Alte Ölheizung erneuern und Heizkosten sparen

In den meisten Fällen lohnt es sich, die in die Jahre gekommene Ölheizung erneuern zu lassen. Worauf Hausherren dabei achten sollten, was eine neue Ölheizung kostet und ob es finanzielle Unterstützung vom Staat gibt, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Ölheizung erneuern lassen ist Pflicht

Eine alte Ölheizung arbeitet in der Regel ineffizient. Das bedeutet, dass sie nicht alle Wärmeenergie im Brennstoff verwerten kann. Das wiederum führt dazu, dass mehr Öl verbrannt werden muss als nötig. Und da Öl ein endlicher Rohstoff ist und die Bundesregierung die Energiewende vorantreiben möchte, werden alte Kessel Schritt für Schritt aus dem Verkehr gezogen. Ab Januar dieses Jahres müssen Hausbesitzer ihre alten Heizkessel austauschen lassen, sofern dieser über 30 Jahre alt ist. Zwar gibt es auch hier Ausnahmen. Der Trend geht aber deutlich dahin, dass Hausherren verpflichtet werden, ihre alte Ölheizung erneuern zu lassen.

Ölheizung erneuern lassen auf freiwilliger Basis

Natürlich müssen Hausbesitzer nicht darauf warten, dass ihr Heizkessel 30 Jahre und älter wird, bevor sie diese erneuern lassen. Denn auch wenn eine Ölheizung „nur“ 20 Jahre hinter sich hat, arbeitet sie im Vergleich zu einer modernen nicht mehr so, wie es sein soll. Wer freiwillig seine alte Ölheizung erneuern lässt, spart auf Dauer nicht nur Heizkosten. Eine neue Ölheizung mit Brennwerttechnik ist in der Lage, die Abgase abzukühlen und anschließend die darin enthaltene Kondensationswärme zu nutzen. Sie geht somit sehr schonend mit fossilen Rohstoffen um, was der Umwelt sehr zugute kommt.

Eine alte Ölheizung erneuern kann auch eine optische Aufwertung bedeuten.

Tipps beim Ölheizung erneuern

Steht die Entscheidung, die alte Ölheizung erneuern zu lassen, erst einmal fest, werden Hausherren mit weiteren Fragen konfrontiert. Wie finde ich die passende Heizung? Was kostet eine Heizung? Wann soll ich die neue Heizung am besten kaufen etc.? Im Folgenden werden wichtige Aspekte zusammengefasst, auf die Hausbesitzer beim Ölheizung kaufen achten sollten.

Energiebedarf berechnen

Damit die neue Heizung auch die Wärmemenge liefert, die tatsächlich benötigt wird, betrifft die erste Frage den Energiebedarf. Ältere Heizkessel sind häufig überdimensioniert und verursachen dadurch unnötig Kosten. Bei Ölheizung erneuern soll das Augenmerk daher auf den persönlichen Heizbedarf gelegt werden. Mit einer Heizlastberechnung finden Hausherren schnell heraus, wie viel Heizwärme sie wirklich brauchen.

Lagerplatz für den Brennstoff

Wer eine alte Ölheizung erneuern lassen möchte, hat in der Regel bereits einen Öltank und den dazugehörigen Platz. Soll im Rahmen der Heizungsmodernisierung den bisherigen Heizraum anderweitig verwendet werden, ist der Einsatz eines Erdtanks eine Option. Dieser muss im Vergleich zu einem klassischen Öltank höhere Sicherheitsstandards erfüllen, bevor er dann in eine vorgesehene Grube hineingelegt und mit Erde bedeckt wird.

Neue statt gebrauchte Ölheizung kaufen

Um Kosten zu sparen, greifen einige Verbraucher beim Ölheizung erneuern auf gebrauchte Geräte zurück. Diese sind auf den ersten Blick günstiger als neue Modelle, haben aber oft den Nachteil, dass die Garantie bereits abgelaufen ist. Im schlimmsten Fall kommt es bei der Inbetriebnahme zu Schäden, für die der Käufer letztlich haften muss. Wer seine alte Ölheizung erneuern möchte, sollte sie daher immer gegen eine neue tauschen lassen – und von einem Fachbetrieb.

Den richtigen Zeitpunkt für die Heizungsmodernisierung finden

DEN richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Sollte die Heizung mitten im Winter ausfallen, dann muss sie schnellstmöglich erneuert werden. Im Normalfall können Hausherren den Frühling bzw. den Sommer nutzen, um ihre alte Ölheizung erneuern zu lassen. Zu dieser Jahreszeit haben die Fachbetriebe etwas mehr Zeit.

Kosten beim Ölheizung erneuern

Beim Ölheizung erneuern entstehen selbstverständlich Kosten – und das in dreifacher Hinsicht. Am teuersten ist natürlich die Anlage selbst. Je nach Hersteller, Region und der Größe schlägt eine Öl Brennwertheizung für ein Einfamilienhaus mit 6.000 bis 8.000 Euro zu Buche. Soll die neue Ölheizung auch mit einer Solaranlage kombiniert werden, können die Kosten schnell auf etwa 13.000 Euro steigen.

Ist eine Anlage in die Jahre gekommen, können andere Komponenten wie die Leitungen oder der Schornstein Verschleißerscheinungen aufweisen. Damit die neue Ölheizung auch optimal an die vorhandenen Gegebenheiten passt, ist ein hydraulischer Abgleich empfehlenswert. Der dritte Kostenfaktor, der beim Ölheizung erneuern entsteht, ist der Verbrauch selbst. Da der Ölpreis immer wieder schwankt und langfristig nicht absehbar ist, darf er bei der Kostenkalkulation nicht außer Acht gelassen werden.

Ölheizung mit Fördermitteln erneuern

Wie eingangs erwähnt will die Bundesregierung die Energiewende vorantreiben und unterstützt daher die Heizungsmodernisierung finanziell. Die Förderung für eine Ölheizung kommt unter anderem von der KfW in Form von Zuschüssen in Höhe von zehn Prozent und günstigen Krediten. Um diese zu bekommen, müssen im Vorfeld aber einige Voraussetzungen erfüllt sein. So muss es sich bei der Heizung um einen Brennwertkessel handeln. Außerdem verlangt die Bank den Nachweis über einen hydraulischen Abgleich.

Weitere 250 Euro gibt es vom Institut für Wärme und Öltechnik, wenn Hausbesitzer ihre Ölheizung von einem Aktionspartner einbauen lassen. Darüber hinaus müssen sie eine einmalige Lieferung von 1.500 Litern Öl beauftragen – und das ebenfalls bei einem der Aktionspartner.

Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

In den meisten Fällen lohnt es sich, die alte Ölheizung erneuern zu lassen – und zwar gegen eine neue mit Brennwerttechnik. Um langfristig von den schwankenden Ölpreisen ein Stück unabhängig zu sein, bietet sich die Kombination mit einer Solaranlage an. Ob mit oder ohne Solarthermie: bei der Planung ist es ratsam, einen Installateur mit einzubeziehen. Mit dessen Expertise lässt sich die passende Ölheizung deutlich schneller finden.

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