Der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik

Der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik sollte vor der Planung geklärt sein. Denn Solarthermie und Photovoltaik arbeiten jede auf ihre Art und kommen somit für unterschiedliche Nutzer infrage. Wie beide Systeme genau funktionieren und welche Vorteile sie für wen mitbringen, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten. 

Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik liegt im Umgang mit der Sonnenenergie

Der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik ist vor allem im Umgang mit der Sonnenenergie zu finden. Beide Systeme nutzen die Energie der Sonnenstrahlen, um für den Hausbesitzer positive Aspekte zu generieren. Bei der Solarthermie wird die Energie der Sonne in Wärme umgewandelt, welche in der Lage ist sowohl das Brauchwasser zu erwärmen, als auch die Heizung zu unterstützen. Die Photovoltaik hingegen dient der Umwandlung der Sonnenenergie in elektrischen Strom. Dieser kann zum einen für den Hausgebrauch verwendet oder aber in das Stromnetz eingespeist werden.

Photovoltaik benötigt eine größere Fläche

Beide Anlagen verlangen eine gute Ausrichtung und eine entsprechend große Dachfläche, um effektiv genutzt werden zu können. Auch hier ist ein deutlicher Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik sichtbar, da letztere oftmals einer viel größeren Fläche bedarf. Dennoch sollte der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik nicht nur hinsichtlich der technischen Gegebenheiten aufgezeigt werden, sondern auch hinsichtlich ihrer Effektivität für den einzelnen Verbraucher. Denn hier hat sich in den letzten Jahren einiges geändert.

Hausdach mit Sonnenkollektoren - Unterschied Solarthermie und Photovoltaik
© Jonas Glaubitz / Fotolia

Die Solarthermie: Thermische Energie von der Sonne

Der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik ist vor allem in der Nutzung der Sonnenenergie begründet. Die Solarthermie gewinnt durch die Sonnenenergie ausschließlich Wärme. Je nach Bauart der Anlage kann diese Wärme nun direkt dem Brauchwasser zugeführt oder auch zur Unterstützung der Heizanlage verwendet werden. Bei der Solarthermie kommen grundsätzlich zwei unterschiedliche Kollektoren zum Einsatz: Zum einen die klassischen Flachkollektoren, zum anderen die modernen und leistungsstarken Röhrenkollektoren, auch Vakuumröhrenkollektoren genannt. In beiden Systemen wird eine Trägerflüssigkeit mittels einer Pumpe durch die Kollektoren geführt. Diese nimmt die entstehende Wärmeenergie auf, um sie dann zum Wärmespeicher zu transportieren.

Staatliche Förderung erleichtert die Investition

Die Größe der Fläche ist vor allem von der Anzahl der Verbraucher und dem Einsatzgebiet abhängig. Soll die Anlage zur Solarthermie sowohl das Brauchwasser erwärmen, als auch zur Heizungsunterstützung eingesetzt werden, so sollten Sie mit einer Fläche von einem Quadratmeter pro zehn Quadratmeter beheizter Wohnfläche rechnen. Eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung benötigt hingegen eine Fläche von ein bis 1,5 Quadratmetern pro Person im Haushalt. Insgesamt entstehen dabei Kosten von 3.000 bis 12.000 Euro. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die staatliche Förderung für Solartechnik die Kosten der Anlagen spürbar senkt.

Photovoltaik: Elektrische Energie aus der Natur

Der Unterschied Solarthermie und Photovoltaik wird besonders deutlich, wenn man die Technik genauer betrachtet. Während bei der Solarthermie ein Wärmekreislauf stattfindet, wird bei der Photovoltaik das Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umgewandelt. Diese als Gleichstrom vorliegende Energie wird in Wechselstrom umgewandelt und kann für den eigenen Verbrauch genutzt werden. 

Photovoltaikanlagen arbeiten besonders effizient mit Stromspeicher

Vor einigen Jahren war es noch attraktiv, den Solarstrom in das Stromnetz einzuspeisen. Heutzutage kann über diese Methode kaum noch Geld generiert werden, sodass viele Nutzer auf die zu großen Photovoltaik-Anlagen früherer Zeiten verzichten. Allerdings kann die Energie der Photovoltaik-Anlage genutzt werden, um die stromhungrigen Verbraucher im eigenen Haushalt mit Energie zu versorgen. Eine beliebte Kombination ist der Einsatz einer Wärmepumpe, welche mittels Photovoltaik mit Strom versorgt wird. Um die Photovoltaik-Anlage möglichst effizient zu nutzen, sollten Sie allerdings auf PV-Speicher zurückgreifen, welche den erzeugten Strom über eine Zeit speichern und somit rund um die Uhr verfügbar machen.

Welches System ist für welchen Nutzer sinnvoll?

Die Unterschiede zwischen Solarthermie und Photovoltaik sind nun klar. Doch welches System eignet sich nun für Sie? Im Regelfall ist eine Solarthermie-Anlage deutlich ratsamer. Dies liegt vor allem an den geringeren Anschaffungskosten und den Fördermöglichkeiten für den Einbau einer solchen Anlage. Der Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik war noch geringer, als der überschüssige Strom gegen gute Bezahlung in den Stromkreislauf eingebracht werden konnte.

Der Bedarf und das Portemonnaie entscheiden

Da diese Möglichkeit der Amortisierung nun wegfällt, spielen die hohen Kosten eine besondere Rolle. Desto wichtiger ist es, diese Anlagen genau zu planen und sich ausführlich beraten zu lassen. Separat betrachtet ist der  Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik unter anderem auch im Geldbeutel zu suchen. Eine gute und funktionelle Solarthermie mit entsprechender Dachfläche kann im Verlaufe eines Jahres nicht nur das Brauchwasser beinahe vollständig kostenneutral erhitzen. Sie kann auch die Heizkosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Kombinieren Hausbesitzer die Photovoltaikanlage jedoch mit einer Wärmepumpe oder einer anderen Heizungsanlage, die Strom benötigt, kann sich auch ihr Einsatz bezahlt machen. Zudem haben sie den Vorteil, nahezu autark von Energieversorgern zu sein. 

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Wer den Unterschied zwischen Solarthermie und Photovoltaik kennt, kann viel besser einschätzen, welche Technologie für sein Gebäude infrage kommt. Schließlich erzeugen beide Systeme aus derselben Energiequelle zwei völlig unterschiedliche Produkte.
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