HEL: Verfügbare Heizölsorten im Vergleich

Geht es um das Heizen mit Öl, stehen Hausbesitzern heute verschiedene Sorten zur Verfügung. Neben Standardheizöl (HEL) gibt es dabei schwefelarmes sowie Premium- und Bioheizöl. Worin sich Standardheizöl von den übrigen Typen unterscheidet und ob jeder Kessel problemlos vom Betrieb mit HEL auf modernen Ölsorten umgestellt werden kann, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

HEL (EL) ist extraleichtes Heizöl

Extraleichtes Heizöl ist ein flüssiger Brennstoff, der aufgrund seiner Dichte und Zusammensetzung besonders leichtflüssig ist. Er wird überwiegend aus der Destillation von Erdöl gewonnen und zum Beispiel in Brennwertheizungen für die Erzeugung von Raumwärme und die Warmwasserbereitung genutzt.

Neben dem extraleichten, gibt es auch schweres Heizöl, das jedoch überwiegend in der Industrie eingesetzt wird. Vor allem im Heizungsbereich stellt schwefelarmes extraleichtes HEL mit einem Marktanteil von über 99 Prozent den Standard dar.

Die Qualitätsanforderungen an den Rohstoff sind unter anderem in der DIN 51603-1 geregelt und gewährleisten höchste Zuverlässigkeit, einen sparsamen Verbrauch, einen geringen Wartungsaufwand und niedrige Umweltauswirkungen.

LKW liefert HEL

Das richtige Öl für die eigene Heizung

Geht es um den Heizölkauf, stehen Hausbesitzern heute verschiedene Sorten zur Auswahl. Unterscheiden kann man dabei:

  • Schwefelarmes Heizöl
  • Premiumheizöl
  • Bioheizöl
  • Klimaneutrales Heizöl

Schwefelarmes Heizöl (HEL): Der neue Standard

Schwefelarmes Heizöl wurde speziell für den Betrieb mit Brennwerttechnik entwickelt und lässt sich in alten und neuen Ölheizungen einsetzen. Es erfüllt besonders hohe Anforderungen an Qualität sowie Umweltverträglichkeit und gewährleistet neben einem niedrigen Heizölverbrauch auch einen wartungsarmen Betrieb. Möglich wird das vor allem durch die nahezu rückstandslose Verbrennung, deren Emissionen denen einer Gasheizung ähneln.

Premiumheizöl: HEL mit speziellen Zusätzen

Premiumheizöl ist ein besonders effizienter Brennstoff, der einen niedrigen Heizölverbrauch, eine bessere Umweltverträglichkeit und einen geringeren Wartungsaufwand der Heizung ermöglichen soll. Damit das funktioniert, besteht er neben schwefelarmem Heizöl (EL) aus verschiedenen Additiven - Zusatzstoffen, die die spezifischen Eigenschaften des Brennstoffs verändern.

Bioheizöl: HEL mit biologischem Anteil

Bioheizöl besteht aus herkömmlichem schwefelarmen Heizöl, das mit Öl aus nachwachsenden Rohstoffen gemischt wurde. Der Bioölanteil von 5 bis 10 Prozent wird in der Regel aus sogenannten Fettsäurmethylesthern (FAME) hergestellt und ist technisch gut zu produzieren. Ausgangsstoffe sind zum Beispiel Rapspflanzen und Sonnenblumen. Bioheizöl wird mit Heizöl EL A (für alternativ) abgekürzt, mindert die Umweltauswirkungen und schont den Verbrauch fossiler Rohstoffe.

Klimaneutrales Öl: HEL ohne CO2-Emissionen?

Bei klimaneutralem Öl zum Heizen handelt es sich in der Regel um schwefelarmes HEL (EL) oder Bioheizöl. Da die CO2-Neutralität bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe theoretisch nicht möglich ist, wird ein zusätzlicher Preisaufschlag für die Investition in Klimaschutzmaßnahmen genutzt. So kompensiert die theoretische CO2-Aufnahme neu angepflanzter Bäume zum Beispiel die Schadstoff-Emission bei der Verbrennung.

Schwefelarmes HEL für neue und alte Heizungen

Schwefelarme Brennstoffe können heute für neue und alte Heizungen verwendet werden. Während sie für den Betrieb mit Ölbrennwertheizungen teilweise vorgeschrieben sind – erkenntlich ist das zum Beispiel am grünen Deckel auf dem Öleinfüllstutzen – sollte bei der Umstellung von Standard zu schwefelarm ein Installateur zurate gezogen werden. Dieser führt eine Brennerwartung sowie eine Reinigung des Kessels durch und kann Probleme im Betrieb ausschließen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Schwefelarmes und extraleichtes Öl zum Heizen (EL), ist heute Standard für die Ölheizung. Es erfüllt hohe Anforderungen an die Qualität und kann mit verschiedenen Zusätzen zu Premium- oder Bioheizöl weiterverarbeitet werden.

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