Eine Öl-Brennwertheizung kaufen und sparen

Alte Heizungen hängen dem Stand der Technik oft deutlich hinterher. Sie pusten Wärme durch den Schornstein und verbrauchen mehr Energie als nötig. Wer Geld sparen und die Umwelt entlasten möchte, kann eine neue Öl-Brennwertheizung kaufen. Denn diese nutzt die Brennstoffe besser aus und verbraucht weniger Heizöl.

Funktion und Aufbau der Brennwertheizung für Heizöl

Wer eine Öl-Brennwertheizung kaufen möchte, interessiert sich für ein effizientes und komfortables Heizgerät. Das Besondere daran ist die Nutzung der latenten Wärme. Diese steckt im Abgas und verschwindet bei älteren Heizungen einfach über den Schornstein. Nicht so bei der Ölheizung mit Brennwerttechnik. Denn hier kühlen die Abgase so weit ab, dass der darin befindliche Wasserdampf kondensiert. Das setzt zusätzliche Energie frei und entlastet den Brenner. In der Folge sinkt der Verbrauch und die Heizkosten fallen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Brennwerttechnik durch geringere Emissionen auch die Umwelt und das Klima entlastet.

Geht es um den Aufbau der Technik, bestehen Öl-Heizanlagen aus dem Wärmeerzeuger und einem Tank. Dieser bevorratet genug Heizöl für etwa ein Jahr und kann bei einer Sanierung zur Brennwertheizung oft erhalten bleiben. Abhängig vom Zustand kann es jedoch nötig sein, den Öltank reinigen zu lassen.  

Öl-Brennwertheizung kaufen: Diese Tipps helfen

Möchten Hausbesitzer ihre alte Ölheizung durch eine neue ersetzen, sind einige Dinge zu beachten. So kommt es neben dem passenden Heizsystem vor allem auch auf die richtige Leistung der Technik an.

Geldscheine und Sparschwein für die Einsparungen, wenn Hausbesitzer eine
neue Öl-Brennwertheizung kaufen
© stadtratte | Fotolia

Haus und Heizsystem müssen zum Kessel passen

Eine Brennwertheizung arbeitet nur dann wirklich effizient, wenn die Vorlauftemperatur der Heizung niedrig ist. Denn das ist wiederum die Voraussetzung für einen kühlen Rücklauf und dafür, dass der Wasserdampf im Abgas kondensiert. Technisch lässt sich das am besten durch groß ausgelegte Heizkörper oder eine Flächenheizung realisieren. Beide übertragen thermische Energie über große Flächen in den Raum und kommen daher mit niedrigeren Temperaturen des Heizmediums aus. In der Praxis hilft auch ein hydraulischer Abgleich, bestehende Anlagen zu optimieren.

Die richtige Größe der Öl-Brennwertheizung kaufen

Untersuchungen zeigen immer wieder, dass viele alte Wärmeerzeuger zu groß sind. Sie geben zu viel Wärme ab, schalten sich häufig an und aus (takten) und verbrauchen mehr Energie als nötig. Auch wenn neue Kessel ihre Leistung flexibel an den Wärmebedarf anpassen können, ist es wichtig, diese richtig zu dimensionieren. Möchten Hausbesitzer eine Öl-Brennwertheizung kaufen, sollten sie daher auch eine Heizlastberechnung durchführen lassen. Dabei untersucht ein Experte die Wärmeverluste des Gebäudes, um zu ermitteln, wie groß die Leistung der neuen Heizung sein muss. Abhängig vom Baujahr helfen folgende Richtwerte bei einer ersten Einschätzung. Dabei sollte die Heizung eine Leistung von:

  • 150 bis 200 Watt pro Quadratmeter haben, wenn das Haus vor 1970 gebaut wurde
  • 100 bis 150 Watt pro Quadratmeter haben, wenn das Baujahr zwischen 1980 und 1970 liegt
  • 75 bis 100 Watt pro Quadratmeter haben, wenn das Baujahr zwischen 1990 und 1980 liegt
  • 50 bis 100 Watt pro Quadratmeter haben, wenn das Baujahr zwischen 1990 und 2000 liegt
  • 15 bis 50 Watt pro Quadratmeter haben, wenn das Haus nach 2000 gebaut wurde

Wichtig zu wissen ist, dass sich sowohl bereits durchgeführte Sanierungsmaßnahmen, wie auch die Art der Warmwasserbereitung auf die nötige Leistung auswirken können. Möchten Hausbesitzer eine Öl-Brennwertheizung kaufen, sollten sie daher immer auch einen Installateur zurate ziehen.

Kosten und Förderung beim Öl-Brennwertheizung kaufen

Die Ölheizung gilt als vergleichsweise günstiges Heizsystem. So gibt es die Technik heute bereits für 6.000 bis 8.000 Euro. Teurer wird es hingegen, wenn Hausbesitzer auch einen neuen Schornstein benötigen. Das ist häufig der Fall, wenn sie von einem alten Kessel zur Brennwerttechnik wechseln und verursacht Ausgaben von 1.000 bis 2.000 Euro. Müssen Verbraucher auch einen neuen Öltank installieren, steigen die Kosten um weitere 2.000 bis 3.000 Euro. Wer auch eine Solarthermie-Anlage zusätzlich zur Öl-Brennwertheizung kaufen möchte, sollte noch einmal 3.000 bis 5.000 Euro einplanen.

Fördermittel von KfW und IWO senken die Anschaffungskosten

Wenn Sanierer eine effiziente Öl-Brennwertheizung kaufen, profitieren sie aktuell von einer hohen Förderung. So stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum Beispiel zinsgünstige Darlehen oder einmalige Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent der Gesamtkosten zur Verfügung. Noch mehr Geld gibt es darüber hinaus vom Institut für Wärme und Öltechnik e.V. (IWO). Denn dieses zahlt bis Ende 2017 250 Euro extra, wenn Hausbesitzer den Kessel eines Aktionspartners einbauen. Wie hoch die Förderung im Detail ist, welche Voraussetzungen dafür zu erfüllen sind und wie Verbraucher die Mittel beantragen können, erklärt der Beitrag „Zuschuss zur Ölheizung“. 

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Wer eine neue Öl-Brennwertheizung kaufen möchte, kann seine Heizkosten senken und die Umwelt entlasten. Denn die moderne Technik nutzt verborgene Wärme der Abgase und damit fast 100 Prozent der Energie des Heizöls. Voraussetzung für den effizienten Betrieb ist die richtige Dimensionierung und ein Heizsystem mit niedrigen Rücklauftemperaturen.

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