Solarspeicher kaufen: Diese Tipps helfen

Mit einem Stromspeicher laufen Kühlschrank, Fernseher und Co. auch dann mit selbst produziertem Strom, wenn es draußen längst dunkel ist. Dazu nehmen Akkus die Energie einer Photovoltaikanlage auf und sorgen dafür, dass der Bezug aus dem öffentlichen Netz sinkt. Worauf Hausbesitzer achten sollten, wenn sie Solarspeicher kaufen, und was diese kosten, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Solarspeicher kaufen – Auf die Technik kommt es an

Solarspeicher bevorraten die elektrische Energie einer Solarstromanlage in chemischer Form. Wie effizient das funktioniert, hängt vor allem von der eingesetzten Technik ab. Möchten Sie heute einen Solarspeicher kaufen, stehen Ihnen dabei zwei Arten von Batteriespeichern zur Auswahl:

  • Strompeicher mit Blei-Akkumulatoren
  • Stromspeicher mit Lithium-Ionen-Akkumulatoren
Frau will Solarspeicher kaufen und hält die Sonne in ihren Händen
© cristina_conti / Fotolia

Solarspeicher mit Blei-Akkumulatoren kaufen?

Blei-Säure- oder Blei-Gel-Akkumulatoren sind groß und schwer. Sie können vergleichsweise wenig Energie bevorraten und das auch nur mit einem eher geringen Wirkungsgrad. So gehen beim Be- und Entladen bis zu 25 Prozent des kostbaren Solarstroms verloren. Die Technik, die zum Beispiel Autos schon lange zuverlässig mit Energie versorgt, hat aber noch einen weiteren Nachteil. Sie erreicht nur 2.000 bis 3.000 Ladezyklen. Auch wenn die Energiespeicher günstig sind, halten sie somit kaum länger als zehn Jahre.

Solarspeicher mit Lithium-Ionen-Akku kaufen

Eine bessere Möglichkeit bieten dabei Energiespeicher auf Lithium-Ionen-Basis. Diese wiegen ebenfalls, können bei gleicher Größe aber mehr Strom speichern. Als günstig erweist sich die Technik vor allem durch den hohen Wirkungsgrad und die lange Lebenszeit. So erreichen Lithium-Ionen-Akkus, wie sie unter anderem auch in Smartphones und Tablets eingesetzt werden, Wirkungsgrade von 90 bis 95 Prozent. Mit bis zu 5.000 Ladezyklen halten sie dabei oft länger als 20 Jahre.

Photovoltaik-Speicher: Die passende Größe

Wollen Verbraucher einen Solar- oder Photovoltaik-Speicher kaufen, kommt es auf die richtige Größe an. Während zu kleine Speicher nicht genügend Energie bevorraten, arbeiten zu große oft unwirtschaftlich. Experten empfehlen dabei eine Kapazität von einer Kilowattstunde für jedes Kilowatt Spitzenleistung der Photovoltaikanlage (1 kWh pro 1 kWp).

Photovoltaik-Speicher nach dem Kaufen richtig einbinden

Photovoltaik-Speicher lassen sich sowohl im Wechsel- als auch im Gleichstromnetz der Hausanlage integrieren. Energetisch sinnvoll ist vor allem die Einbindung ins Gleichstromnetz, also zwischen den Solarstrommodulen und dem Photovoltaik-Wechselrichter. Der Grund dafür ist, dass auch die Speicher mit Gleichstrom arbeiten und der Strom auf diese Weise weniger oft umgewandelt werden muss. Das spart Energie und senkt die Stromkosten.

Nicht alle am Markt verfügbaren Speicher passen ohne Weiteres zu bestehenden Anlagen. Wollen Hausbesitzer für vorhandene Solartechnik einen Solarspeicher kaufen, kann sich die Einbindung ins Wechselstromnetz lohnen. Das Bauteil ist dabei mit einem eigenen Wechselrichter ausgestattet, der den Strom zum Be- und Entladen in die jeweilige Form umwandelt. Während das zwar mit höheren Verlusten verbunden ist, ermöglicht die Lösung einen flexiblen Einsatz der Technik.

Individuelle Beratung für hohe Effizienz

Wollen Bauherren oder Hausbesitzer einen Solarspeicher kaufen, empfehlen wir die individuelle Beratung durch einen Installateur. Dieser findet die passende Technik für das jeweilige Haus und ermöglicht somit einen wirtschaftlich und ökologisch günstigen Betrieb.

Kosten und Fördermittel beim Solarspeicher-Kauf

Mit der rasanten Weiterentwicklung der Technologie sind die Preise für Solarspeicher in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Vor allem die geringeren Kosten für effiziente Lithium-Ionen-Technik ermöglichen heute einen wirtschaftlichen Einsatz. Während eine Kapazität von einer Kilowattstunde bei einem Blei-Akku rund 500 Euro kostet, können Verbraucher für 750 bis 1.000 Euro pro Kilowattstunde auch Lithium-Solarspeicher kaufen.

Staatliche Fördermittel für höhere Wirtschaftlichkeit

Fördermittel für Stromspeicher gibt es insbesondere über regionale Programme. Hohe Zuschüsse erhalten Sie in Sachsen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Berlin und Bayern. Daneben gibt es eine Lösung von der Kreditbank für Wiederaufbau (KfW): das Programm 270, mit dem die Anschaffung des Solarspeichers in Form eines Darlehens gefördert wird. Weitere Information zur Förderung geben wir im Beitrag „Förderung der Solartechnik“.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Wenn Verbraucher einen Solarspeicher kaufen, können sie ihre Haushaltsgeräte auch nachts mit selbst produziertem Strom aus der Photovoltaikanlage betreiben. Sie müssen weniger Energie aus dem öffentlichen Netz beziehen und senken ihre Kosten deutlich. Damit sich die Photovoltaik-Speicher wirtschaftlich einsetzen lassen, kommt es neben der richtigen Größe auch auf die Art der Technik und ihre Einbindung ins Hausnetz an. Ein Installateur berät individuell und hilft, die passenden Fördermittel zu beantragen.
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