Pellettransport und Pelletfördersysteme im Vergleich

Pelletkessel können manuell oder automatisch befüllt werden. Bei der manuellen Befüllung wird das Zwischenlager neben dem Heizkessel mit Pellets aufgefüllt. Wenn sich die Pelletheizung in einem exzellent gedämmten Altbau oder einem energieeffizienten Neubau befindet, reicht dies aus. Eine automatische Befüllung ist jedoch wesentlich komfortabler. Alle Informationen zum Pellettransport finden Sie im folgenden Artikel.

Pellettransport: Das passende Befüllsystem auswählen

Wer sich für die Installation einer Pelletheizung entschieden hat, muss nur noch das passende Befüllsystem auswählen. Eine automatische Befüllung von Pelletkesseln ist empfehlenswert. Für gedämmte Wohnungen und energieeffiziente Neubauten ist eine manuelle Befüllung von Hand durchaus ausreichend - aber zeitraubend und aufwändig. Ein automatischer Pellettransport ist die bessere Wahl: Pellets sind wesentlich kostengünstiger, wenn diese in großen Mengen abgenommen werden. Intelligente Pelletfördersysteme sorgen dafür, dass der Pelletkessel automatisch mit Pellets versorgt wird. Die modernen Systeme erkennen, ob Pellets benötigt werden und befördern diese je nach Bedarf weiter. Fehler im Transportsystem sind selten.

Eine Hand hält einen Haufen Pellets für die Pelletheizung - Pellettransport
© Jörg Lantelme / Fotolia

Moderne Systeme

Moderne Beförderungssysteme überzeugen durch eine einwandfreie Funktion und eine einfache Handhabung. Die Bauart von Pellettransport-Systemen unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. Automatische Pellettransport-Systeme gewährleisten einen reibungslosen Transport von Pellets. Diese funktionieren nahezu wartungsfrei und sind absolut sicher. Im Bereich des Lagerraums für die Pelletlagerung sind im Regelfall keine elektrischen Leitungen vorhanden, sodass eine Brandgefahr ausgeschlossen ist. 

Die Kapazität von Pelletlagern kann je nach eingesetztem Beförderungssystem variieren. Wenn die Anzahl der Ansaugsonden hoch ist, können die Pellets im Lagerraum beliebig positioniert werden. Das Lager kann vollflächig genutzt und vollständig entleert werden, wodurch die Anbringung von Raumschrägen nicht nötig ist. Der so geschaffene Raumgewinn ermöglicht eine Vergrößerung der Lagerfläche um bis zu 30 Prozent.

Automatische Beförderung über eine Pelletschnecke

Die Pelletschnecke ist ein bekanntes System zur Beförderung von Pellets. Sie basiert auf einem mechanischen System. Eine Pelletschnecke besteht aus einem Pelletlager und einer Schrägfläche. Das Pelletlager ist mit Pellets gefüllt, die durch eine Verengung vor dem Herausfallen geschützt werden. Am Ende der Verengung befinden sich zwei oder vier Schrägflächen, über welche die Pellets aufgenommen werden. Die Pellets fallen über die Schrägflächen nach unten und werden von einer Förderschnecke aufgenommen. Diese leitet die Pellets an die Pelletheizung weiter, wo diese verbrannt werden.

Die Pelletschnecke eignet sich für Häuser, in denen die passenden baulichen Gegebenheiten vorhanden sind. Die Pelletschnecke kommt immer dann zum Einsatz, wenn kurze und gerade Strecken zwischen dem Pelletlager und der Pelletheizung liegen. Einer der grundlegenden Vorteile einer Pelletschnecke liegt darin, dass der Transport äußerst geräuscharm vonstatten geht. Der Stromverbrauch ist derart gering, dass dieser kaum ins Gewicht fällt. Eine Pelletschnecke kommt in Betracht, wenn das Pelletlager in unmittelbarer Nähe der Pelletheizung stationiert ist.

Pellettransport über Pellet-Saugsysteme

Ein Pellettransport kann auch über ein Pellet-Saugsystem erfolgen. Pellet-Saugsysteme funktionieren auf pneumatischer Basis, d.h. diese arbeiten mit Druckluft. Die kleinen Holzpresslinge werden mittels Druckluft an ihren Bestimmungsort gepresst. Der Vorteil von Pellet-Saugsystemen liegt in deren flexibler Handhabung. Während sich eine Pelletschnecke für gerade und kurze Distanzen eignet, empfiehlt sich die Verwendung eines Pellet-Saugsystems bei schwierigen baulichen Gegebenheiten. 

Strecken von 25 Metern stellen ebenso wenig ein Problem dar, wie Steigungen über fünf Meter Höhe. Das Pelletfördersystem erlaubt eine beliebige Positionierung des Pelletslagers. Dieses kann ganz klassisch in einem Nebenraum im Keller untergebracht sein. Das Anlegen eines Lagers in einem unterirdischen Erdtank oder einem Außentank im Garten ist aber ebenfalls möglich. Der Nachteil von Pellet-Saugsystemen liegt in dem vergleichsweise hohen Strombedarf. Außerdem ist das System wesentlich geräuschintensiver als eine Pelletschnecke. 

In Absprache mit dem Fachmann

Welches System sich am besten für einen Pellettransport eignet, hängt vom Einzelfall ab. Fachbetriebe für Pelletheizungen können erste Hilfestellungen geben und die Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme genau erläutern. Eine definitive Entscheidung kann erst nach Kenntnis der Situation vor Ort getroffen werden. Viele Hersteller bieten Pellettransport-Systeme kostengünstiger an, wenn der Pelletkessel ebenfalls von ihnen bezogen wird. Eine Entscheidung über den Hersteller und das passende System zum Pellettransport sollte nur nach Rücksprache mit einem Fachmann getroffen werden. Dieser kann die Lage fachgerecht beurteilen und auf besondere Erfordernisse aufmerksam machen.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Ein Pellettransport kann auf verschiedene Arten erfolgen. Die beiden bekanntesten Systeme sind das Pellet-Saugsystem und die Pelletschnecke. Die Systeme unterscheiden sich vorrangig in ihrem Stromverbrauch und ihrer Geräuschintensität. Die bauliche Situation ist normalerweise der ausschlaggebende Faktor für die Wahl des passenden Systems. Ein manueller Pellettransport ist in den meisten Fällen zu zeitintensiv und umständlich.

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