Förderung der Pelletheizung in der Übersicht

Eine Förderung für die Pelletheizung ist grundsätzlich möglich. Dabei gilt es jedoch auf bestimmte Voraussetzungen der jeweiligen Stellen und Institutionen zu achten, die die Fördermittel vergeben. Die zentrale Anlaufstelle ist dabei zunächst das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Daneben vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Ergänzungskredit, wenn Sie sich für eine Pelletheizung entscheiden. Erfahren Sie im nachfolgenden Artikel, wann und unter welchen Bedingungen Sie eine Förderung für Ihre Pelletheizung in Anspruch nehmen können. 

Förderung Pelletheizung - Staatlichen Zuschuss sichern

Wie auch bei anderen Heizungsarten treten sowohl beim Thema Förderung Kommunen als auch Institute vom Bund bei der Vergabe der Mittel auf. Bundesweite Angebote sind, wie der Name schon sagt, in ganz Deutschland verfügbar. Anders verhält es sich mit einer Förderung der Pelletheizung aus den Kommunen oder Ländern. Diese sind regional beschränkt verfügbar. Ob eine derartige Förderung existiert, sollte also im Vorfeld in Erfahrung gebracht werden, insbesondere weil einzelne Fördermittel sich unter Umständen blockieren können.

Die Pelletheizung-Förderung richtig beantragen

Die Fördergelder für die Pelletheizung ist bei der KfW und dem BAFA immer im Vorfeld zu beantragen. Das heißt konkret, der Antrag sollte eingegangen sein, bevor die Durchführung der Maßnahmen beginnt.  

Wichtig: Bei einem Antrag zur Förderung über die KfW ist ein Energieberater hinzuzuziehen. Dieser prüft die Maßnahmen und erstellt Ihnen eine Bestätigung, mit der Sie dann die Fördermittel beantragen können. 

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Förderung durch das BAFA

Pelletheizungen verbrennen zu Holzstäbchen gepresste Holzreste. Dabei wird soviel Kohlenstoffdioxid freigesetzt wie die dafür gefällten Bäume beim Wachsen aufgenommen haben. Experten sprechen deshalb von einer CO2-neutralen Verbrennung. Darüber hinaus ist Holz ein nachwachsender Rohstoff. Die Pelletheizung gehört somit zu den Wärmeerzeugern auf Basis erneuerbarer Energien und wird durch das Bundesamt mit einem Anteil von bis 35 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt. 

Dies gilt nicht nur für die Pelletkessel selbst, sondern auch für Pelletöfen mit Wassertasche und für Kombikessel. Mit den Letztgenannten können sowohl Pellets als auch Scheitholz verfeuert werden. 

Voraussetzungen für die Förderung der Pelletheizung durch das BAFA

Grundvoraussetzung für die Förderung von Pelletheizungen ist: sie müssen mit mindestens fünf Kilowatt Nennwärmeleistung aufwarten. Darüber hinaus sollten die Heizungen in der Liste förderfähiger Produkte aufgeführt sein. Diese finden Sie direkt auf der Seite des BAFA.

Neben diesen grundsätzlichen Bedingungen gibt es für Bestandsgebäude und Neubauten jeweils unterschiedliche Anforderungen, die zu berücksichtigen sind für das Gelingen des Förderantrags. Lassen Sie eine Pelletheizung in einem Altbau (bestehendes Gebäude) installieren, sollte die alte Heizung, die Sie entfernen, mindestens zwei Jahre alt sein. Nach dem Wechsel müssen Sie dafür sorgen, dass ein fachgerechter hydraulischer Abgleich durchgeführt wird. Daneben stellt das BAFA folgende Anforderungen an die neue Pelletheizung:

  • Die Emissionswerte von Kohlenmonoxid (CO) und Feinstaub dürfen bestimmte Werte nicht überschreiten. So darf der CO bei Nennwärmeleistung nicht über 200 Milligramm je Kubikmeter liegen und im Teillastbetrieb nicht über 250 Milligramm. Für Feinstaub gilt die Obergrenze von 20 Milligramm je Kubikmeter.
  • Es gibt eine Mindestanforderung an den Kesselwirkungsgrad. Dieser muss bei 89 Prozent und mehr liegen. Für Pelleöfen mit Wassertasche hat man ein Minimum von 90 Prozent festgelegt.  

Um sich die Förderung der Pelletheizung im Neubau zu sichern, sollten Sie darauf achten, dass die diese entweder mit Brennwerttechnik, also die in den Abgasen verborgene Wärme nutzen können, oder mit einem Partikelabscheider ausgestattet sind.

Förderungen für kombinierte Pelletheizungen

Auch wenn Sie die Pelletheizung mit einem anderen Wärmeerzeuger kombinieren, fördert das BAFA die Anlage. Das Hybridsystem besteht entweder aus einem Pelletkessel und einem anderen regenerativen Wärmeerzeuger (Wärmepumpe oder Solarthermie) oder aus einem Pelletkessel und einer Gas-Brennwertheizung. Im ersten Fall bekommen Sie für diese sogenannte EE-Hybridheizung eine Förderung in Höhe von 35 Prozent. Bei der zweiten Option können Sie mit einer Förderung von bis zu 30 Prozent rechnen. 

Übrigens: Tauschen Sie eine alte Ölheizung gegen neue Pelletheizung, bekommen Sie zusätzlich auf die gewährte Fördersumme zehn Prozentpunkte dazu. Entscheidend ist hier, dass die alte Heizung nicht unter die Austauschpflicht Paragraph 10 der Energieeinspar-Verordnung fällt.

Ein Haufen Pellets und ein Stapel Geldmünzen symbolisieren die Förderung der Pelletheizung
© Stanislau_V / Fotolia

BAFA-Förderung für Pelletheizungen: Was gehört zu den förderfähigen Kosten?

Neben der Anschaffung der Pelletheizung selbst gehören zahlreiche andere Komponenten und Arbeiten zu den sogenannten förderfähigen Kosten. So sind auch Montage und Installation der Heiztechnik mit inbegriffen oder die eher sekundären Bauteile zur Brennwertnutzung und Partikelabscheidung. Darüber hinaus können folgende Kosten gefördert werden:

  • Anschaffung und Installation der Fördertechnik (Saugsysteme, Förderschnecken, Federblattrührwerke, Schubstangensysteme)
  • Anschaffung sowie Installation von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
  • Anschaffung und Installation von Gebäudeautomation sowie Energiemanagementsystemen
  • Anschaffung und Installation von Wärmespeichern

Zur Förderung einer Pelletheizung zählen zudem sogenannte Umfeldmaßnahmen. Sie betreffen:

  • den Heiz- und Technikraum
  • die Aufbewahrung der Pellets
  • das Abgassystem und den Schornstein
  • die Wärmeverteilung im Gebäude
  • die Warmwasserbereitung
  • die Demontage der Altgeräte

Ebenfalls förderfähig sind Kosten, die für eine professionelle Beratung und Planung sowie für die Baubegleitung anfallen.

Förderung der Pelletheizung durch die KfW

Bei der KfW gestaltet sich die Förderung für die Pelletheizung meist als Ergänzungskredit zur BAFA-Förderung. Auf dem Antrag ist das Förderprogramm 167 anzugeben. Wichtig: Sie müssen hierbei darauf achten, dass die Summe der Fördermittel nicht die Gesamtkosten der Maßnahmen übersteigt. 

Für dieses Darlehen liegt der effektive Jahreszins aktuell bei 0,78 Prozent und die Höchstsumme des Kreditbetrags bei 50.000 Euro. 

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde
Fazit von Jeannette Kunde
Neben der Förderung für die Pelletheizung durch die KfW und BAFA existieren auch noch einzelne regionale Fördermittel. Außerdem gibt es seit 01.01.2020 einen sogenannten Steuerbonus von bis zu 20 Prozent. Dabei muss es sich um selbstgenutztes Wohneigentum handeln und um eine Sanierung (kein Neubau). Die Einkommenssteuerlast sinkt um bis zu 40.000 Euro über drei Jahre verteilt.
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