Pellets: Preisentwicklung für Holzpellets

Holzpellets sind seit vielen Jahren zu annähernd gleichen Preisen erhältlich und kosten meist weniger als Öl oder Gas. Trotzdem gibt auch für Pellets eine Preisentwicklung, die sich im Auge zu behalten lohnt. Mit den Tipps in diesem Artikel können Hausbesitzer beim Einkauf der Rohstoffe sparen. Außerdem geben wir einen Überblick über die vergangenen Pelletspreise und wagen eine Prognose, wie die Entwicklung für Pelletspreise in Zukunft aussehen wird.

Pellets: Die Preisentwicklung der vergangenen Jahre  

Wer einen Blick auf die Zahlen der vergangenen Jahre wirft, stellt fest, dass sich die Preise für Holzpellets bisher kaum verändert haben. So kostet eine Tonne heute rund 240 Euro. Am teuersten waren sie gemäß der Preisentwicklung im Januar 2014. Damals lag der Preis bei rund 280 Euro pro Tonne. Den Tiefpunkt der letzten fünf Jahre erreichten die Preisentwicklung für Pellets mit rund 230 Euro im September 2016. Aktuell (Juni 2020) liegt der Preis für Pellets bei etwa 204 Euro je Tonne. Seit 2015 schwankte die Pelletspreise um maximal 30 Euro pro Tonne. Bei einem Jahresverbrauch von etwa fünf Tonnen ließ die Preisentwicklung für Heizpellets die Heizkosten in den letzten Jahren damit um etwa 150 Euro schwanken. Zum Vergleich: Der Ölpreis veränderte sich in den letzten drei Jahren so stark, dass die Heizkosten in einem typischen Einfamilienhaus um bis zu 750 Euro schwanken konnten.

Die Grafik zeigt die Brennstoffkosten in Deutschland bis Juli 2020

Einflussfaktoren auf Pellets-Preisentwicklung

Holzpellets stammen überwiegend aus heimischer Produktion. Während die Rohmaterialien zu etwa 90 Prozent aus Industrie-Abfällen bestehen, kommen etwa 10 Prozent aus dem Wald. Ausgangsstoffe sind dabei vor allem nicht sägefähige Rundhölzer. Diese verursachen mehr Aufwand bei der Holzpellets-Herstellung sodass ein höherer Anteil zu steigenden Preisen führen würde.

Einen weiteren Einfluss auf die Preisentwicklung der Pellets haben auch die Produktions- und Lagerkapazitäten der Hersteller. Sind diese knapp, erschöpfen sie bei einer hohen Nachfrage schnell. Das geringere Angebot lässt die Kosten steigen. Das war übrigens auch einer der Gründe für die vergleichsweise hohen Preise im Winter 2014/2015.

Entscheidend für die Pellets-Preisentwicklung ist außerdem das Verhältnis von Angebot und Nachfrage am Markt. Holzpellets gelten zwar als regenerativ, sind aber auch nur in einem begrenzten Maß verfügbar. Wechseln viele Haushalte bei einem Heizungstausch auf eine Pelletheizung, wären die nachhaltig möglichen Herstellungskapazitäten erschöpft und die Preise könnten ansteigen.

Prognose: Die Pellets-Preisentwicklung in Zukunft  

Bis auf leichte saisonale Schwankungen wird die Pellets-Preisentwicklung in der nahen Zukunft stabil bleiben. Hohe Anstiege oder tiefe Einbrüche der Preise für Holzpellets sind vorerst nicht zu erwarten. Wie sich die Pelletspreise in ferner Zukunft entwickeln, bleibt jedoch abzuwarten. Das Verhältnis von Liefermengen, Produktionsmengen und Kapazitäten spricht jedoch dafür, dass sich der Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzt.

Heute liegt der Verbrauch in Deutschland mit 2.200 tausend Tonnen unter dem Produktionsvolumen von 2.300 tausend Tonnen. Die verfügbaren Kapazitäten sind mit 3.600 tausend Tonnen deutlich größer und lassen Luft, auch wenn sich viele Haushalte für eine neue Pelletheizung entscheiden. (Quelle: DEPI / Prognose für 2018).

Pelletpreisentwicklung wirkt sich auf die Heizkosten aus
© mm_201 / Fotolia

Pellets: Preisentwicklung beobachten und sparen    

Wer beim Einkauf der Pellets sparen und die Heizkosten senken möchte, sollte die Pellets-Preisentwicklung beobachten. Am günstigsten sind die Rohstoffe dabei meist in Zeiten niedriger Nachfrage, also im Frühjahr oder im Sommer. In diesem Zeitraum ist der Rohstoff Holz in der Regel gut verfügbar. Die Lager der Hersteller sind voll. Deshalb bietet die Industrie immer wieder zahlreiche Preisnachlässe an. Preisrechner helfen, mehrere Anbieter einfach zu vergleichen und so die besten Pelletspreise zu bekommen. 

Große Liefermengen für geringere Pelletpreise  

Tanken Hausbesitzer größere Mengen auf einmal, honorieren Hersteller das mit einem günstigeren Preis. Es lohnt sich also, das eigene Lager voll zu befüllen oder Pellets sogar gemeinsam mit den Nachbarn zu bestellen.

Schüttware oder BigBags statt Pellets in Säcken  

Genau wie die Liefermenge wirkt sich auch die Art der Abpackung auf die Pelletpreise aus. Während Schüttware am günstigsten ist, bilden BigBags (flexible Transportbehälter für etwa eine Tonne) das Mittelfeld. Sackware, die es auch im Baumarkt zu kaufen gibt, kostet in der Regel am meisten. Sie lohnt sich nur dann, wenn der Platz im Haus knapp ist und Verbraucher nur selten mit Pelletöfen heizen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Die Preisentwicklung für Pellets unterlag in den vergangenen Jahren nur geringen Schwankungen. Bezogen auf ein Einfamilienhaus, änderten sich die Heizkosten dadurch um weniger als 150 Euro im Jahr. Wer beim Pelletkauf sparen möchte, sollte dennoch Preise vergleichen und am besten antizyklisch kaufen. Vor allem zu Beginn der zweiten Jahreshälfte sind die Pelletspreise dabei in der Regel am günstigsten.
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