Pellets: Preisentwicklung für Holzpellets

Holzpellets sind seit vielen Jahren zu annähernd gleichen Preisen erhältlich und kosten meist weniger als Öl oder Gas. Trotzdem gibt auch für Pellets eine Preisentwicklung, die sich im Auge zu behalten lohnt. Mit den Tipps in diesem Artikel können Hausbesitzer beim Einkauf der Rohstoffe sparen. Außerdem geben wir einen Überblick über die vergangenen Pelletspreise und wagen eine Prognose, wie die Entwicklung für Pelletspreise in Zukunft aussehen wird.

Pellets: Die Preisentwicklung der vergangenen Jahre  

Wer einen Blick auf die Zahlen der vergangenen Jahre wirft, stellt fest, dass sich die Preise für Holzpellets eine ganze Zeit kaum verändert haben. Der Höchststand war eine ganze Zeit im Januar 2014 mit rund 280 Euro pro Tonne. 2021 war der Preis über das Jahr gesehen vergleichsweise stabil und lag zwischen 220 und 250 Euro je Tonne. Zum Jahresende erhöhte sich der Pelletpreis dann bereits auf knapp 300 Euro. 2022 hat sich das Bild der stabilen Pellet-Preisentwicklung gravierend geändert. Seit Jahresbeginn steigt der Preis für Holzpellets und ist im August 2022 mit 682,98 Euro je Tonne (bei Abnahme von sechs Tonnen) auf dem höchsten Niveau der letzten Jahre. Dies ist jedoch nur ein Richtwert. Je nach Wohnort und Qualität der Pellets kann dieser Preis je Tonne auch darüber oder darunter liegen. 

Grundsätzlich und das zeigt auch die nachfolgende Grafik liegt der Preis für Pellets immer noch unter denen anderer Energieträger.

Die Grafik zeigt die Pelletpreisentwicklung bis August 2022

Einflussfaktoren auf Pellets-Preisentwicklung

Holzpellets stammen überwiegend aus heimischer Produktion. Während die Rohmaterialien zu etwa 90 Prozent aus Industrie-Abfällen bestehen, kommen etwa 10 Prozent aus dem Wald. Ausgangsstoffe sind dabei vor allem nicht sägefähige Rundhölzer. Diese verursachen mehr Aufwand bei der Holzpellets-Herstellung sodass ein höherer Anteil zu steigenden Preisen führen würde.

Einen weiteren Einfluss auf die Preisentwicklung der Pellets haben auch die Produktions- und Lagerkapazitäten der Hersteller. Sind diese knapp, erschöpfen sie bei einer hohen Nachfrage schnell. Das geringere Angebot lässt die Kosten steigen. Das war übrigens auch einer der Gründe für die vergleichsweise hohen Preise im Winter 2014/2015.

Entscheidend für die Pellets-Preisentwicklung ist außerdem das Verhältnis von Angebot und Nachfrage am Markt. Holzpellets gelten zwar als regenerativ, sind aber auch nur in einem begrenzten Maß verfügbar. Wechseln viele Haushalte bei einem Heizungstausch auf eine Pelletheizung, wären die nachhaltig möglichen Herstellungskapazitäten erschöpft und die Preise könnten ansteigen.

Prognose: Die Pellets-Preisentwicklung in Zukunft  

Bis auf leichte saisonale Schwankungen war die Pellet-Preisentwicklung immer stabil. Hohe Anstiege oder tiefe Einbrüche der Preise für Holzpellets wurden nur selten erwartet. Wie sich die Pelletspreise in Zukunft entwickeln, bleibt jedoch abzuwarten. Denn aktuell befindet sich der Preis auf einem hohen Niveau. Die Nachfrage steigt nach erneuerbaren Energieträgern und Gas sowie Öl sind Auslaufmodelle. Das Verhältnis von Liefermengen, Produktionsmengen und Kapazitäten wird hier entscheidend sein, wie und ob sich der Trend fortsetzen wird.

Grundsätzlich liegt der Verbrauch in Deutschland mit 2.200 tausend Tonnen unter dem Produktionsvolumen von 2.300 tausend Tonnen. Die verfügbaren Kapazitäten sind mit 3.600 tausend Tonnen deutlich größer und lassen Luft, auch wenn sich viele Haushalte für eine neue Pelletheizung entscheiden. (Quelle: DEPI).

Pelletpreisentwicklung wirkt sich auf die Heizkosten aus
© mm_201 / Fotolia

Pellets: Preisentwicklung beobachten und sparen    

Wer beim Einkauf der Pellets sparen und die Heizkosten senken möchte, sollte die Pellets-Preisentwicklung beobachten. Am günstigsten sind die Rohstoffe dabei meist in Zeiten niedriger Nachfrage, also im Frühjahr oder im Sommer. In diesem Zeitraum ist der Rohstoff Holz in der Regel gut verfügbar. Die Lager der Hersteller sind voll. Deshalb bietet die Industrie immer wieder zahlreiche Preisnachlässe an. Preisrechner helfen, mehrere Anbieter einfach zu vergleichen und so die besten Pelletspreise zu bekommen. 

Große Liefermengen für geringere Pelletpreise  

Tanken Hausbesitzer größere Mengen auf einmal, honorieren Hersteller das mit einem günstigeren Preis. Es lohnt sich also, das eigene Lager voll zu befüllen oder Pellets sogar gemeinsam mit den Nachbarn zu bestellen.

Schüttware oder BigBags statt Pellets in Säcken  

Genau wie die Liefermenge wirkt sich auch die Art der Abpackung auf die Pelletpreise aus. Während Schüttware am günstigsten ist, bilden BigBags (flexible Transportbehälter für etwa eine Tonne) das Mittelfeld. Sackware, die es auch im Baumarkt zu kaufen gibt, kostet in der Regel am meisten. Sie lohnt sich nur dann, wenn der Platz im Haus knapp ist und Verbraucher nur selten mit Pelletöfen heizen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Die Preisentwicklung für Pellets unterlag in den vergangenen Jahren nur geringen Schwankungen. Das ändert sich aufgrund der angespannten Lage aktuell. Wer beim Pelletkauf sparen möchte, sollte die Preise vergleichen und am besten antizyklisch kaufen. 
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