Der Brennwertkessel für Öl im Fokus

Heutzutage gilt die Öl-Brennwerttechnik als eine der effizientesten Heiztechniken überhaupt. Ihr großer Vorteil: Anders als bei herkömmlichen Heizungen werden die heißen Abgase von einem Brennwertkessel für Öl abgekühlt und zum Heizen genutzt. Auf diese Weise kann das verwendete Heizöl fast ohne Verluste in Wärme umgewandelt werden. Durch den Einbau eines Öl-Brennwertkessels sinkt der Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent, so dass neben der Umwelt auch der Geldbeutel entlastet wird. Und das Beste: Die Kombination der Öl-Brennwerttechnik mit erneuerbaren Energien ist problemlos möglich.

Die Funktionsweise eines Brennwertkessels für Öl

Beim Heizen mit einem Brennwertkessel für Öl erfolgt der Transport des Brennstoffes mittels einer Pumpe über eine Leitung hin zum Kessel. Die Entzündung des Öls geschieht mithilfe eines Brenners. Die hieraus resultierende Wärme sorgt für die Erhitzung des Heizwassers. Zudem entsteht im Zuge des Kondensationsprozesses der heißen Abgase Wärme, die ebenfalls genutzt wird. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die Rücklauftemperatur des Heizwassers unterhalb einer Temperatur von 47 Grad Celsius, d.h. unterhalb des Taupunktes, liegt. 

In Bezug auf die Abgase entstehen hierdurch weitaus niedrigere Temperaturen als beispielsweise bei Niedertemperaturkesseln. In einer Brennwertheizung für Öl wird die Kondensation über einen separaten, nachgeschalteten Wärmetauscher umgesetzt. Wie die Funktionsweise im Detail aussieht, erklären wir im Beitrag "Ölheizkessel".

Ein Blick in einen Brennwertkessel für Öl
© Konstantin Kulikov | Fotolia

Brennwertkessel für Öl - Dies gilt es beim Kauf zu beachten

Wer einen Brennwertkessel für Öl kaufen möchte, sollte bestimmte Aspekte beachten. Als erstes gilt es, den Wärmebedarf des Hauses zu ermitteln. Denn dieser bildet die Basis für die Berechnung der notwendigen Leistung des Öl-Brennwertkessels. Wo der Brennwertkessel Öl installiert wird, ist zweitrangig, denn dies ist im gesamten Haus möglich. Zudem sind die Brennwertkessel für Öl, die an der Wand hängen, sehr platzsparend. Modelle, die auf dem Boden stehen, benötigen zwar etwas mehr Platz, allerdings muss keine Überströmungseinrichtung, durch welche den Brennwerteffekt minimiert werden könnte, installiert werden.

Der Einsatz eines Pufferspeichers kann die Rücklauftemperatur beeinflussen

Wer zu einem Brennstoffkessel für Öl mit einer solarthermischen Unterstützung tendiert, sollte bedenken, dass ein mit Wasser gefüllter Solarspeicher nahezu 500 Kilogramm wiegt und ebenfalls Platz benötigt. Zudem gilt es beim Kauf darauf zu achten, dass der Brennwertkessel für Öl keine hydraulische Weiche oder ein Überströmventil benötigt. Des Weiteren sollte beachtet werden, dass der Einsatz eines Pufferspeichers die Rücklauftemperatur erhöhen kann, so dass der Brennwerteffekt gemindert wird.

Die Vor- und Nachteile von Brennwertkesseln für Öl

Der Brennwertkessel für Öl stellt derzeit beim Heizen mit fossilen Brennstoffen die effizienteste Art dar. Wenngleich auch Brennwertkessel für Öl bestimmte Nachteile wie zum Beispiel etwas höhere Anschaffungskosten aufweisen, kann ein solcher Kessel mit diversen Vorteilen punkten. Obschon sich die Anschaffungskosten bei langfristiger Benutzung amortisieren, gilt es, die laufenden Betriebskosten eines Öl-Brennwertkessels zu berücksichtigen. Nichtsdestotrotz kann die Anschaffung eines Brennwertkessels aufgrund seiner Effizienz empfohlen werden.

Die Vorteile im Überblick:
- Hohe Energieeffizienz aufgrund hoher Nutzungsgrade
- Installation in nahezu allen Gebäuden problemlos möglich
- KfW-Förderung möglich
- Kurze Amortisationszeit

Die Nachteile im Überblick:
- Keine Prognose in Bezug auf die langfristige Preisentwicklung möglich
- Verwendung des fossilen Brennstoffes Erdöl
- Aufgrund des säurehaltigen Kondensats sind beständige Abfluss- und Abgasleitungen unabdingbar

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Ein Öl-Brennwertkessel kann aufgrund seiner Energieeffizienz, problemlosen Installation sowie kurzen Amortisationszeit und einer möglichen KfW-Förderung grundsätzlich empfohlen werden. Hinzu kommt, dass dank moderner Brennwerttechnik die Umwelt entlastet und gesetzliche Vorgaben eingehalten werden können.

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