Im Überblick: Die Heizölpreisentwicklung

Schwankende Preise und globale Entwicklungen führen dazu, dass der Preis des Heizöls als Besitzer einer Ölheizung kontinuierlich überwacht werden sollte. Nur so lassen sich Preisspitzen und Tiefstwerte ausfindig machen und diese für die eigene Bestellung nutzen. Mit langfristigen Prognosen tun sich indes sogar Experten schwer – dafür existieren oft zu viele schwankende Faktoren.

LKW mit Heizöltank - Heizölpreisentwicklung

Wie entsteht der Heizölpreis im ersten Schritt?

Bevor die tatsächliche Entwicklung des Heizölpreises verfolgt werden kann, gilt es zu verstehen, wie dieser Preis funktioniert und entsteht. Beim finalen Verbraucherpreis sind natürlich mehr Positionen enthalten, als lediglich der reine Geldpreis für den Rohstoff selber. Die Lagerung und Verarbeitung spielt auf Seiten der Produzenten und Auslieferer eine große Rolle. Zugleich gesellen sich hierzu Steuern und Abgaben, aber auch die Anpassung an die Nachfrage. Daher lassen sich selbst kurzfristig in der Heizölpreisentwicklung erhebliche Schwankungen verbuchen. Vor allem zwischen der warmen und kalten Jahreszeit sind diese omnipräsent und resultieren aus den großen Unterschieden in der Nachfrage.

Der Rohstoff selber wird weltweit auf dem Handelsmarkt gehandelt – spezifischer dem sogenannten „Rohölmarkt“. Auch hier bilden Nachfrage und Angebot den jeweiligen Preis. Immer wieder spielen außerdem weitere Faktoren mit ein, beispielsweise die natürliche, quantitative Begrenzung des Rohstoffes. Wurde beispielsweise gerade eine neue, riesige Fundstelle zur Gewinnung von Heizöl gefunden und bearbeitet, kann das zu einem reduzierten Preis führen. Einen erheblichen Teil machen aber vor allem Steuern in Deutschland aus. Besitzt dieses Heizöl einen hohen Schwefelgehalt, müssen sogar noch mehr Steuern gezahlt werden, als wenn sich der Anteil des Schwefels eher geringer bemisst. Die Mehrwertsteuer wird ebenfalls erhoben.

Konkrete Einflussfaktoren auf die Heizölpreisentwicklung

Auf die Heizölpreisentwicklung wirken sowohl objektive als auch subjektive Faktoren ein. Subjektiv deshalb, weil jeder Lieferant seinen eigenen Preis bilden kann. Deshalb ist die allgemeine Heizölpreisentwicklung auch immer als ein Durchschnitt zu verstehen, der finale Preis hingegen wird beim Anbieter selber erfragt. Regionale Unterschiede in der Preisentwicklung sind deshalb nicht auszuschließen, wobei die Tendenz, also ob steigend oder fallend, üblicherweise erhalten bleibt. Die aktuellen Währungskurse fließen ebenfalls in den finalen Preis ein. Da der Rohstoff in US-Dollar gehandelt wird, ist ein starker oder schwacher Euro folglich ein direkter Einflussfaktor, den Verbraucher aber nicht beeinflussen können.

Nicht beeinflussbare Faktoren der Heizölpreisentwicklung

Viele der Faktoren der Heizölpreisentwicklung können durch Verbraucher nicht beeinflusst werden. Politische Ereignisse, Umweltkatastrophen in Lieferantenländern, Kriege oder Störungsfaktoren beim Transport können zu kurz-, mittel- und langfristigen Anstiegen beim Preis führen. Die Heizölpreisentwicklung findet daher auf dem globalen Markt statt, selbst wenn dieses Öl letztlich von einem deutschen Lieferant in Deutschland ausgeliefert wird.

Tipp: Saisonale Schwankungen des Preises nutzen

Saisonale Unterschiede sind zudem immer zu erwarten, weshalb viele Experten auch zu einer Bestellung in den Sommermonaten raten, vor allem in der bundesweiten Ferienzeit. Weil die Nachfrage in der warmen Jahreszeit stark fällt, fallen im Gegenzug auch die Preise, während sie im Winter aufgrund der erhöhten Nachfrage schlagartig ansteigen – nicht selten auf ein vorläufiges Jahreshoch. Diese saisonalen Schwankungen haben den Vorteil, dass sie mit Hinblick auf die Heizölpreisentwicklung zumindest vorhersehbar sind. Verbraucher können sich folglich darauf einstellen und angemessen reagieren. Die globalen Einflussfaktoren der Heizölpreisentwicklung müssen hingegen akzeptiert werden, so wie sie sind.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Unabhängig der aktuellen Heizölpreisentwicklung sollten die Preise immer recherchiert werden, um mitunter Differenzen bei verschiedenen Lieferanten ausfindig zu machen. Auch durch Sammelbestellungen kann auf eine steigende Preisentwicklung reagiert werden, um den Einzelpreis pro Bestellung effizient zu reduzieren.

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