Der Pelletofen – wasserführend für Heizung und Warmwasser

Ein Pelletofen heizt die eigenen vier Wände nicht einfach auf, sondern schafft auch eine ganz besondere Stimmung an kalten Herbst- und Winterabenden. Ist der Pelletofen wasserführend, kann die umweltfreundlich erzeugte Wärme sogar für Heizung und Warmwasserbereitung genutzt werden. Wie das funktioniert, was es dabei zu beachten gibt und ob jeder Pelletofen wasserführend werden kann, erklären wir in diesem Beitrag.

Pelletofen wasserführend für Heizungs- und Warmwasserunterstützung

Was ist ein wasserführender Pelletofen

Ein Pelletofen ist ein dezentrales Heizgerät, mit dem die eigene Wohnung ähnlich einem Kamin aufgeheizt werden kann. Anders als mit Holzscheiten, die regelmäßig von Hand nachzulegen sind, wird er mit sogenannten Pellets betrieben. Diese bestehen aus gepressten Holzresten, die meist in einem integrierten Tank gelagert und automatisch zur Verbrennung geführt werden.

Ist der Pelletofen wasserführend, kann die Verbrennungswärme nicht nur an den Aufstellraum, sondern auch an die Heizungsanlage übertragen werden.

Wie wird ein Pelletofen wasserführend?

Ist der Pelletofen wasserführend, besteht er neben Brennraum und Pelletbehälter auch aus einem Wärmeübertrager. Dieser nutzt einen Teil der Wärme zum Erhitzen von Heizungswasser, über das die Energie zur übrigen Heizungsanlage transportiert werden kann. Von da aus wird sie je nach Bedarf für die Raumheizung oder die Warmwasserbereitung verwendet.

Wie wird ein wasserführender Pelletofen in die Heizung integriert?

Wie bei allen Heizgeräten mit regenerativen Energien, wird auch die Wärme eines wasserführenden Ofens am besten über einen Puffer- oder Kombispeicher in die Heizung integriert. Denn diese nehmen die Wärme auf wenn sie gerade anfällt und halten sie solange vor, bis sie für Heizung oder Warmwasser benötigt werden.

Wie viel der thermischen Energie in die Heizungsanlage eingespeist wird, hängt von der wasserseitigen Leistung ab. Ist diese groß genug, können Hausbesitzer vor allem in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst spürbar Heizkosten sparen.

Passt ein wasserführender Pelletofen in jedes Heizsystem?

Ob der Pelletofen wasserführend ist oder nicht, kann er generell mit vielen Heizsystemen kombiniert werden. Zu beachten ist dabei, dass seine Leistung in jedem Fall auch zu Größe und Energiebedarf des Gebäudes passen muss. Soll die Wärme zur Raumheizung oder zur Warmwasserbereitung genutzt werden, ist außerdem darauf zu achten, dass der Pufferspeicher ausreichend groß dimensioniert ist, um einen effizienten Betrieb zu gewährleisten.

Arbeitet der Pelletofen wasserführend, kann er sowohl mit konventionellen Heizgeräten wie der Gasheizung, als auch einer modernen Wärmepumpe kombiniert werden. Nicht geeignet ist dagegen die Kombination mit KWK-Geräten wie dem BHKW oder der Brennstoffzelle, da diese nur dann wirtschaftlich arbeiten, wenn sie selbst lange Laufzeiten erreichen.

Kann auch ein älterer Pelletofen wasserführend werden?

Auch ein bereits bestehender Ofen kann zu einem wasserführenden Pelletofen werden. Viele Hersteller bieten dazu spezielle Nachrüstsätze an, die die Wärme in der Regel aus den heißen Abgasen gewinnen. Im Vergleich zu Komplettgeräten fällt die wasserseitige Leistung dabei niedriger aus.

Besonders wichtig ist, dass auch nachträglich installierte Wärmeübertrager ausreichend gesichert werden. So schützt zum Beispiel eine thermische Ablaufsicherung, die es auch in einer herkömmlichen Holzheizung gibt, dafür, dass die Wärme abgeführt werden kann, wenn kein Bedarf vorhanden und der Speicher bereits voll beladen ist.

Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Ist ein Pelletofen wasserführend, kann die Wärme nicht nur an den Aufstellraum selbst, sondern auch an die Heizungsanlage abgegeben werden. Eingespeist in einen Puffer- oder Kombispeicher wird sie so zum Beispiel für Raumwärme oder Warmwasserbereitung verwendet. Im Gegensatz zu herkömmlichen Öfen, spart das mehr Heizkosten

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