Was kostet Heizöl? - Fragen und Antworten

Was kostet Heizöl? Diese Frage lässt sich leicht stellen. Umso schwerer ist aber ihre Beantwortung. Schließlich hängt der Preis von vielen Faktoren ab. In diesem Artikel wollen wir trotzdem versuchen, diese Frage Schritt für Schritt zu beantworten.

Was kostet das Heizöl?

Wer sein Haus mit einer Ölheizung heizt oder heizen möchte, für den ist die Frage „Was kostet Heizöl?“ besonders wichtig. Schließlich ist die Wirtschaftlichkeit einer Heizung eines der Kaufkriterien überhaupt. Auf die Frage, was kostet Heizöl, kann man zunächst mit Geld beantworten. Schließlich wollen die Lieferanten auch eine Gegenleistung für ihr Produkt Heizöl haben. Die nächste Antwort lautet: Knapp 65 Cent pro Liter (Stand: Anfang Juni 2019). Doch diese Angaben können nur Durchschnittspreise sein. Denn für Heizöl gibt es eigentlich tagesaktuelle Preise. Hinzukommt, dass diese sogar je nach Region in Deutschland sehr unterschiedliche ausfallen und auch die Heizölpreise-Prognose sich jeweils unterscheidet. So kann es im Norden aktuell günstiger sein Heizöl einzukaufen, als im Süden.

Grundsätzlich gilt für den aktuellen Zeitpunkt, dass die Ölpreise sinken. So lag der Heizölpreis in den ersten Monaten 2019 bei etwa 70 Cent. Anfang Juni gingen diese massiv runter auf 64 beziehungsweise 65 Cent pro Liter (siehe Heizölpreise-Chart unten).

An dieser Stelle wird es deutlich, dass auf „Was kostet Heizöl?“ keine exakte Antwort folgen kann, sondern eine Menge weiterer Fragen. In den folgenden Abschnitten stellen wir diese mitsamt Antworten vor und fassen am Ende in einigen Sätzen zusammen, was das Heizöl eigentlich kostet.

Quelle: www.fastenergy.de

In welche Kategorien wird das Heizöl unterteilt?

Die Frage „Was kostet Heizöl“ berücksichtigt nicht die Art bzw. die Zusammensetzung des Heizöls. Dabei gibt es nicht DAS Heizöl, sondern gleich mehrere Sorten. Je nach Dichte und Zusammensetzung existieren für das Heizöl fünf Gruppen.

  • EL: extra leicht
  • L: leicht
  • M: mittel/medium
  • S: schwer
  • ES: extra schwer

Die schweren und extra schweren Heizöle kommen im Privathaushalt so gut wie gar nicht zum Einsatz. Sie finden ihre Anwendungen eher in den Bereichen Industrie, Gewerbe sowie Schifffahrt. Mittlere und leichte Heizöl sind ebenfalls selten anzutreffen, da sie als Auslaufmodelle gelten. Die Frage „Was kostet Heizöl?“ bezieht sich, wenn überhaupt, dann auf das extraleichte schwefelarmes HEL. Aber auch hier gibt es Unterteilungen in klimaneutrales, Bio- und Premiumheizöl. Je nach dem bemessen sich auch hier die Kosten für Heizöl sehr unterschiedlich. 

Wie setzen sich die Kosten für Heizöl zusammen?

Ein Mann gibt in sein Smartphone Was kostet Heizöl ein.
© Syda Productions / Fotolia

Wer „Was kostet Heizöl?“ fragt, interessiert sich in der Regel für die langfristige Preisentwicklung dieses Brennstoffs. Das ist auch empfehlenswert, denn der Ölpreis unterliegt zahlreichen Schwankungen, die der Verbraucher selbst nicht beeinflussen kann. Dazu gehören politische Ereignisse in den Öllieferländern oder auch regionale Katastrophen. Diese können den Preis deutlich ansteigen lassen.

Die Zusammensetzung des Ölpreises zu kennen, ist insofern hilfreich, weil mit der Frage „Was kostet Heizöl?“ nicht immer klar wird, was eigentlich genau gemeint ist. Denn die Verbraucher zahlen hierzulande nicht nur für den Brennstoff selbst. Der Endpreis setzt sich neben diesem Posten noch aus der Energiesteuer, der Mehrwertsteuer sowie dem sogenannten Deckungsbeitrag zusammen. Im Letzteren enthalten sind Transport- und Lagerungskosten sowie die Kosten für Verwaltung und Vertrieb des fertigen Heizöls. Außerdem darin enthalten sind die Kostenpunkte für die gesetzliche Bevorratung und für das Personal auf Seiten der Händler.

Der Produktenpreis selbst wird manchmal auch als Beschaffungskosten von Heizöl bezeichnet.Er beschreibt den Einkaufspreis für die Händler und ist neben Angebot sowie Nachfrage auch von vielen weiteren Faktoren abhängig. Neben politischen Ereignissen, unter anderem Sanktionen gegen OPEC-Staaten oder dergleichen, können auch Naturkatastrophen oder schwierige wirtschaftliche Situationen der Produktionsländer auf den Heizölpreis Einfluss nehmen. 

Liefermenge und Zeitpunkt beeinflussen die Kosten für Heizöl

Wie eingangs erwähnt, lautet die Antwort auf die Frage „Was kostet Heizöl?“ 60,81 Cent pro Liter. Allerdings nur, wenn man auf einmal 3.000 Liter kauft. Ist die Liefermenge geringer, kann der Literpreis durchaus teurer sein. Umgekehrt kann er auch niedriger ausfallen. Damit ist klar, dass sich die Liefermenge unterschiedlich auf den finalen Preis auswirkt. 

Ein weiterer Einflussfaktor ist der Zeitpunkt der Bestellung, wobei nicht behauptet werden kann, dass es einen optimalen Zeitpunkt zum Bestellen gibt. Es gibt Orientierungswerte wie saisonale Schwankungen, wonach der Heizölpreis im Frühjahr und im Sommer günstiger ist als im Herbst und im Winter – theoretisch zumindest. Auch ein Heizöl-Preisrechner kann dabei helfen, das Öl zu einem relativ günstigen Zeitpunkt zu bestellen. 

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen
Fazit von Minh Duc Nguyen
Eine exakte Antwort auf die Frage: „Was kostet Heizöl?“ kann es nicht geben. Denn der finale Heizölpreis setzt sich unter anderem aus der Bestellmenge, dem Bestellzeitpunkt, der Ölsorte und nicht zuletzt der Region zusammen.
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