Die Wartung einer Solaranlage: Ein Überblick 

Bei der Wartung einer Solaranlage nehmen Experten Photovoltaik und Solarthermieanlagen gründlich unter die Lupe. Sie sorgen dafür, dass die Technik auch nach vielen Jahren zuverlässig läuft und konstant hohe Erträge einfährt. Wir erklären, worauf es ankommt, wenn Verbraucher für ihre Solaranlage eine Wartung beauftragen. Außerdem informieren wir über die anfallenden Arbeiten und typische Kosten für die Wartung einer Solaranlage. 

Gründe und Vorteile einer regelmäßigen Wartung 

Solarthermie- und Photovoltaikanlagen wandeln kostenfreie Solarenergie in Wärme sowie Strom um. Sie senken die Energiekosten und helfen, die Umwelt zu entlasten. Damit die Anlagen wirtschaftlich laufen, müssen sie auch nach vielen Jahren im Betrieb noch hohe Erträge einfahren. Sicherstellen lässt sich das nur mit einer regelmäßigen Wartung der Solaranlagen. Denn dabei nehmen Experten den Zustand der Technik genau unter die Lupe. Sie tauschen Verschleißteile aus und prüfen, ob alle Einstellungen optimal sind. Wer ab und an für seine Solaranlage eine Wartung beauftragt, kann also langfristig Geld sparen und die Laufzeit der Technik maximieren.

Wartungsvertrag für die Wartung einer Solaranlage 

Ganz gleich, ob es sich um eine Solarwärme- oder eine Solarstromanlage handelt: Mit einem Wartungsvertrag sichern sich Hausbesitzer in der Regel bessere Konditionen. Dabei vereinbaren sie festgelegte Intervalle und Aufgaben mit einem Handwerksbetrieb für mehrere Jahre im Voraus. Die Experten können besser planen und kommen Hausbesitzern mit günstigeren Konditionen entgegen.

Wartung einer Solaranlage für Strom und Wärme
© magicbeam – stock.adobe.com 

Wartung einer Solaranlage zur Wärmeerzeugung  

Eine Solarthermie-Anlage besteht aus den Kollektoren, dem Speicher und dem Solarkreislauf. Letzterer ist mit einer speziellen Solarflüssigkeit gefüllt, die von einer Pumpe durch die Anlage gefördert wird. Auch wenn die Technik als wartungsarm gilt: Es lohnt sich, Solaranlagen regelmäßig einer Wartung zu unterziehen. Denn auf diese Weise lassen sich verschlissene Teile austauschen und Einbußen im Ertrag rechtzeitig erkennen.

Die wichtigsten Punkte der Wartungsarbeiten im Überblick

Übernimmt ein Monteur an einer Solaranlage die Wartung, prüft er zunächst alle Bestandteile gründlich auf sichtbare Beschädigungen. Besonders wichtig sind dabei die Kollektoren sowie die Dämmhülsen der Rohre. Während verschmutzte Kollektoren weniger Sonnenlicht einfangen, geht über unisolierte Rohrleitungen viel Wärme verloren. Darüber hinaus kontrolliert der Experte Pumpen, Armaturen und Regler (Solarregler) auf ihre Funktion. In der Regel befinden sich die Bauteile einfach zugänglich in einer Solarstation. Im Anschluss daran unterzieht er auch die Solarflüssigkeit einer Kontrolle. Das Medium kann nach einigen Jahren im Betrieb umkippen und an Qualität verlieren. In der Regel sollte sie daher alle zehn bis zwölf Jahre einmal ausgetauscht werden. Sind alle Arbeiten zur Wartung der Solaranlage erledigt, erstellt der Experte ein Protokoll, das Verbraucher über die durchgeführten Leistungen und den Zustand der Technik informiert.

Intervall und Kosten für die Wartung einer Solaranlage 

An einer Solaranlage sollte die Wartung alle ein bis zwei Jahre durchgeführt werden. Die Kosten belaufen sich dabei auf etwa 100 bis 150 Euro. Wichtig zu wissen ist, dass der Richtwert eventuell nötige Reparaturarbeiten noch nicht beinhaltet. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen und sollten mit dem jeweiligen Monteur vereinbart werden.

Mit Eigenleistung sparen: Wer Teile der Wartung einer Solaranlage selbst übernimmt, spart bares Geld. So lohnt es sich, Erträge, Kollektoren und Dämmarbeiten regelmäßig zu prüfen.

Wartung einer Solaranlage für elektrische Energie 

Eine Photovoltaik-Anlage besteht aus den Solarmodulen, einem Wechselrichter, Kabelverbindungen und einem Energiezähler. Moderne Systeme sind darüber hinaus oft auch mit einem Stromspeicher ausgestattet. Letzterer bevorratet überschüssigen Solarstrom, bis im Haus ein Bedarf besteht. Damit die Technik wirtschaftlich arbeitet, sollte sie über viele Jahre hinweg einen hohen Ertrag einfahren. Sicherstellen lässt sich das nur mit einer regelmäßigen Wartung der Solaranlage. Da die Technik keine beweglichen Teile hat, fällt diese in der Regel recht günstig aus.

Die wichtigsten Punkte der Wartungsarbeiten im Überblick

Auch hier geht es bei der Wartung einer Solaranlage zunächst um eine Sichtprüfung aller Komponenten. Experten suchen dabei nach Schäden durch Witterung oder Tiere. Sie prüfen, ob die Solarmodule verschmutzt sind und führen bei Bedarf auch eine Photovoltaikreinigung durch. Die Handwerker kontrollieren die Befestigung am Dach sowie die Durchdringungen in das Gebäude und stellen sicher, dass alle Kabel fest sitzen. Darüber hinaus testen sie den Wechselrichter und installieren bei Bedarf ein Systemupdate.

Stellen Verbraucher größere Einbußen im Ertrag fest, kann sich auch eine Thermografie-Untersuchung der Solarmodule lohnen. Diese lässt sich ganz einfach mit einer Drohne durchführen und macht beschädigte Solarzellen sichtbar. Befindet sich der Energiezähler im Besitz der Hausbesitzer, muss auch dieser im Rahmen der Wartung einer Solaranlage kontrolliert und geeicht werden.

Erträge selbst überwachen: Neben der fachmännischen Wartung einer Solaranlage sollten Verbraucher die Erträge im Auge behalten. Fallen diese ab, besteht vermutlich ein Problem, das im Sinne der Wirtschaftlichkeit schnell zu beheben ist.

Intervall und Kosten für die Wartung einer Solaranlage 

Die Photovoltaik hat keine beweglichen Teile und gilt daher als besonders wartungsarm. Dennoch lohnt es sich, die Technik regelmäßig auf Herz und Nieren zu prüfen. Experten empfehlen dabei ein Wartungsintervall von zwei bis vier Jahren. Die Kosten belaufen sich auf etwa 50 bis 100 Euro und können mit einem Wartungsvertrag günstiger ausfallen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Die Wartung einer Solaranlage sichert eine hohe Effizienz über viele Jahre hinweg. Auf diese Weise steigt die Lebensdauer der Technik und die finanziellen Einsparungen fallen höher aus. Während Verbraucher bei einer thermischen Solaranlage die Wartung alle ein bis zwei Jahre beauftragen sollten, genügt bei der Photovoltaik ein zwei- bis vierjähriges Intervall.

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