Verlauf und Entwicklung der Pelletspreise

Pellets gelten als relativ preiswerte, umweltschonende Alternative zu Heizöl und Gas. Die Pelletspreise bestimmen, wie viel diese zusammengepressten Holzstücke am freien Markt kosten. Vor Schwankungen, besonders im saisonalen Zusammenhang, sind natürlich auch die Pelletspreise keinesfalls sicher.

Holzpellets mit Rechner - Pelletspreise

Pelletspreise: aktueller Trend und Verlauf der Preise

Um die Pelletspreise beurteilen zu können, müssen die Kosten in einen Zusammenhang gesetzt werden. In der Regel wird dafür immer der Preis pro Tonne Pellets betrachtet. Eine Betrachtung nach Volumen oder Leistung macht indes keinen Sinn, da es sich bei den Pellets um zusammengepresste Holzstücke handelt. Diese nach dem Gewicht zu beurteilen ist also naheliegend. Weiterhin gilt es mit Hinblick auf die Pelletspreise zu berücksichtigen, dass es sich hierbei um einen liberalisierten Markt handelt. Verbraucher haben also eine freie Anbieterwahl und können demzufolge selber bestimmen, bei welchem Anbieter die Pellets bestellt werden. Es ist anzuraten, die Preise vor der Bestellung zu vergleichen.

Die Entwicklung der Pelletspreise verläuft durchaus positiv für den Verbraucher, ganz besonders in den letzten drei Jahren. Befanden sich diese vor zehn Jahren, als die Pelletheizungen langsam populärer wurden, noch in einer Preisklasse von rund 190 bis 220 Euro pro Tonne, sind sie seither aber leicht angestiegen. Ihren vorläufigen Zenit erreichten sie im Jahr 2013, als der Durchschnitt für eine Tonne Pellets bei rund 273 Euro lag. Seitdem befinden sie sich aber wieder auf einem leichten Abwärtstrend, mittlerweile fallen rund 230 Euro pro Tonne an. Hier gilt es nach wie vor zu berücksichtigen, dass sich die Pellets Preise nach regionalen Gegebenheiten, der Saison und der Abnahmemenge unterscheiden können. Die genannten Werte orientieren sich an den Angaben vom Deutschen Pelletinstitut GmbH. Es ist damit zu rechnen, dass die Pelletspreise in den nächsten Jahren konstant bleiben oder leicht ansteigen werden – aufgrund des immer häufigeren Einsatzes der Pelletheizung und der damit höheren Nachfrage.

Einflussfaktoren auf die Pelletspreise

Die geografische Lage spielt sogar in einem verhältnismäßig kleinem Land wie Deutschland eine Rolle. Aufgrund des höheren Vorkommens sind die Pelletspreise im Süden oftmals etwas niedriger als im Norden. Weitere Einflussfaktoren sind beispielsweise, wie nah und wie viele Hektar Waldfläche in der direkten Umgebung liegen, wie weit der Lieferort vom Werk des Herstellers entfernt ist und wie viele Händler es in der Region gibt – mehr Händler versprechen natürlich auch mehr Wettbewerb und dadurch insgesamt geringere Preise. Bayern verfügt tendenziell über die niedrigsten Pelletspreise.

Saisonale Unterschiede sind ebenfalls nicht zu verachten. Wie bei allen Rohstoffen, mit denen Heizsysteme betrieben werden, macht es mehr Sinn, wenn diese im Frühling oder Sommer vorausschauend bestellt werden. In der Wintersaison selber befinden sich die Preise für Pellets hingegen auf dem vorläufigen Höchststand. Die Unterschiede zwischen den Jahreszeiten können rund 10 bis 15 Prozent ausmachen, was sich bei einer Tonne immerhin zu rund 20 bis 30 Euro summiert.

Qualität der Pellets als weiteres Kriterium

Die Pelletspreise werden ebenfalls durch die Qualität der Pellets selbst beeinflusst. Entscheidende Faktoren sind beispielsweise die Aschebildung (möglichst gering), die Verbrennungseigenschaften oder die Stabilität der Pellets. Die Stabilität ist deshalb wichtig, weil Pellets mit geringerer Stabilität einerseits schlechter verbrennen und andererseits starke Rückstände in der Anlage zurücklassen können, was häufigere Wartungen oder einen allgemein ineffizienteren Betrieb ergibt. Der Mindeststandard der Pellets sollte die DIN EN ISO 17225-2 (A1) einhalten. Einige Marken bieten auch höhere Standards in Form von Premium-Pellets an. Die Pelletspreise hierfür sind natürlich höher bemessen, dafür hinterlassen diese weniger Rückstände und verfügen normalerweise auch über mehr Energie in der Verbrennung.

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