Förderung der Solaranlage von BAFA und KfW

Die Förderung der Solaranlage schafft zusätzliche Anreize für die energiesparende Technik. Denn sie senkt die Investitionskosten und sorgt dafür, dass sich die Anlagen zur Strom- und Wärmegewinnung schneller rechnen. Neben einmaligen Zuschüssen vergibt der Staat dabei Kredite und eine Vergütung für den eingespeisten Strom zur Förderung der Solaranlage.

Solartechnik für Strom und Wärme

Geht es um die Förderung der Solaranlage, lassen sich zwei Technologien voneinander unterscheiden. Diese sind:

Förderung der Solaranlage für Strom und Wärme auf dem Dach

Solarthermie gewinnt Wärme aus der Sonne

Solarthermieanlagen fangen das Licht der Sonne auf und wandeln es über Kollektoren in Wärme. Diese transportieren dabei die thermische Energie zur Heizungsanlage, wo sie sowohl für warmes Wasser als auch für kuschelig warme Räume sorgen kann. Damit möglichst viel der gewonnenen Energie genutzt werden kann, gleicht ein Speicher das solare Angebot mit dem Wärmebedarf im Haus aus.

Photovoltaik wandelt solare Strahlung in Strom

Auch eine Photovoltaikanlage zapft die unerschöpfliche Energie der Sonne an. Dabei gewinnen die Module auf dem Dach jedoch keine Wärme, sondern elektrische Energie. Ein Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um und macht ihn so im eigenen Haus nutzbar. Ist der Bedarf dabei kleiner als das solare Angebot, geht der überschüssige Solarstrom in das öffentliche Netz. Stromspeicher helfen jedoch, möglichst viel der selbst erzeugten Energie auch selbst zu verbrauchen. Denn das sorgt im Vergleich für deutlich höhere Einsparungen.

Förderung der Solaranlage für Heizung und Warmwasser

Planen Hausbesitzer eine Solarthermieanlage für Warmwasser oder Heizung, bekommen sie finanzielle Unterstützung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Während im Gebäudebestand die Installation einer BAFA-zugelassenen Anlage ausreicht, sind im Neubau höhere Anforderungen zu erfüllen.

Zuschüsse im Gebäudebestand

Im Gebäudebestand gibt es hohe Zuschüsse zur Förderung der Solaranlage. So bekommen Hausbesitzer, die eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung installieren, mindestens 500 Euro. Mehr als 2.000 Euro gibt es dagegen für eine Solar-Heizung. Geht es um die Erweiterung einer bestehenden Anlage, gibt es 50 Euro je Quadratmeter, sofern die neuen Kollektoren eine Fläche von 4 bis 40 Quadratmeter umfassen. Einen einfachen Überblick gibt dabei die folgende Zusammenstellung.

Fördermittel für Warmwasser-Solaranlagen im Gebäudebestand:

  • 500 Euro zur Förderung der Solaranlage mit einer Fläche von 3 bis 10 m²
  • 50 Euro pro Quadratmeter für Anlagen mit einer Größe von 11 bis 40 m²
  • 100 Euro pro Quadratmeter für innovative Technik mit einer Fläche 20 bis 100 m²

Mittel zur Förderung der Solaranlage zur Heizungsunterstützung

  • 2.000 Euro Mindestförderung für Anlagen mit einer Fläche von 7 bis 14 m²
  • 140 Euro pro Quadratmeter für Solartechnik mit einer Größe von 15 bis 40 m²
  • 200 Euro pro Quadratmeter für innovative Technik mit einer Fläche von 20 bis 100 m²

Zuschüsse für die Erweiterung einer bestehenden Solarthermieanlage:

  • 50 Euro pro Quadratmeter für die Erweiterung um 4 bis 40 m²

Als innovativ beschreibt das BAFA eine Solarthermieanlage, die mit entsprechender Größe auf einem Wohngebäude mit mehr als drei Wohneinheiten installiert wird. Geht es um ein Nichtwohngebäude, muss die Nutzfläche größer als 500 Quadratmeter sein, damit die Eigentümer von der Förderung der Solaranlage profitieren. Deckt die Solartechnik mehr als 50 Prozent des Wärmebedarfs, fördert das BAFA die Technik auch in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Förderung der Solaranlage im Neubau

Geht es um einen Neubau, fördert das BAFA ausschließlich innovative Solaranlagen. Dabei gibt es:

  • 75 Euro pro Quadratmeter für Anlagen zur Warmwasserbereitung
  • 150 Euro pro Quadratmeter für Anlagen, die auch das Heizsystem mit Wärme versorgen

BAFA-Mittel richtig beantragen

Wollen Bauherren oder Hausbesitzer die Förderung der Solaranlage beantragen, müssen sie sich direkt an das BAFA wenden. Während sie im Altbau nach der Inbetriebnahme noch neun Monate Zeit haben, sind Anträge auf Innovationsförderung im Neu- und Altbau vor dem Beginn der Arbeiten zu stellen.

Förderung der Solaranlage für Strom

Fördermittel gibt es auch für Solarstromanlagen. Hier gibt es vor allem:

  • Kredite für Photovoltaikanlagen
  • Kredite mit Tilgungszuschuss für Stromspeicher
  • Vergütung für den eingespeisten Solarstrom

KfW-Kredite zur Förderung der Solaranlage

Über die Kreditbank für Wiederaufbau (KfW) fördert der Staat Photovoltaikanlagen für neue und bestehende Gebäude mit zinsgünstigen Krediten. Dabei bekommen Hausbesitzer und Bauherren bis zu 50 Millionen Euro pro Vorhaben zu Konditionen ab 1,05 Prozent. Wie hoch diese tatsächlich sind, hängt unter anderem von den persönlichen Sicherheiten und der Liquidität der Antragteller ab. Die Förderung der Solaranlage ist über die Hausbank zu beantragen und wird zu 100 Prozent ausgezahlt.
Übrigens: Sanieren Hausbesitzer mit der Installation der Solaranlage auch das bestehende Dach, können sie die entstehenden Kosten gleich mitfinanzieren.

Fördermittel für Stromspeicher

Da sich eine Solarstromanlage mit Stromspeicher schneller rechnet und dabei das Stromnetz entlastet, fördert der Staat auch diese Technik über die KfW. Neben zinsgünstigen Krediten profitieren Hausbesitzer dabei vor allem von hohen Tilgungszuschüssen. Diese reduzieren den Kreditbetrag und richten sich nach dem Zeitpunkt der Installation. Dabei gibt es Zuschüsse von:

  • 19 Prozent, wenn die Inbetriebnahme vom 01.01.2017 bis 30.06.2017 ist
  • 16 Prozent für Stromspeicher die vom 01.07.2017 bis 31.12.2017 installiert werden
  • 13 Prozent für Stromspeicher mit Inbetriebnahme zwischen 01.01.2018 und 30.06.2018
  • 10 Prozent, wenn die Inbetriebnahme vom 01.07.2018 bis 31.12.2018 stattfindet

Auch die Speicher-Förderung der Solaranlage ist vor dem Beginn des Vorhabens über die Hausbank zu beantragen.

Vergütung für eingespeisten Solarstrom

Neben der einmaligen Förderung der Solaranlage für Strom, gibt es in Deutschland eine kontinuierliche Einspeisevergütung für den in das öffentliche Netz eingespeisten Solarstrom. Die Mittel berechnen sich pro Kilowattstunde und sind über einen Zeitraum von 20 Jahren festgeschrieben. Das heißt, wer heute eine Photovoltaikanlage installiert, bekommt in den nächsten 20 Jahren eine feste Vergütung für den eingespeisten Strom. Aktuell gibt es dabei folgende Sätze für Solarstromanlagen mit Inbetriebnahme nach:

  • 01.05.2017: 12,27 Cent je Kilowattstunde
  • 01.06.2017: 12,24 Cent je Kilowattstunde
  • 01.07.2017: 12,21 Cent je Kilowattstunde

Da der Staat die Förderung der Solaranlage mit sinkenden Preisen für die Technik zurückfährt, fallen die Vergütungssätze auch nach dem 01.07.2017 weiter.

Die Beantragung der Einspeisevergütung ist dabei für Hausbesitzer recht einfach. Denn diese erfolgt mit der Anmeldung der Photovoltaikanlage bei dem Netzbetreiber und der Bundesnetzagentur.

Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Mit der Solartechnik lassen sich Wärme und Strom fast kostenfrei erzeugen. Da das aber nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt entlastet, bietet der Staat eine hohe Förderung der Solaranlage. Während es für Solarwärmeanlagen hohe Zuschüsse gibt, profitieren Käufer einer Solarstromanlage von zinsgünstigen Krediten, hohen Tilgungszuschüssen und sicheren Einspeisevergütungen.

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