Öltank doppelwandig für den maximalen Schutz

Für den Betrieb einer Ölheizung ist ein Öltank unerlässlich. Es gibt ihn in unterschiedlichen Größen, Ausführungen und Sicherheitsstufen. Ist der Öltank doppelwandig gebaut, bietet er in der Regel einen optimalen Schutz vor einem Austritt des Brennstoffs. Was ihn darüber hinaus auszeichnet, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten. 

Die Aufgabe eines Öltanks

Unabhängig davon, ob ein Öltank doppelwandig oder einwandig gebaut ist: Seine Primäraufgabe ist das Bevorraten des Brennstoffs Heizöl. Er ist somit eine unverzichtbare Komponente einer Ölheizung und sorgt dafür, dass der Betrieb vollautomatisch abläuft. Öltanks gibt es in vielen Größen und Ausführungen. Während die Dimension sich meist nach dem (Jahres)Heizbedarf richtet, hängt die Ausführung des Öltanks meist mit dem Alter des Gebäudes zusammen. So finden sich in vielen Heizkellern nach wie vor noch metallene, standortgefertigte Modelle, die sich nur schwer zerlegen lassen. Diese haben gegenüber Kunststofftanks aber den Vorteil, dass sie einen absoluten und lang anhaltenden Diffusionsschutz bieten. Außerdem sind sie bis zu einer bestimmten Dauer feuerfest, was eine zusätzliche Sicherheit bedeutet. 

Öltanks müssen hohe Sicherheitsstandards erfüllen

Weil auslaufendes Heizöl eine Gefahr für die Umwelt darstellt, werden Öltanks unter strengen Sicherheitsstandards hergestellt und eingebaut. Wie ernst die Behörden dieses Risiko nehmen, zeigt das Verbot von neuen Ölheizungen in Hochwassergebieten. Grundsätzlich gilt, dass Öltanks mit einem Fassungsvermögen von mehr als 5.000 Litern räumlich getrennt vom Heizkessel aufgestellt werden müssen. Eine gemeinsame Aufstellung ist bei kleineren Öltanks zwar möglich. Aber auch hier sind viele Vorgaben einzuhalten. Welche weiteren Voraussetzungen Öltanks und Tankräume erfüllen müssen, erfahren Sie im Beitrag "Heizöltank".   

Mehrere Tanks als Symbol für doppelwandige Öltanks 
© thomasknospe | Fotolia

Moderne doppelwandige Öltanks

Die Gefahr eines Lecks und das Risiko einer Entzündung sind die Hauptgründe dafür, warum moderne Öltanks doppelwandig gebaut werden. Sie gelten mittlerweile als Stand der Technik, sind dennoch nicht überall vertreten, was vor allem an dem etwas höheren Preis liegen dürfte. Dabei rechnet sich der Preisunterschied beim genauen Hinschauen schnell. Schließlich ist der Einsatz einer Auffangwanne überflüssig. Außerdem erzielen sie mit ihrer doppelwandigen Bauweise den maximalen Schutz vor einem Leck. Verstärkt wird dieser Schutzmechanismus durch eine Leckage-Sonde, die den Zwischenraum permanent überwacht. 

Unterschiedliche Größen und Ausführungen

Öltanks, die doppelwandig gebaut sind, gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Im Gegensatz zu älteren Tanks sind die neuen Geräte erweiterbar. Die sogenannte Kaskadenfunktion erlaubt die Zusammenführung mehrerer kleiner Behälter zu einer großen Einheit. Auf diese Weise lässt sich auch ein großer Heizbedarf problemlos decken. Die doppelwandigen Öltanks sind entweder aus speziell gefertigtem Kunststoff (oft Glasfaserverstärkter Kunststoff, kurz GFK) oder aus Stahl. Letztere bieten, wie bereits erwähnt, einen deutlich höheren Diffusionsschutz (eigenständige Vermischung von Stoffen) und sind darüber hinaus feuerfester. Dafür sind Kunststofföltanks leichter und auch günstiger in der Anschaffung.   

Einfache einwandige Öltanks

Der Kostenfaktor ist in den meisten Fällen der Hauptgrund dafür, warum Anlagenbesitzer den einwandigen Öltank einem doppelwandigen vorziehen. Allerdings müssen sie auch hier die Brandschutzbestimmungen beachten, die sich von Bundesland zu Bundesland variieren können. In jedem Fall ist die Montage und Inbetriebnahme eines Öltanks nur von einem Installateur zulässig. Darüber hinaus ist die Installation bei der sogenannten unteren Wasserbehörde anzuzeigen. 

Alte Öltanks entsorgen

Wer den alten einwandigen Öltank durch einen doppelwandigen ersetzen möchte, muss ebenfalls gesetzliche Vorschriften beachten. So darf die Entsorgungsarbeit in den meisten Fällen nur von einer zertifizierten Firma durchgeführt werden. Diese übernimmt in der Regel auch die ordnungsgemäße Beseitigung des Altöls. Wer bei dieser Gelegenheit auch den Ölkessel modernisiert und gegen einen neuen mit Brennwerttechnik eintauscht, kann sogar staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen. Mehr zu diesem Thema und ausführliche Informationen zur Öltankentsorgung erfahren Sie im Beitrag "Öltank entsorgen". Wer den vorhandenen Tank weiterhin nutzen möchte, muss ihn unbedingt reinigen lassen. Ausführliche Informationen dazu finden Sie im Beitrag "Tankreinigung". 

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Um das Risiko eines Auslaufens des Heizöls zu minimieren, werden Öltanks häufig doppelwandig gebaut. Erhöht wird die Sicherheit durch eine integrierte Leckage-Sonde, die den Zwischenraum permanent überwacht. Im Vergleich zu einwandigen Öltanks sind die doppelwandigen Modelle etwas teurer in der Anschaffung. Dafür ist der Einsatz einer Auffangwanne nicht notwendig. Bei metallenen Öltanks besteht außerdem ein nahezu dauerhafter Diffusionsschutz.  

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