Eine neue Pelletheizung mit Photovoltaik

Möchten Hausbesitzer eine Pelletheizung mit Photovoltaik kombinieren, können sie Wärme und Strom umweltschonend herstellen. Denn während der Pelletkessel regional verfügbare und nachwachsende Brennstoffe verfeuert, wandelt die Photovoltaik das Licht der Sonne in Strom. Wie sich beide Technologien verbinden lassen, erklärt dieser Beitrag.

Die Funktion einer Pelletheizung mit Photovoltaik

Sind Hausbesitzer auf der Suche nach einer umweltfreundlichen Heizungsanlage, finden sie im Pelletkessel eine interessante Lösung. Kombinieren sie die Pelletheizung mit Photovoltaik, bekommen sie neben der grünen Wärme auch grünen Strom.

Holzpellets für den Betrieb einer Pelletheizung mit Photovoltaik

Pelletkessel arbeitet komfortabel und umweltfreundlich

Der Pelletkessel produziert Wärme. Dazu verbrennt er Holzpresslinge, die zu großen Teilen aus recyceltem Material bestehen. Diese sorgen dabei aber nicht nur für eine umweltfreundliche, sondern auch für eine komfortable Verbrennung. Denn anders als eine konventionelle Holzheizung arbeitet die Pellettechnik vollautomatisch. Die Brennstoffe werden dabei durch eine Fördereinrichtung zum Kessel transportiert, in dem sie sauber und effizient verbrennen.

Photovoltaikanlage liefert sauberen Strom vom Dach

Planen Verbraucher die Kombination einer Pelletheizung mit Photovoltaik, versorgt die Solarstromanlage das Haus mit elektrischer Energie. Diese entsteht bei der Umwandlung des Lichts in den Solarzellen und verbraucht keine fossilen Rohstoffe. Der selbst erzeugte Strom lässt sich dann entweder im Haus selbst verbrauchen oder gegen eine Vergütung in das öffentliche Netz einspeisen. Günstig ist hier auch die Kombination mit einem Stromspeicher. Denn der nimmt den Solarstrom am Tage auf und hält ihn bis in die Nacht hinein vor. Auf diese Weise steigt der Eigenverbrauch und die Anlage spart mehr Geld.

Pelletheizung mit Photovoltaik zur Trinkwasserbereitung

Kombinieren Hausbesitzer eine Pelletheizung mit Photovoltaik, kann die Solaranlage den Strombedarf der Pellettechnik decken. Dieser entsteht zum Beispiel durch den Betrieb von Pumpen oder der Fördertechnik. Darüber hinaus empfehlen einige Experten auch die ergänzende Installation einer Brauchwasserwärmepumpe. Diese nutzt einen elektrisch angetriebenen Prozess, um die thermische Energie der Luft für die Warmwasserbereitung aufzubereiten. Bei der Verbindung der Pelletheizung mit Photovoltaik könnte die Solaranlage also nicht nur den täglichen Strombedarf decken, sondern zusammen mit der Wärmepumpe auch das Trinkwasser erwärmen.

Vor- und Nachteile der Anlagenkombination

Kombinieren Hausbesitzer eine Pelletheizung mit Photovoltaik installieren sie eine umweltfreundliche Anlage, die sowohl Wärme als auch Strom erzeugt. Sorgt die Solartechnik dabei auch für warmes Wasser, entlastet das den Pelletkessel und die Heizkosten fallen spürbar. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Brauchwasserwärmepumpe in diesem Fall als thermischer Speicher für die elektrische Solaranlage dient. Das heißt, dass die Anlage bei richtiger Dimensionierung auch ohne zusätzlichen Stromspeicher einen großen Teil der Sonnenenergie selbst verbraucht und Stromkosten spart. Neben dem großen Platzbedarf für den Pelletkessel, das Brennstofflager und die Fördereinrichtung zählt der hohe Preis der Anlagenkombination zu den entscheidenden Nachteilen.

Die Kosten einer Pelletheizung mit Photovoltaik

Der Pelletkessel mit Lager, Fördertechnik und Pufferspeicher kostet je nach Anbieter und Region etwa 12.000 bis 18.000 Euro. Hinzu kommt die Photovoltaikanlage, die ohne Stromspeicher mit 5.000 bis 8.000 Euro zu Buche schlägt. Installieren Hausbesitzer darüber hinaus auch eine Brauchwasserwärmepumpe, müssen sie für diese noch einmal 2.000 bis 3.000 Euro einplanen. Insgesamt kostet die Pelletheizung mit Photovoltaik also 19.000 bis 29.000 Euro. Natürlich sind das nur Richtwerte, die im Einzelfall nach oben oder unten abweichen können. Gewissheit bringt hier ein Angebot, das ein Installateur passend zu den individuellen Wünschen seiner Kunden erstellt.

Fördermittel senken die Anschaffungskosten

Ein Vorteil der Anlagenkombination sind die hohen Fördermittel. So lässt sich die Photovoltaikanlage mit einem Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) günstig finanzieren. Das Besondere an der Förderung über das KfW-Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ ist, dass dieses auch die Kosten einer eventuell nötigen Dachsanierung mit abdeckt.

Aber auch für die Pellettechnik stellt der Staat Geldmittel zur Verfügung. So gibt es für einen Pelletkessel im Altbau mindestens 3.000 Euro. Nutzt dieser auch den Brennwerteffekt oder arbeitet er durch einen Partikelabscheider besonders sauber, steigt der Zuschuss auf mindestens 4.500 Euro. In diesem Fall gibt es die Mittel übrigens auch im Neubau. Hier bekommen Hausbesitzer mindestens 3.000 Euro für die Technik. Im Beitrag „Förderung für eine Holzheizung“ erklären wir, wie die Mittel zu beantragen sind.

Mit Fördermitteln sinken die Kosten der Pelletheizung mit Photovoltaik auf einen Betrag von 16.000 bis 26.000 Euro oder weniger.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Durch die Kombination einer Pelletheizung mit Photovoltaik erhalten Hausbesitzer eine umweltfreundliche Heizung, die neben Strom auch Wärme produziert. Die Anlage erzeugt geringe Verbrauchskosten, ist dafür aber mit erheblichen Anfangsinvestitionen verbunden. Vor allem die aktuell niedrigen Öl- und Gaspreise dürften sich dabei nachteilig auf eine wirtschaftliche Betrachtung auswirken.

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