Heizkosten für Holz: So viel kosten Pellets und Co.

Eine Holzheizung gilt als umweltfreundlich, effizient und ist langfristig eine gute Wahl. Ein entscheidender Faktor der laufenden Kosten ist der Brennstoff selbst. Die Wahl ist nicht immer ein leichtes, weshalb sie mit Hinblick auf die Heizkosten für Holz möglichst sorgfältig getroffen werden sollte. 

Wichtiges zu den Heizkosten für Holz

Heizkosten für Holz unterliegen, unabhängig vom Rohstoff, immer geringeren Schwankungen als fossile Brennstoffe. Das gibt Ihnen mehr Planungssicherheit und hilft, präziser mit den laufenden Kosten und dem eigenen Budget zu planen. Genauso sind für die Kosten, aufgrund der schwankenden Effizienz, eine sorgfältige Heizungswartung und die richtige Lagerung des Brennstoffes wichtig. Zudem eignet sich nicht jeder Brennstoff auch für jedes Heizsystem. Während Sie sich also für eine Anlage beziehungsweise einen Ofen entscheiden, sollten Sie bereits einen Blick auf die Unterschiede bei den Brennstoffen werfen. Zwischen drei großen Varianten wird hier unterschieden: Pellets, Hackschnitzel und klassisches Brennholz. Im Folgenden sollen die Heizkosten für das Holz gegenübergestellt werden.

Pellets zum Heizen als alternative Energiequelle mit Taschenrechner
© Gina Sanders / Fotolia

Heizkosten für Hackschnitzel

Hackschnitzel sind unkompliziert im Handling, benötigen aber viel Platz. Ungefähr 1,5 bis zwei Kubikmeter Lagerfläche werden notwendig, um eine Kilowattstunde Leistung zu erzielen. Die Heizkosten für dieses Holz reduzieren sich, wenn eine ideale Restfeuchtigkeit erreicht wird, ungefähr zwischen zehn und 18 Prozent. Dann erreicht jedes Kilogramm ungefähr einen Energiewert von rund 4,1 kWh. Weil es sich bei Hackschnitzel um sogenanntes "Restholz" handelt, welches in Form von Rückständen ohnehin existiert, ist dieses in der Anschaffung sehr günstig.

Unter anderem sind das Resthölzer von der Durchforstung oder Rückstände einer industriellen Verwertung von Holz, welche nicht mehr anderweitig genutzt werden können. Hackschnitzel erreichen bei einer entsprechenden Restfeuchtigkeit ungefähr einen Preis von rund 30 Euro pro erzeugter mWh. Sie sind damit der mit Abstand günstigste Rohstoff, benötigen aber die bereits eingangs erwähnte große Lagerfläche.

Heizkosten für Holzpellets und Brennholz

Holzpellets kommen in unterschiedlichen Größen und Arten vor. Für den Kamin sind sie ungeeignet, bei einem Heizsystem hingegen überzeugen sie mit hoher Effizienz. Da sie gepresst werden, sind sie in der Anschaffung teurer als Hackschnitzel, setzen mit jedem Zentimeter aber auch mehr Energie frei. Ungefähr, je nach Art des Holzes, kommen Sie auf einen Wert von 4,9 kWh je Kilogramm. Durch die gepresste Form benötigen sie wesentlich weniger Platz als Hackschnitzel. Die Preise für Holzpellets schwanken jedoch über das gesamte Jahr gesehen etwas. Häufig sind sie in jenen Monaten teurer, in denen die meisten ihren Vorrat auffüllen müssen. Ungefähr müssen Sie für die Heizkosten mit diesem Holz mit rund 50 Euro pro erzeugter Megawattstunde (mWh) errechnen. Pro Megawattstunde sind sie also um 20 Euro teurer als Hackschnitzel, dafür aber sparsam in der Lagerfläche.

Kosten für das klassische Brennholz

Brennholz beziehungsweise Scheite kommen vorwiegend in einem Holzofen oder in einem Holzkamin zum Einsatz. Da das Scheitholz direkt gehackt wird und kein Pressverfahren unterläuft, benötigt es mehr Platz. Zudem wird es üblicherweise rund ein bis zwei Jahre gelagert. Die Heizkosten für das Holz schwanken stark nach der Effizienz. Eichenholz setzt rund 1.890 kWh pro Raummeter frei, Ahorn hingegen lediglich rund 1.675 kWh pro Raummeter. Pro erzeugter mWh können Sie mit knapp 60 Euro rechnen.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Sie müssen einen Kompromiss zwischen Lagerfläche und Heizkosten für Holz finden. Die Heizkosten für das Holz variieren zwischen Brennholz und Pellets. Die Hackschnitzel haben in dem Fall klar die Nase vorn, benötigen aber auch eine entsprechend große Fläche und eventuell zusätzliche angelegte Lager. Daher sollten laufende Kosten immer den Anschaffungskosten gegenübergestellt werden.

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