Der Batterietank: Aufbau, Vorteile, Kosten

Sprechen Experten von einem Batterietank, geht es in der Regel um einen modular aufgebauten Heizöltank. Die einzelnen Elemente sind dabei besonders kompakt, sodass sie sich ohne Probleme auch in Altbauten installieren lassen. Aus welchen Materialien die Tanks bestehen, welche Vorteile sie haben und was sie kosten, erklären wir in diesem Beitrag.

Aufbau und Eigenschaften der Batterietanks

Ein Batterietank ist ein Heizöltank, der aus mehreren Modulen besteht. Diese lassen sich individuell zusammenstellen und verbinden, sodass sich eine optimale Füllmenge ergibt. Wie groß diese sein muss, hängt in der Regel von der Größe und dem energetischen Zustand eines Gebäudes ab. Ein Installateur hilft, das passende Volumen schnell zu ermitteln.

Mehr Sicherheit durch doppelte Außenwand

Sicher sind Batterietanks durch eine doppelte Außenhaut, wobei jede Schicht einzeln auf Dichtheit kontrolliert wird. Außerdem schlagen integrierte Leckerkennungssysteme Alarm, sobald sich Heizöl zwischen der äußeren und der inneren Hülle befindet. Im Gegensatz zu einwandigen Tanks sind separate Auffangwannen im Aufstellraum damit überflüssig. Das spart Kosten bei der Installation und Platz im Technikraum.

Verschiedene Materialien für Batterietanks

Die modularen Heizöltanks bestehen heute aus ganz unterschiedlichen Materialien. Besonders typisch ist der Einsatz von doppelwandigen Behältern aus Polyethylen (PE), Polyamid (PA) oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Denn diese sind robust und leicht. Für zusätzlichen Schutz kann auch eine Außenhülle aus Stahlblech sorgen.

Eine kompakte Möglichkeit zur Heizöllagerung

Die einzelnen Elemente der Batterietanks sind in verschiedenen Größen vorhanden. Sie lassen sich flexibel miteinander verbinden, sodass sich auch größere Heizöllager vergleichsweise einfach errichten lassen. Durch die schmale und hohe Bauweise der Module benötigen 3.000 Liter Heizöl nicht mehr als 1,5 Quadratmeter Boden. Ein weiterer Vorteil: Die Module sind in der Regel so schmal, dass sie auch bei einer Sanierung durch verwinkelte Treppenhäuser und enge Durchgänge passen.

Lieferung von Heizöl für den Batterietank
© Alex | Fotolia

Vorteile der Batterietanks für die Ölheizung  

Modular aufgebaute Tanks für die Ölheizung haben viele Vorteile. So lassen sie sich selbst bei einer Sanierung einfach und unkompliziert aufstellen. Sie sind flexibel erweiterbar und können bei Bedarf sogar ohne Weiteres demontiert werden. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Sicherheit, die durch doppelte Behälterwände und integrierte Leckerkennungssysteme besteht. Diese machen Abmauerungen mit ölfesten Anstrichen überflüssig. Das spart wiederum Kosten und Platz. Durch spezielles Zubehör zur Verankerung am Boden lässt sich ein Batterietank selbst gegen das Aufschwimmen bei Hochwasser sichern.

Kosten und Fördermittel im Überblick  

Wie viel Hausbesitzer für einen neuen Batterietank ausgeben müssen, richtet sich in erster Linie nach der Größe des Gebäudes und dem jeweiligen Heizölverbrauch. Anlagen mit einem Volumen von 3.000 Litern, die für Einfamilienhäuser in der Regel ausreichend sind, gibt es dabei für 1.000 bis 2.000 Euro. Soll die Aufstellung in Hochwasserschutzgebieten erfolgen, sind zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Batterietanks mit Seilsicherungen, Bodenanker und bauaufsichtlicher Zulassung schlagen hier mit etwa 3.000 bis 4.500 Euro zu Buche. Für Gewissheit sorgt in jedem Fall das Angebot von einem Installateur aus der eigenen Region.

Staatliche Fördermittel für den Batterietank  

Was kaum einer weiß: Wer alte Heizkessel durch eine neue Öl-Brennwertheizung austauscht, bekommt günstige Darlehen oder Zuschüsse vom Staat auch für den Öltank. Interessant sind dabei die Programme 152 und 430 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Während Hausbesitzer Kredite mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 Prozent bekommen, gibt es die reinen Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent der Kosten. Gefördert werden dabei der Ausbau und die Entsorgung der alten Tanks sowie die Anschaffung und Installation der neuen Anlage. Zu beachten ist, dass Hausbesitzer die Fördermittel noch vor dem Einbau der neuen Heizung mit einem Energieberater beantragen müssen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Ein Batterietank besteht aus mehreren kompakten Modulen, die sich im Heizungskessel einfach und individuell verbinden lassen. Die Elemente sind leicht, platzsparend und durch die doppelte Außenwand auch sicher. So können Hausbesitzer selbst in Hochwassergebieten auf eine platzraubende Abmauerung und einen Anstrich mit ölfester Farbe verzichten. Ein weiterer Vorteil: Die Module sind so dimensioniert, dass sie sich auch bei einer Sanierung meist ohne Weiteres einbringen lassen. 

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