Arten der Montage einer Photovoltaikanlage

Geht es um die Montage einer Photovoltaikanlage, bietet der Markt heute zahlreiche Systeme. Während alle für einen festen und stabilen Sitz der Module sorgen sollen, unterscheiden sie sich vor allem durch ihre Einbaulage. Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über verschiedene Systeme zur Montage einer Photovoltaikanlage und zeigt, wann sie zum Einsatz kommen. 

Anforderungen an die Photovoltaik-Montagesysteme

Die Module einer Solarstromanlage sind das ganze Jahr über verschiedenen Witterungsverhältnissen ausgesetzt. So müssen sie starken Stürmen genau so standhalten wie hohen Schneelasten. Spezielle Systeme zur Montage einer Photovoltaikanlage stellen das sicher und garantieren für lange Zeit einen festen Sitz. Sie bilden die Verbindung zwischen Haus und Modulen. Darüber hinaus müssen sie sich schnell und einfach verarbeiten lassen. Die Anforderungen an die Photovoltaik-Montagesysteme lassen sich also wie folgt zusammenfassen:

  • fester Sitz bei starkem Wind und hohen Schneelasten
  • hohe Witterungsbeständigkeit für eine lange Zeit
  • einfache Montage auf dem Dach oder an der Fassade
  • unkomplizierte Befestigung der Solarmodule 
Tragsystem zur Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach
© wichientep | Fotolia

Systeme zur Montage einer Photovoltaikanlage

Geht es um den Kauf eines passenden Montagesystems, bieten die Solarhersteller heute zahlreiche Produkte an. Während diese generell zu den verwendeten Modulen passen müssen, richtet sich die Auswahl auch nach der Einbaulage. Entscheidend ist dabei, ob die Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, an der Fassade oder auf einem freien Gelände erfolgen soll. 

Befestigungssysteme auf schrägen Dächern

Vor allem im Einfamilienhaus erfolgt die Installation der Photovoltaik häufig auf einem Schrägdach. Dabei lassen sich grundsätzlich Auf- und Indachsysteme unterscheiden. Während sich die Module bei der Aufdachmontage über der Dacheindeckung befinden, ersetzen sie diese bei Indachsystemen. Das spart zwar Kosten, hat aber einen entscheidenden Nachteil. Denn die Module heizen sich im Betrieb auf und leisten weniger. Befindet sich zwischen Dach und Kollektor jedoch ein Spalt, sorgt die hindurchströmende Luft für Abkühlung und damit für einen günstigeren Arbeitsbereich der Technik.

Zur Montage einer Photovoltaikanlage mit Aufdachsystem bringen Handwerker spezielle Dachhaken an. Diese werden mit den Sparren verschraubt und tragen später die Schienen zur Befestigung der Module. Um Unebenheiten im Dach ausgleichen zu können, sollten die Haken höhenverstellbar sein. Auch die Schienen sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. So bieten sie zum Beispiel die Möglichkeit, ein Solarmodul zu verklemmen oder einfach einzulegen. Einige Produkte sind außerdem so konstruiert, dass sie auch ausreichend Platz zum sicheren Verlegen der Stromkabel bieten. 

Aufgeständerte Installation auf dem Flachdach

Etwas anders funktioniert die Montage einer Photovoltaikanlage auf dem Flachdach. Denn neben einem festen Sitz müssen die Haltesysteme hier auch für einen optimalen Winkel zur Sonne sorgen. Das ist wichtig, um möglichst viel der kostenfreien Solarenergie tatsächlich nutzen zu können. Zum Einsatz kommen dabei aufgeständerte Konstruktionen. Diese bestehen aus einem leichten und stabilen Tragwerk, das fest mit dem Dach verbunden wird. Es nimmt die Solarmodule auf und ermöglicht eine einfache Verkabelung. Nachteil dieser Befestigungsart ist die nötige Durchdringung der Dachhaut. Erfolgt diese nicht fachgerecht, könnte Wasser eindringen und das Dach beschädigen.

Einige Systeme zur Montage einer Photovoltaikanlage sind zudem beweglich. Sie drehen sich automatisch zur Sonne und bringen die Module dabei zu jeder Zeit in eine optimale Position. Die Technik ist zwar etwas teurer, sorgt aber auch für einen höheren Ertrag der Solarstromanlage. Ob sie sich lohnt, kann ein Installateur im Einzelfall entscheiden. 

Montage einer Photovoltaikanlage an der Fassade

Geht es um die Befestigung der Solarmodule an der Hauswand, unterscheiden Experten die Installation an der Warm- und an der Kaltfassade. Bei einer Warmfassade sind die Photovoltaikmodule ein Teil der Außenhaut eines Gebäudes. Sie übernehmen Aufgaben wie die Wärmedämmung und schützen das Haus vor Wind und Wetter. Die Systeme sind aufwendig und kommen überwiegend im Neubaubereich zum Einsatz. Möchten Hausbesitzer die Energie der Sonne dagegen auch über eine bestehende Hauswand gewinnen, eignet sich die vorgehängte Installation (Kaltfassade). Dabei befestigen Handwerker Schienen an der Hauswand. Diese nehmen dann die Module auf und sorgen für einen sicheren Halt. 

Montage einer Photovoltaikanlage in Eigenregie

Einige Hausbesitzer möchten die Solartechnik selbst installieren, um damit Kosten zu sparen. Auch wenn das generell möglich ist, raten wir zur Unterstützung durch einen Fachmann. Denn dieser ist speziell ausgebildet und hat viel Erfahrung in der Montage von Photovoltaikanlagen. Er führt alle Arbeiten fachgerecht aus und muss bei Baufehlern und Schäden haften.  

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Wer die Montage einer Photovoltaikanlage plant, hat heute viele verschiedene Tragsysteme zur Auswahl. Allen gemeinsam ist: Sie garantieren einen festen Sitz und ermöglichen darüber hinaus eine möglichst einfache und zeitsparende Installation. Welche Produkte dabei zum Einsatz kommen, richtet sich neben den Fabrikaten der Module vor allem nach deren Einbaulage. Unterscheiden kann man dabei die Installation auf Schrägdächern, Flachdächern oder an Fassaden. Um Probleme zu vermeiden, sollten Experten die Arbeiten durchführen. 

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