Pelletpreise - Verlauf und Entwicklung

Pellets gelten als relativ preiswerte, umweltschonende Alternative zu Heizöl und Gas. Kein Wunder also, dass die zusammengepressten Holzstücke seit Jahren immer mehr Verwendung finden. Bestimmt werden die Pelletpreise von vielen Faktoren. Außerdem unterliegen sie Schwankungen, besonders im saisonalen Zusammenhang. Welche das sind und worauf Sie beim Kauf von Pellets achten sollten, darum geht es in den folgenden Abschnitten.

Pelletpreise: Aktueller Trend und Verlauf der Preise

Um die Pelletpreise beurteilen zu können, müssen die Kosten in einen Zusammenhang gesetzt werden. In der Regel wird dafür immer der Preis pro Tonne Pellets betrachtet. Weiterhin gilt es mit Hinblick auf die Pelletpreise zu berücksichtigen, dass es sich hierbei um einen liberalisierten Markt handelt. Verbraucher haben also eine freie Anbieterwahl und können demzufolge selbst bestimmen, bei welchem Anbieter sie die Pellets bestellen. Es ist anzuraten, die Preise vor der Bestellung zu vergleichen.

Die Grafik zeigt den Verlauf der Brennstoffkostenentwicklung in Deutschland bis November 2019.

Positiver Verlauf der Pelletpreise

Die Pelletpreisentwicklung verläuft durchaus positiv für den Verbraucher, ganz besonders in den letzten drei Jahren. Befanden sich diese vor zehn Jahren, als die Pelletheizungen langsam populärer wurden, noch in einer Preisklasse von rund 220 bis 230 Euro pro Tonne (bei einer Abnahme von sechs Tonnen), sind sie seither aber leicht angestiegen. Ihren vorläufigen Zenit erreichten sie im Jahr 2013, als der Durchschnitt für eine Tonne Pellets bei rund 273 Euro lag. Seitdem befinden sie sich aber wieder auf einem leichten Abwärtstrend, mittlerweile fallen rund 250 Euro pro Tonne (Stand: November 2019) an. 

Hier gilt es nach wie vor zu berücksichtigen, dass sich die Pelletpreise nach regionalen Gegebenheiten, der Saison und der Abnahmemenge unterscheiden können. Die genannten Werte orientieren sich an den Angaben vom Deutschen Pelletinstitut GmbH. Es ist damit zu rechnen, dass die Pelletpreise in den nächsten Jahren konstant bleiben oder leicht ansteigen werden - aufgrund des immer häufigeren Einsatzes der Pelletheizung und der damit höheren Nachfrage.

Einflussfaktoren auf die Pelletpreise

Holzpellets mit Rechner - Pelletspreise
© maho / Fotolia

Die geografische Lage spielt sogar in einem verhältnismäßig kleinem Land wie Deutschland eine Rolle. Aufgrund des höheren Vorkommens sind die Pelletpreise im Süden oftmals etwas niedriger als im Norden. Weitere Einflussfaktoren sind beispielsweise,

  • wie nah und wie viele Hektar Waldfläche in der direkten Umgebung liegen
  • wie weit der Lieferort vom Werk des Herstellers entfernt ist
  • wie viele Händler es in der Region gibt

Mehr Händler versprechen natürlich auch mehr Wettbewerb und dadurch insgesamt geringere Preise. Bayern verfügt tendenziell über die niedrigsten Pelletpreise.

Die Nachfrage steigt kontinuierlich

Möchten Sie günstig Pellets kaufen, sollten Sie die Bestellung außerhalb vom Winter und auch nicht unmittelbar vor der kalten Jahreszeit auslösen. Wenn es draußen langsam wieder kälter wird, steigen bei den Lieferanten zugleich die Bestellungen für Pellets. Diese gestiegene Nachfrage spiegelt sich selbstredend direkt im Preis wider. Das ist der Grund, weshalb die Pelletpreise zum Beginn des Frühlings meist fallen, während sie im Herbst und vor allem zum Winter hin wieder stärker ansteigen. Wer saisonale Schwankungen berücksichtigt, kann also kräftig sparen. Die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten können rund 10 bis 15 Prozent ausmachen, was sich bei einer Tonne immerhin zu rund 20 bis 30 Euro summiert.

Qualität der Pellets als weiteres Kriterium

Die Pelletpreise werden ebenfalls durch die Qualität der Pellets selbst beeinflusst. Entscheidende Faktoren sind beispielsweise die Aschebildung (möglichst gering), die Verbrennungseigenschaften oder die Stabilität der Pellets. Die Stabilität ist deshalb wichtig, weil Pellets mit geringerer Stabilität einerseits schlechter verbrennen und andererseits starke Rückstände in der Anlage zurücklassen können. Das wiederum führt zu häufigeren Wartungen oder einem allgemein ineffizienteren Betrieb. 

EU-Norm bestimmt Qualität von Pellets

Der aktuell höchste Standard heißt "EU-Norm 14961-2", welcher zudem noch in A1 und A2 untergliedert wird. Die zusätzliche Klasse B steht für Industriequalität. Pellets der Klasse A1 garantieren einen geringeren Aschegehalt und kosten deshalb üblicherweise etwas mehr. Pellets von einer generell niedrigen Qualität, die nicht diese Norm erfüllen, sollten gemieden werden. Die hier geringeren Pelletpreise lohnen sich oft nicht. Denn die Effizienz ist bei der Verbrennung so stark reduziert, dass Sie viel mehr Pellets als bei einem qualitativ hochwertigen Produkt zum Heizen nutzen müssten. Außerdem kann die Nutzung zu viel regelmäßigeren Reinigungen nach sich ziehen. Darüber hinaus sind billige Pellets oftmals sehr brüchig und staubig und können somit Ihre Zuleitung zur Pelletheizung verstopfen.

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Die Pelletpreise werden unter anderem von der Bestellmenge, der Qualität und dem Zeitpunkt der Bestellung beeinflusst. Die günstigsten Pelletpreise erzielen Verbraucher vor allem außerhalb der Heizsaison. 
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