Die unkomplizierte Funktion der Pelletheizung

Die Pelletheizung nutzt zur Gewinnung von Wärme nachwachsende Rohstoffe in Form von Presslingen aus Sägemehl und Holzspänen. Bei diesem Heizungstyp handelt es sich um eine Heizungsart mit hoher Flexibilität. Pelletbrenner eignen sich zur Kombination mit anderen Heizsystemen oder als eigenständige Heizungsanlage. Doch grundsätzlich ist die Funktion einer Pelletheizung unabhängig von der Ausführung sehr ähnlich.

Funktion einer Pelletheizung einfacht erklärt

Für eine störungsfreie Funktion einer Pelletheizung sind unterschiedliche Komponenten erforderlich. Dazu gehören:

  • Feuerungsanlage
  • Lagerabteil oder Lagerraum für die Pelletlagerung
  • Abhängig von der Befeuerungsart eine Zuführeinrichtung in Form einer Förderschnecke, eines Walzenrostsystems, einer Fallrinne oder eines Saugzuggebläses
  • Pufferspeicher
  • Ascheaustragungssysteme je nach Ausführung der Heizanlage
  • Mess- und Regeltechnik

Brennstoffzufuhr, Verbrennung, Wärmeübertragung, Ascheaustragung

Nach der Beschickung des Brenners mit Pellets startet ein automatischer Zündvorgang die Pellet-Verbrennung. Den gesamten Brennvorgang einschließlich der Pellet-Zufuhr reguliert ein integriertes Thermostat, das mit Informationen zur gewünschten Raumtemperatur beschickt wird. Als Wärmespeicher dient hier Wasser, das im Brenner auf die gewünschte Temperatur erhitzt wird. 

Dieses Heißwasser gelangt in den Heizkreislauf und gewährleistet somit die eingestellte Raumtemperatur. Im Idealfall ist der Pelletbrenner mit einem Pufferspeicher gekoppelt. Dieser speichert die überschüssige Wärme bis zur Anforderung durch den Verbraucher. Durch die beinahe rückstandslose Verbrennung der Pellets fällt nur wenig Asche an. Diese wird anlagenabhängig manuell oder über ein Ascheaustragssystem automatisch entfernt.

Die Funktion einer Pelletheizung in 4 Schritten

Die Pelletheizung zeichnet sich durch den automatischen Betrieb aus, der dem Anlagenbesitzer einen besonders hohen Bedienkomfort bietet. Damit das möglich ist, muss der Brennstoff zunächst gelagert werden. 

Schritt 1. Lagerbehälter bevorraten die Holzpellets

Wie funktioniert die Pelletheizung eigentlich vollautomatisch? Die Antwort auf diese Frage sind große Lagerbehälter oder -räume, die genügend Brennstoff für ein Jahr bevorraten. Haben Hausbesitzer viel Platz in den eigenen vier Wänden, eignet sich dazu zum Beispiel ein Schüttraum. Dieser besteht aus einem Raum an der Außenseite des Hauses, den ein Installateur komplett zum Lagerraum umfunktioniert. Dazu stattet er diesen unter anderem mit einem schrägen Holzboden aus. Dieser sorgt dafür, dass die Pellets in der Mitte zusammenrutschen und entnommen werden können. Ist kein eigener Raum vorhanden, bieten vor allem flexibel aufstellbare Gewebetanks (Stoffsäcke in einem Rahmen aus Holz oder Metall) eine interessante Alternative. Wichtig ist in jedem Fall, dass Hausbesitzer die Presslinge trocken lagern. Denn ansonsten könnten sie verkleben, aufquellen und die Heizung würde nicht mehr funktionieren.

Wichtige Nebenkomponenten sind Unterdruckregelungen, Sicherheitswärmetauscher und eine spezielle Rückbrandsicherung als Sicherheitseinrichtungen.

Darstellung der Funktion einer Pelletheizung
Funktionsweise einer Pelletheizung (© heizung.de)

Schritt 2. Beschickung als Funktion einer Pelletheizung

Der zweite Schritt ist der Pellettransport aus dem vom Brenner baulich getrennten Lagerbereich. Diese Beschickung erfolgt über die Zuführeinrichtung, die die Pellets abhängig von der Befeuerungsart auf unterschiedliche Weise in den Brennraum einbringt.

  • Fallschachtfeuerung: Einbringung direkt in den Brennertopf.
  • Unterschubfeuerung: Pellets werden über die Förderschnecke auf einen Brennteller gedrückt.
  • Quereinschubfeuerung: Seitliche Einbringung der Pellets auf den Brennteller.
  • Walzenrostsystem: Pellets fallen auf eine drehende Stahlscheibe.
  • Sturzbrandtechnik: Die Pellets befinden sich auf dem Rost der Brennkammer und ein Saugzuggebläse zieht die Flammen nach unten.

Automatische und halbautomatische Beschickung

Bei der Befüll-Funktion einer Pelletheizung wird zwischen automatischer und halbautomatischer Beschickung unterschieden. Die oben beschriebenen Varianten beschreiben ausschließlich die automatische Beschickung der Heizungsanlage. Bei einer halbautomatischen Beschickung erfolgt die Pellet-Zufuhr hingegen über einen in die Heizung integrierten Vorratstank mit einem Volumen von 200 bis 800 Litern. Die Befüllung des Vorratstanks erfolgt manuell. Der Pelletkessel mit Wochenbehälter ist kompakter und darüber hinaus auch günstiger als eine konventionelle Anlage.

Schritt 3. Heizkessel verbrennt gepresste Holzstäbchen

Die Funktion einer Pelletheizung wird ermöglicht durch den Kessel, der im Zentrum der Heizanlage steht. Er wird automatisch mit Pellets versorgt und verbrennt diese besonders energiesparend. Durch den hohen Trocknungsgrad der Stäbchen, die überwiegend aus recycelten Materialien bestehen, arbeitet er außerdem fast ohne Rückstände. Im Vergleich zu einem Holzvergaserkessel für Scheite lässt sich die Leistung eines Pelletkessels deutlich besser an den schwankenden Wärmebedarf im Haus anpassen. Experten raten dennoch davon ab, die Pelletheizung ohne Speicher zu betreiben. Denn dieser ermöglicht einen gleichmäßigen Betrieb. Er schont die Technik und sorgt bei der richtigen Planung für sinkende Heizkosten.

Schritt 4. Asche wird ausgetragen

Nachdem Brennvorgang erfolgt die Entaschung meist automatisch. Bei Pellets handelt es sich um genormte Presslinge mit einem sehr hohen Energiegehalt. Sie verbrennen daher nahezu ohne Rückstand. Je nach Heizsystem wird die Asche sofort komprimiert und nehmen dadurch kaum Platz weg. Für den Benutzer bedeutet das, dass er die Asche nur sehr selten austragen muss. 

Video: Die Pelletheizung einfach erklärt

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Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Abhängig von der Ausführung unterscheidet sich die Funktion der Pelletheizung vor allem in der Beschickung des Brennraums mit dem Energieträger. Dabei liegen die Unterschiede der verschiedenen Systeme vorwiegend in der Steuerung des Brennvorgangs und des Anfalls der Aschemenge. Unverzichtbar ist der Pufferspeicher. Er speichert überschüssige Wärme und leistet einen wichtigen Beitrag zur Effizienz der Heizungsanlage.
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