Pelletpreisentwicklung: Die Preise für Holzpellets

Mit einer Pelletheizung setzen Hausbesitzer auf einen nachhaltigen und günstigen Brennstoff. Denn Holzpellets sind seit vielen Jahren zu annähernd gleichen Preisen erhältlich und kosten meist weniger als Öl oder Gas. Wir geben einen Überblick über die vergangene Pelletpreisentwicklung und wagen eine Prognose, wie sich die Pelletspreise in Zukunft verändern. Außerdem geben wir Tipps, mit denen Hausbesitzer beim Einkauf der Rohstoffe sparen können. 

Die Pelletpreisentwicklung der vergangenen Jahre  

Wer einen Blick auf die Zahlen der vergangenen Jahre wirft, stellt fest, dass sich die Preise für Holzpellets bisher kaum verändert haben. So kostet eine Tonne heute rund 240 Euro. Am teuersten waren Holzpellets im Januar 2014. Damals lag der Preis bei rund 280 Euro pro Tonne. Den Tiefpunkt der letzten fünf Jahre erreichten die Pelletpreise mit rund 230 Euro im September 2016. Aktuell (November 2019) liegt der Preis für Pellets bei etwa 250 Euro je Tonne. Seit 2015 schwankten die Pelletspreise um maximal 30 Euro pro Tonne. Bei einem Jahresverbrauch von etwa fünf Tonnen ließ die Pelletpreisentwicklung die Heizkosten in den letzten Jahren damit um etwa 150 Euro schwanken. Zum Vergleich: Der Ölpreis veränderte sich in den letzten drei Jahren so stark, dass die Heizkosten in einem typischen Einfamilienhaus um bis zu 750 Euro schwanken konnten.

Die Grafik zeigt die aktuellen Brennstoffkosten in Deutschland bis einschließlich Januar 2020.

Einflussfaktoren auf die Preisentwicklung der Holzpellets  

Holzpellets stammen überwiegend aus heimischer Produktion. Während die Rohmaterialien zu etwa 90 Prozent aus Industrie-Abfällen bestehen, kommen etwa 10 Prozent aus dem Wald. Ausgangsstoffe sind dabei vor allem nicht sägefähige Rundhölzer. Diese verursachen mehr Aufwand bei der Holzpellets-Herstellung sodass ein höherer Anteil zu steigenden Preisen führen würde.

Einen weiteren Einfluss auf die Preisentwicklung der Holzpellets haben auch die Produktions- und Lagerkapazitäten der Hersteller. Sind diese knapp, erschöpfen sie bei einer hohen Nachfrage schnell. Das geringere Angebot lässt die Kosten steigen. Das war übrigens auch einer der Gründe für die vergleichsweise hohen Preise im Winter 2014/2015.

Entscheidend für die Pelletpreisentwicklung ist außerdem das Verhältnis von Angebot und Nachfrage am Markt. Holzpellets gelten zwar als regenerativ, sind aber auch nur in einem begrenzten Maß verfügbar. Wechseln viele Haushalte bei einem Heizungstausch auf eine Pelletheizung, wären die nachhaltig möglichen Herstellungskapazitäten erschöpft und die Preise könnten ansteigen.

Prognose: So könnten sich die Pelletpreise in Zukunft verändern  

Bis auf leichte saisonale Schwankungen wird die Pelletpreisentwicklung in der nahen Zukunft stabil bleiben. Hohe Anstiege oder tiefe Einbrüche der Preise für Holzpellets sind vorerst nicht zu erwarten. Wie sich die Pelletpreise in ferner Zukunft entwickeln, bleibt jedoch abzuwarten. Das Verhältnis von Liefermengen, Produktionsmengen und Kapazitäten spricht jedoch dafür, dass sich der Trend auch in den kommenden Jahren fortsetzt.

Heute liegt der Verbrauch in Deutschland mit 2.200 tausend Tonnen unter dem Produktionsvolumen von 2.300 tausend Tonnen. Die verfügbaren Kapazitäten sind mit 3.600 tausend Tonnen deutlich größer und lassen Luft, auch wenn sich viele Haushalte für eine neue Pelletheizung entscheiden. (Quelle: DEPI / Prognose für 2018).

Pelletpreisentwicklung wirkt sich auf die Heizkosten aus
© mm_201 / Fotolia

Tipp: Pelletpreisentwicklung beobachten und Kosten sparen    

Wer beim Einkauf der Pellets sparen und die Heizkosten senken möchte, sollte die Pelletpreisentwicklung beobachten. Am günstigsten sind die Rohstoffe dabei meist in Zeiten niedriger Nachfrage, also im Frühjahr oder im Sommer. In diesem Zeitraum ist der Rohstoff Holz in der Regel gut verfügbar. Die Lager der Hersteller sind voll. Deshalb bietet die Industrie immer wieder zahlreiche Preisnachlässe an. Preisrechner helfen, mehrere Anbieter einfach zu vergleichen und so die besten Pelletspreise zu bekommen. 

Große Liefermengen für geringere Pelletpreise  

Tanken Hausbesitzer größere Mengen auf einmal, honorieren Hersteller das mit einem günstigeren Preis. Es lohnt sich also, das eigene Lager voll zu befüllen oder Pellets sogar gemeinsam mit den Nachbarn zu bestellen.

Schüttware oder BigBags statt Pellets in Säcken  

Genau wie die Liefermenge wirkt sich auch die Art der Abpackung auf die Pelletpreise aus. Während Schüttware am günstigsten ist, bilden BigBags (flexible Transportbehälter für etwa eine Tonne) das Mittelfeld. Sackware, die es heute sogar im Baumarkt zu kaufen gibt, kostet in der Regel am meisten. Sie lohnt sich nur dann, wenn der Platz im Haus knapp ist und Verbraucher nur selten mit Pelletöfen heizen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Die Pelletpreisentwicklung unterlag in den vergangenen Jahren nur geringen Schwankungen. Bezogen auf ein Einfamilienhaus, änderten sich die Heizkosten dabei um weniger als 150 Euro im Jahr.  Wer beim Pelletkauf sparen möchte, sollte dennoch Preise vergleichen und am besten antizyklisch kaufen. Vor allem zu Beginn der zweiten Jahreshälfte sind die Pelletspreise dabei in der Regel am günstigsten.
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