Auf einen Blick: Vor- und Nachteile der Solarthermie

Die Vorteile der Solarthermie liegen auf der Hand: Ein unerschöpflicher Energiespender erlaubt eine umweltschonende Produktion von Energie. Das spart letztendlich Kosten und macht den Anwender von der Preisgestaltung großer Energiekonzerne unabhängig. Wo viel Licht ist, darf ein wenig Schatten jedoch nicht fehlen, weshalb wir einen genaueren Blick auf die Vor- und Nachteile der Solarthermie werfen.

Vor- und Nachteile der Solarthermie im Vergleich

Die unwiderlegbaren Vorteile der Solarthermie als Teil der Solartechnik wurden bereits in der Einleitung teilweise genannt. Dazu kommen jedoch noch zahlreiche weitere Punkte, die bei der Nutzung sofort offensichtlich werden. Dabei ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass anders als die Photovoltaikanlage bei der Solarthermie aus der Sonnenenergie kein Strom gewonnen, sondern thermische Energie, also Wärme, erzeugt wird. 

Kostenlos in unendlicher Menge verfügbar. Die Produktion von Energie durch die Sonne verbraucht keine fossilen Ressourcen und ist daher die nachhaltige Alternative zu Öl, Gas & Co. Wer sich die Vor- und Nachteile der Solarthermie näher anschaut, wird schnell bemerken. Es handelt sich hierbei um eine unerschöpfliche Energiequelle, die - anders als etwa Öl - noch viele Milliarden Jahre Wärme liefern wird.

Ein großer Vorteil der Solarthermie besteht grundsätzlich darin, dass vor allem in den mitteleuropäischen Breitengraden auf sehr einfache Art und Weise durch Sonne Wärme erzeugt werden kann. Denn der Aufwand ist wesentlich geringer als bei der Stromerzeugung durch eine Photovoltaikanlage. 

Kurz erklärt: Die Funktionsweise

Bevor der Blick auf die Vor- und Nachteile der Solarthermie im Detail gehen kann, muss zunächst geklärt werden, nach welchem Prinzip eine solche Anlage grundlegend funktioniert. Denn daraus lassen sich bereits bestimmte Vorzüge dieser Technik ableiten. Die Funktionsweise werden die meisten von sogenannten Outdoor- oder Campingduschen kennen. dabei befindet sich Wasser in einem schwarzen Beutel, der aufgehängt wird. Nach kurzer Zeit kann dieses Wasser bereits für eine warme Dusche genutzt werden. nicht viel anders funktioniert die Solarthermie. Hierbei spricht man jedoch von Solarkollektoren, die mit einer Wärmeträgerflüssigkeit gefüllt sind. Durch einen Wärmeübertrager kann die thermische Energie dann zur Warmwasserbereitung oder zum Heizen genutzt werden.

Die Vor- und Nachteile der Solarthermie zeigen sich schnell, auf dem Bild sieht man eine Anlage auf einem Dach montiert. 
© finecki | Fotolia

Die wichtigsten Vorteile der Solarthermie im Überblick

  • Bis zu 65 Prozent der jährlichen Heizkosten können dadurch eingespart werden.
  • Selbst im Winter kann die Anlage effektiv arbeiten.
  • Die Solarthermie ist unbegrenzt verfügbar. 
  • Es ist CO2-emmissionsfrei.
  • Keine Lagerung und kein Transport von Brennstoffen.
  • Eine Solarthermie-Anlage wird staatlich gefördert.
  • Vor allem in Kombination mit Brennwertkesseln oder Wärmepumpen ist sie sehr effizient.
  • Die Anlagen können leicht installiert werden. 
  • Außerdem zeichnet sich die Solarthermie durch Langlebigkeit und einem geringen Wartungsaufwand aus. Denn es ist ein qualitativ hochwertiges Produkt. 
  • Die verwendeten Materialien sich leicht zu recyceln. 

Solarthermie ist die klimaschonende Alternative. Beim Blick auf die Vor- und Nachteile der Solarthermie wird sofort die gute Umweltbilanz deutlich: Da keinerlei fossile Brennstoffe verbrannt werden, handelt es sich um eine überaus schonende Art und Weise, thermische Energie zu gewinnen. Bei der Herstellung von Solaranlagen werden zwar große Mengen Silizium benötigt. Allerdings ist Quarzsand als dafür benötigter Werkstoff nahezu unbegrenzt vorhanden.

Nachteile der Solarthermie unter der Lupe

Gänzlich frei von Nachteilen ist jedoch auch die Solarthermie nicht, was ein Blick auf die folgenden Punkte offenbart:

  1. Wetterabhängige Wärmeproduktion
    Ein Nachteil der Solarthermie ist die Tatsache, dass eine Wärmeproduktion stark vom Wetter, um genauer zu sein von der Sonneneinstrahlung abhängt. Um zuverlässig Wärme zu genieren, sollte der Standort daher in einer sonnigen Gegend von Deutschland liegen. Auch die Ausrichtung und Positionierung der Kollektoren muss stimmen. Darüber hinaus ist der Einsatz eines Warmwasserspeichers unerlässlich, der wiederum einen freien Platz voraussetzt. 
  2. Hohe anfängliche Investitionskosten
    Zwar amortisiert sich die Anschaffung einer Anlage für Solarthermie im Laufe der Zeit. Zu Beginn stehen jedoch hohe Kosten im Raum, die zuerst bezahlt werden möchten. Förderprogramme seitens des Staates helfen zwar. Wirklich günstig ist die Anschaffung damit aber noch nicht. Außerdem: Der Wirkungsgrad bestimmt die Kosten. Wer effektivere Anlagen bauen möchte, muss auch mehr bezahlen.

Daneben sei noch auf die Abhängigkeit von den Räumen, dem Standort und dem Gebäude hinzuweisen, die eine Rolle spielen, wenn man Vor- und Nachteile der Solarthermie für sich abwägen möchte. Denn gibt es großflächigen Schatten durch hohe Nachbarhäuser oder umstehende Bäume ist es genauso nachteilig wie ein Bestandsgebäude, welches sich aufgrund der Dachausrichtung und dessen Neigung nicht zum Anbringen einer solchen Anlage eignet. Schließlich sollte der Platz für einen Warmwasserspeicher berücksichtigt werden. Idealerweise findet sich dieser im Dachgeschoss. 

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Die ausgewählten Punkte sind nur einige der Vor- und Nachteile der Solarthermie. Sie zeigen jedoch deutlich, dass die Vorzüge der Technologie insgesamt überwiegen: Kostenlose Energie ohne Umweltbelastung ist ein Argument, das von den Nachteilen nicht ausgehebelt werden kann. Wer eine langfristig wirksame Alternative zu fossilen Brennstoffen sucht, ist mit Solaranlagen gut beraten.

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