für die Technik ausgeben müssen und wie hoch die Fördermittel sind. Außerdem gehen wir der Frage nach, ob es sich lohnt, die Kosten für Stromspeicher zu zahlen. 

Stromspeicher: Kosten für typische Technologien  

Geht es darum, den Sonnenstrom im eigenen Haus zu bevorraten, kommen unterschiedliche Technologien zum Einsatz. Neben Energiezellen, die Wasserstoff für eine Brennstoffzelle erzeugen, sind das vor allem Blei- und Lithium-Ionen-Akkumulatoren. Beide Stromspeicher unterscheiden sich in ihren Eigenschaften und in ihren Kosten.

Kosten für Stromspeicher mit Blei-Akkumulatoren

Blei-Akkumulatoren kommen neben der Solartechnik auch in der Automobilindustrie zum Einsatz. Hier arbeiten sie schon lange als Starterbatterie, wodurch die Technik heute als ausgereift und sicher gilt. Sie halten etwa 3.000 Ladezyklen, haben eine Entladetiefe von 80 Prozent und erreichen Wirkungsgrade von etwa 86 Prozent. Das heißt: Beim Be- und Entladen gehen rund 14 Prozent des Photovoltaik-Stroms verloren. Geht es um die Stromspeicher-Kosten, können Hausbesitzer mit 1.000 bis 1.500 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität rechnen.

Lithium-Ionen- Stromspeicher-Preise in der Übersicht

Lithium-Akkumulatoren sind auch in der mobilen Unterhaltungselektronik im Einsatz. Sie versorgen Smartphones, Tablets oder Laptops mit Strom und können diesen auf vergleichsweise kleinem Raum speichern. Sie halten etwa 7.000 Ladezyklen, lassen sich zu 100 Prozent entladen und erreichen Wirkungsgrade von rund 95 Prozent. Die Solarspeicher arbeiten damit länger und effizienter. Geht es um die Stromspeicher-Kosten, können Hausbesitzer mit 1.250 bis 2.000 Euro pro Kilowattstunde rechnen.

Größe der PV-Anlage beeinflusst auch die Stromspeicher-Kosten
© Lars Gieger / Fotolia

Kosten für Stromspeicher pro Kilowattstunde vergleichen 

Ein Blick auf die Ladezyklen zeigt: Solarspeicher halten unterschiedlich lange. Wer die Kosten für Stromspeicher individuell vergleichen möchte, kann diese dazu auf jede Kilowattstunde Strom herunterrechnen. Möglich ist das, indem Verbraucher die Kosten durch das Produkt aus Speicherkapazität, Entladetiefe, Ladezyklen und Systemwirkungsgrad dividieren.

  • Stromspeicher-Kosten (in Euro) / [Speicherkapazität (in Kilowattstunden) x Entladetiefe (in Prozent/100) x Ladezyklen (in Zyklen) x Wirkungsgrad (in Prozent/100)]

Bei einem Stromspeicher-Preis von 7.000 Euro, einer Speicherkapazität von 5 Kilowattstunden, einer Entladetiefe von 95 Prozent, maximal 4.000 Ladezyklen und einem Wirkungsgrad von 95 Prozent ergeben sich Kosten von 0,39 Euro pro Kilowattstunde. Bei 7.000 Ladezyklen lägen die Kosten für den Stromspeicher im Beispiel bei nur noch 0,22 Euro pro Kilowattstunde. Das Beispiel zeigt, dass nicht allein der Preis über die langfristigen Kosten entscheidet.

Übrigens: Die technischen Daten sollten allesamt aus den Herstellerunterlagen der Speicheranbieter hervorgehen. 

Stromspeicher: Preise für Einbau der Solartechnik

Neben dem Kaufpreis fallen auch Montagekosten für die Speichertechnik an. Diese liegen bei Einfamilienhäusern und kleinere Mehrfamilienhäusern in einem Bereich von 1.000 bis 3.000 Euro. Genaue Angaben gehen aus dem individuellen Angebot eines Experten hervor.

Kosten der Stromspeicher mit Förderung senken  

Die Stromspeicher-Kosten sinken mit höheren Verkaufszahlen. Um diesen Prozess in Gang zu setzen, hat der Staat ein Förderprogramm für die Technik aufgelegt. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Programm 275) erhalten Interessierte dabei ein zinsgünstiges Darlehen mit einem Tilgungszuschuss von zehn Prozent. Wichtig zu wissen ist, dass das Programm Ende 2018 ausläuft. Wer von den Zuschüssen profitieren möchte, sollte also nicht lange warten. Nähere Informationen zu den technischen Voraussetzungen geben wir im Beitrag Förderung für Solartechnik.

Auch regionale Förderprogramme sind verfügbar  

Neben Förderprogrammen des Bundes sind auch regionale Mittel verfügbar. So zum Beispiel im Bundesland Baden-Württemberg, das die Stromspeicher-Kosten im Jahr 2018 um mindestens 600 Euro senkt. Im Jahr 2019 liegt die Mindestförderung hier noch bei 400 Euro. Da sich das Förderangebot von Region zu Region sehr stark unterscheiden kann, lohnt sich hier die individuelle Beratung durch einen Experten vor Ort. Elektroinstallateure oder Energieberater sollten die verfügbaren Mittel kennen, um die Kosten für Stromspeicher spürbar zu senken.

Lohnt es sich, die Stromspeicher-Kosten zu zahlen?  

Geht es um eine neue Solaranlage, können Stromspeicher die Preise spürbar in die Höhe treiben. Aber lohnt sich das überhaupt? Die Antwort ist meist ja! Denn durch die Speichertechnik lässt sich viel Strom der Photovoltaik zum Eigenverbrauch nutzen. Hausbesitzer müssen weniger Geld an öffentliche Versorger zahlen und sparen bei den Energiekosten. Wichtig ist hier jedoch eine individuelle und passgenaue Planung. Denn die Anlagen arbeiten nur dann wirklich effizient, wenn sie optimal zu Haus und Nutzer passen. In Zukunft lohnt es sich übrigens immer mehr, die Stromspeicher-Kosten zu zahlen. Denn durch sinkende Preise und immer teureren Strom steigen auch die Einsparungen mit jeder selbst verbrauchten Kilowattstunde.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Stromspeicher kosten viel Geld. Sie ermöglichen es aber, einen großen Teil des selbst erzeugten Solarstroms im eigenen Haus zu verbrauchen. Das macht unabhängig und senkt die Ausgaben für Strom aus dem Netz. Die Preise der Technik richten sich grundsätzlich nach deren Art. Während Blei-Akkumulatoren in der Anschaffung etwas günstiger sind, punkten Lithium-Stromspeicher, wenn es um die Betrachtung der gesamten Lebenszeit geht. Wer noch im Jahr 2018 einen Speicher installiert, profitiert außerdem von hohen staatlichen Fördermitteln. 

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