Heizöllieferanten: Sie haben die Qual der Wahl

Wer eine Ölheizung nutzt, muss seinen Tank regelmäßig auffüllen lassen. Glücklicherweise existieren in den meisten Regionen mehrere Heizöllieferanten. Dadurch können Sie sich den Anbieter mit dem besten Angebot aussuchen. Wir erklären Ihnen, wie Sie den passenden Heizöllieferanten ausfindig machen und Ihre Heizkosten auf diese Weise senken.

Wie macht man Heizöllieferanten ausfindig?

Trotz einiger fixer Kostenfaktoren beim Heizölpreis, hat jeder Heizöllieferant ein bisschen Spielraum, um verschiedene Angebote zu gestalten. Daraus ergeben sich preisliche Differenzen, die in der Regel ausschlaggebend bei der Suche sind. Abhilfe schafft ein Online-Vergleich. Bei diesem werden nur wenige Angaben vom Verbraucher benötigt. Den Rest erledigt der programmierte Algorithmus mitsamt der angeschlossenen Datenbank. Zwingend notwendig ist die Angabe der benötigten Menge. Weiterhin sind die Postleitzahl für das Liefergebiet und gegebenenfalls eine Sorte auszuwählen. Anhand dieser Variablen ermittelt solch ein Vergleich, welche Heizöllieferanten einen besonders guten Preis anbieten.

Daneben gibt es auch andere Möglichkeiten, die Preise und Angebote der Heizöllieferanten zu vergleichen – so auch manuell.  Damit können Anlagenbesitzer die eigenen Bedürfnisse und spezielle Umstände bei der Auswahl berücksichtigen.

Auch ein Tipp von Nachbarn oder Bekannten kann Goldwert sein. In jedem Falle sollten Sie etwas Zeit investieren, um den passenden Heizöllieferanten für sich zu finden.

Der grüne Tankwagen eines der zahlreichen Heizöllieferanten
© VRD / Fotolia

Sammelbestellungen senken den Preis

Die Konditionen der Heizöllieferanten hängen vor allem von der Liefermenge ab. Wer mehr Heizöl bestellt, wird dabei mit günstigeren Preisen belohnt. Da das eigene Tankvolumen begrenzt ist, bleibt Verbraucher nur die Möglichkeit, sich mit anderen Ölheizern zusammenzuschließen. Sogenannte Sammelbestellungen sind zum Beispiel unter Nachbarn oder in eigenen Vereinen möglich. Sie sorgen für günstige Heizkosten, funktionieren meist aber nur dann, wenn alle Besteller aus dem gleichen Postleitzahlenbereich kommen. Ist das nicht der Fall, fallen die Heizölpreise oft höher aus. Ein Nachteil der Sammelbestellung beim Heizöllieferanten: Alle Besteller müssen sich über Liefertag und Lieferzeit einig werden. Auch das Zahlen der Rechnung muss oft ein Partner übernehmen. 

Idealerweise bestellen Anlagenbesitzer beim entsprechenden Heizöllieferanten kurz bevor der Öltank leer ist. Damit kann möglichst viel Heizöl mit einem Schlag geliefert werden. Haben Sie bereits den richtigen Heizöllieferanten gefunden, erfragen Sie diese Möglichkeit auch persönlich und finden gemeinsam einen passenden Termin zusammen mit den Nachbarn.

Preise der Heizöllieferanten unterliegen immer Schwankungen

Wer an fossile Rohstoffe gebunden ist, muss mitunter mit stark schwankenden Preisen rechnen. Die meisten dieser Brennstoffe werden aus fremden Ländern bezogen. Witterung, politische Ereignisse und generell der Ablauf vom Export aus dem Herkunftsland spielt daher bei der Preisbildung eine Rolle. Speziell bei Brennstoffen für ein Heizsystem ist außerdem die Nachfrage selbst nie zu vernachlässigen. Es liegt auf der Hand, warum viele Haushalte im Herbst oder im frühen Winter Bestellungen auslösen. Es muss täglich geheizt werden und mitunter reicht der Inhalt des Tanks einfach nicht mehr aus. Clever ist jeder, der seine eigene Bestellung beim Heizöllieferanten entgegen dem typischen Nachfrageverlauf auslöst.

Antizyklisch bestellen lohnt sich

Speziell im Frühjahr und Sommer, da die Ölheizungen dann nicht in Betrieb oder nur teilweise für die Bereitstellung von Warmwasser sind, bieten Heizöllieferanten merklich bessere Preise an. Das begründet sich schlicht in der reduzierten Nachfrage. Im Umkehrschluss ist eine Bestellung in der kalten Jahreszeit immer teurer als in den warmen Monaten. Wer die Heizölpreise beobachtet und entsprechend vorausplant, kann seine eigenen Kosten senken.

Worauf sollten Sie bei der Wahl des richtigen Heizöllieferanten achten?

Neben der Beobachtung von Preisschwankungen und dem richtigen Zeitpunkt des Kaufs gibt es auch ein paar Punkte bei der Vertragsunterzeichnung zu beachten. Grundsätzlich gilt bereits bei der Vorauswahl auf seriöse Angebote zu achten, zu denen auch ausreichend viele Informationen zur Verfügung gestellt werden. Das heißt auch, dass alle Kostenfaktoren eindeutig aufgelistet werden. Denn bei einer Lieferung bezahlen Sie natürlich nicht nur das Heizöl selbst. So gibt es nicht selten einen Aufpreis für die Lieferdistanz. Häufig ist eine Strecke von knapp 50 Kilometer im Preis inbegriffen, alles darüber hinaus muss unter Umständen zusätzlich bezahlt werden. Daneben sind auch häufig Mindestliefermengen festgelegt. Werden diese unterschritten, muss dies auch extra bezahlt werden. Achten Sie also in jedem Falle auf die einzelnen Konditionen eines Angebots. Suche Sie nach dem passenden. Das muss nicht immer das günstigste sein. 

Bei der Entscheidung für einen Heizöllieferanten lassen Sie sich am besten ein bisschen Zeit und definieren für sich vorab die wichtigsten Kriterien. Was ist Ihnen also wichtig? Setzen Sie sich zudem ein Preislimit. Schauen Sie außerdem am besten in Ihrer Region nach einem passenden Angebot. Sollte sie einmal kurzfristig Heizöl benötigen, kann der Lieferant vergleichsweise schnell reagieren. 

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Prinzipiell ist es zu empfehlen, sich bei der Wahl eines Heizöllieferanten etwas Zeit zu lassen. Vergleichen Sie im Vorfeld verschiedene Angebote und beachten Sie Sonderkonditionen sowie das Kleingedruckte. Achten Sie außerdem darauf, dass alle Kostenfaktoren entsprechend aufgelistet werden und die Rechnungsstellung transparent ist. 
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