Öl-Brennwerttherme – Funktionsweise und Kosten

Die Öl-Brennwerttherme ist ein kompaktes Heizgerät, das sparsam für warmes Wasser und angenehme Temperaturen im Haus sorgt. Die Technik ist vergleichsweise günstig und lohnt sich vor allem dann, wenn keine öffentliche Gasversorgung zur Verfügung steht. In den folgenden Abschnitten geben wir einen Überblick über die Funktion einer Öl-Brennwerttherme und zeigen, welche Fördermittel Hausbesitzer heute bekommen.

Die Themen im Überblick:

Funktion und Aufbau einer Öl-Brennwerttherme

Eine Brennwerttherme für Öl gewinnt Energie für Heizung und Warmwasserbereitung aus der Verbrennung von Heizöl. Anders als ein Kessel hat sie dabei selbst nur ein kleines Wasservolumen. Die Technik ist dadurch besonders platzsparend und findet in fast jedem Haus einen Platz. Darüber hinaus kann die Öl-Brennwerttherme ihre Leistung schnell an wechselnde Wärmeanforderungen anpassen und ohne manuellen Aufwand komfortabel heizen.

Sinkende Heizkosten durch Brennwertnutzung

Durch die Nutzung des Brennwerteffekts kann eine moderne Ölheizung fast die gesamte Energie der eingesetzten Brennstoffe für die Heizung nutzbar machen. Denn sie kühlt die heißen Verbrennungsabgase und gewinnt verborgene Energie. Voraussetzung dafür ist, dass das Wasser im Abgas kondensiert. Der Rücklauf muss dabei also möglichst kühl sein. Erreichen lässt sich das mit ausreichend groß ausgelegten Heizflächen und wenn ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wird.

Umweltfreundlicher Betrieb mit Solarthermie

Heizöl ist ein endlicher Rohstoff, der früher oder später zur Neige geht. Auch die Tatsache, dass er bis zu zehn Prozent aus nachwachsenden Anteilen bestehen kann, ändert daran nicht viel. Um die fossile Ressource auch mit einer Öl-Brennwerttherme zu schonen, können Hausbesitzer eine Solarthermie-Anlage installieren. Diese wandelt die kostenfreie solare Strahlung in nutzbare Wärme um und senkt dabei auch die Heizkosten. Zur Auswahl stehen dabei Anlagen, die nur das Trinkwasser oder auch das Heizungswasser erwärmen.

Sicherer Betrieb in Hochwassergebieten

Ab Herbst 2017 sollen neue Öl-Brennwertthermen in Hochwassergebieten verboten werden. Das gilt zumindest dann, wenn keine wirtschaftlich günstigen Alternativen verfügbar sind. Während das vor allem Bauherren betrifft, sind auch Hausbesitzer bestehender Anlagen zum Handeln verpflichtet. Denn sie müssen Tankanlagen innerhalb von fünf Jahren hochwassersicher machen. Hausbesitzer in Risikogebieten (Gebiete, die trotz Hochwasserschutz überflutet werden könnten) haben dazu 15 Jahre Zeit.

Vorteile einer Öl-Brennwerttherme

Eine Brennwertheizung passt in nahezu jedes Haus und ist vergleichsweise günstig. Die Technik ist darüber hinaus schon seit Langem im Einsatz und gilt dementsprechend auch als erprobt und zuverlässig. Durch die Brennwertnutzung lässt sich außerdem fast die gesamte eingesetzte Energie auch zum Heizen nutzen. Kombinieren Hausbesitzer eine Öl-Brennwerttherme mit einer Solaranlage, sinken die Heizkosten weiter und die Umwelt wird geschont. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die Vorteile der modernen Ölheiztechnik:

  • vergleichsweise günstige Anschaffungskosten
  • platzsparende Installation der Brennwertgeräte
  • hoher Wirkungsgrad und niedrige Heizkosten
  • umweltfreundlicher Betrieb mit Bioöl und Solarthermie

Heizöllieferung für eine Öl-Brennwerttherme

Kosten und Fördermittel der Ölheizung

Eine Öl-Brennwerttherme gilt im Vergleich zu anderen Heizsystemen als günstig. So gibt es neue Geräte inklusive Montage schon für 5.000 bis 6.000 Euro. Ist zusätzlich auch eine Tankanlage nötig, steigen die Kosten um 1.500 bis 2.500 Euro. Bei einer Sanierung ist darüber hinaus oft auch ein neues Abgassystem nötig. Dieses erhöht die Kosten um weitere 1.500 bis 2.500 Euro. Da sich die Anschaffungskosten von Haus zu Haus sehr stark unterscheiden, empfehlen wir Hausbesitzern die Beratung durch einen Installateur. Dieser kann die örtlichen Gegebenheiten unter die Lupe nehmen und ein zuverlässiges Angebot erstellen.

Fördermittel senken die Kosten der Öl-Brennwerttherme

Geht es um einen Heizungstausch, stellt der Staat aktuell noch hohe Fördermittel zur Verfügung. Hausbesitzer können dabei zwischen zinsgünstigen Darlehen oder einmaligen Zuschüssen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wählen. Während es die Darlehen (Programm 152) mit einem Tilgungszuschuss von 7,5 Prozent gibt, beteiligt sich der Staat über das KfW-Programm 430 zu zehn Prozent an den Kosten der neuen Öl-Brennwertheizung. Wichtig ist, dass die Mittel vor dem Beginn der Sanierung mit einem Energieberater beantragt werden. Dieser prüft, ob alle technischen Voraussetzungen eingehalten sind und bestätigt das gegenüber der KfW.

Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Eine Öl-Brennwerttherme nutzt verborgene Wärme aus den heißen Verbrennungsabgasen und sorgt so für sinkende Heizkosten. Sie schont aber nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Dafür sorgt der Einsatz von Bioöl oder die Kombination mit einer Solarthermieanlage. Aktuell gibt es für die Technik außerdem hohe Fördermittel der KfW.

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