Aktuelle Heizölpreise, Preisentwicklung und Kauftipps

Wie hoch sind die aktuellen Heizölpreise? Welche Faktoren beeinflussen sie und wann sind die Ölpreise am niedrigsten? Die Antwort auf diese und weitere Fragen finden Sie in diesem Artikel. Verschaffen Sie sich außerdem einen Überblick über die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre in unserem Heizöl-Preisvergleich.  

Aktuelle Heizölpreise: Was kosten 100 Liter Heizöl heute?

Wer noch mit einer Ölheizung heizt, interessiert sich in der Regel auch für die aktuellen Heizölpreise. Zumindest dann, wenn der Vorrat an Heizöl zur Neige geht und die nächste Heizsaison sich langsam aber sicher zeigt. Da der aktuelle Heizölpreis von mehreren Faktoren beeinflusst wird, lässt er sich nicht pauschal beziffern. Die folgenden Angaben geben daher nur den durchschnittlichen Preis für Heizöl in Standardqualität und bei einer Bestellmenge von 3.000 Litern wider.

So erfahren Sie, wie hoch der aktuelle Heizöl-Preis ist

Mithilfe der nachfolgenden, interaktiven Grafikkarte haben Sie die Möglichkeit, den Heizölpreis aktuell zu ermitteln. Fahren Sie dazu mit dem Mauszeiger (auf dem Smartphone und Tablet mit dem Finger) über die orangefarbene Linie (steht für 2018). Der tagesaktuelle Preis wird am Ende der Linie angezeigt. Momentan beträgt er 68,78 Euro pro 100 Liter (Stand: August 2018). Daneben finden Sie noch die Heizölpreise der vergangenen vier Jahre in der jeweiligen Jahreslinie. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den Angaben um Ölpreise, die in Deutschland durchschnittlich verlangt wurden. Je nach Einflussfaktoren können sie leicht davon abweichen. 

Quelle: www.fastenergy.de

Einflussfaktoren auf den aktuellen Ölpreis

Wie eingangs erwähnt gibt es mehrere beeinflussbare und unbeeinflussbare Faktoren, die den endgültigen Heizöl-Preis massiv beeinflussen. Dazu gehören unter anderem die Art des Heizöls, die Kostenverteilung und nicht zuletzt der Zeitpunkt der Bestellung.

Unterschiedliche Heizöle haben unterschiedliche Ölpreise

Ein entscheidender Einflussfaktor auf den Heizöl-Preis ist die Art des Heizöls selbst. Denn dieses ist im Aufbau keinesfalls identisch. Heizöl wird zu großen Teilen aus destilliertem Erdöl gewonnen. Im Hinblick auf die Dichte und die exakte Zusammensetzung existieren insgesamt fünf Gruppen, in die das Heizöl unterteilt wird:

  • EL: extra leicht
  • L: leicht
  • M: mittel/medium
  • S: schwer
  • ES: extra schwer

Schild mit den Worten Heizöl - Heizölpreise
© animaflora / Fotolia

Die Arten im Detail

Die eher schwereren Heizöle mit einer hohen Dichte spielen für den Privatverbraucher kaum eine Rolle, sie kommen vor allem im Gewerbe, der Industrie oder in der Schifffahrt zum Einsatz. Leichte und mittlere Heizöle gelten in der Praxis als Auslaufmodelle, da der private Verbrauch nahezu vollständig durch die extra leichten Heizöle gedeckt wird. Eine Unterart hiervon ist das Heizöl extra leicht schwefelarm, kurz HEL. Dieses arbeitet etwas umweltfreundlicher, dafür tritt es mit einem höheren Heizöl-Preis pro Liter in Erscheinung. Die extra leichte Variante kommt sowohl in modernen Brennwerttechnikkesseln als auch bei einer Heizung mit Nieder- oder Hochtemperatur zum Einsatz. Bio-Heizöl ist eine weitere Variante mit besonders hohem Heizöl-Preis, da sie zusätzliche nachwachsende Rohstoffe zum Auffüllen benutzt - welche wiederum sehr teuer sind.

Kostenverteilung beim aktuellen Heizölpreis

Verbraucher zahlen in Deutschland nicht nur ausschließlich für das Heizöl selbst, wobei der Grundpreis den größten Anteil der Gesamtkosten einnimmt. Sie müssen sich unter anderem an verschiedenen Steuern und Gebühren direkt und indirekt beteiligen. Dazu gehören Mehrwertsteuer, Energiesteuer und der Deckungsbeitrag.

  • Den zweitgrößten Bestandteil des Heizöl-Preises bildet die Mehrwertsteuer mit 16 Prozent
  • Danach kommt die gesetzlich festgelegte Energiesteuer. Sie beträgt 6,14 pro Liter und entspricht etwa neun Prozent des Gesamtpreises
  • Als letzter Bestandteil des Heizöl-Preises ist der Deckungsbeitrag zu nennen. Darin enthalten sind beispielsweise die Kosten für Transport und Lagerung sowie für Vertrieb und Verwaltung

Ölpreise sind volatil, das heißt, sie sind unbeständig und unterliegen politischen und wirtschaftlichen Schwankungen. Währungsschwankungen spielen ebenfalls eine große Rolle, weil der Heizöl Preis vor allem gegen den Dollar gehandelt wird. Zudem verändert sich über die Jahre auch die Nachfrage. Auf diese Faktoren haben Sie als Endverbraucher keinen Einfluss. Vor allem Naturkatastrophen in den Förderländern und globale politische Ereignisse können zu einer komplizierteren Ausfuhr oder zu einem temporären Mangel seitens der Händler führen. Diese Faktoren spielen vor allem im großen Gesamtbild eine Rolle und sind ein weiterer Grund, warum der Heizölpreis aktuell einer Berg- und Talfahrt gleicht. 

Die Entwicklung im Heizöl Preisvergleich 

Im Heizöl Preisvergleich der vergangenen fünf Jahre tun sich die Jahre 2014 und 2016 hervor. Vor allem die ersten Monate im Jahre 2014 trafen Endverbraucher hart. Denn zwischenzeitlich mussten sie 83,62 Euro für 100 Liter Heizöl zahlen. Zwar beruhigte sich der Preis im Laufe des Jahres wieder. Eine spürbare Entlastung trat aber erst zu Beginn der Heizsaison 2014/2015 ein. Anders sah es in den ersten Monaten des Jahres 2016 aus. Der Heizöl Preis lag zwischenzeitlich unter 40 Euro pro 100 Liter. Zum Ende des Jahres bewegte er sich aber in Richtung 60 Euro pro 100 Liter. Für das Jahr 2018 erwarten Experten keinen dramatischen Anstieg. Sie rechnen aber auch nicht mit einem Preissturz.

Abbildung eines Heizöl-LKW - Aktueller Heizölpreis
© panthermedia.net / deyangeorgiev2

Der optimale Zeitpunkt, um Heizöl zu kaufen

Direkten Einfluss auf die Heizölpreise können Verbraucher zwar nicht ausüben. Sie können aber einige Punkte in Betracht ziehen, um das Öl zu einem möglichst niedrigen Preis zu bekommen. Zum einen lohnt es sich, die Preisentwicklung des Öls anzuschauen, um eine erste Einschätzung einzuholen. Sind die Ölpreise in den vergangenen Jahren eher gestiegen oder gesunken? Falls sie angestiegen sind, wie stark waren die Schwankungen? Man kann zunächst bei der Ölpreisentwicklung für das komplette Jahr anfangen und sich dann in die einzelnen, die Ölpreise prägenden Monate, einarbeiten.

Der Zeitpunkt der Bestellung ist entscheidend

Zum anderen empfiehlt es sich, die Heizölpreis-Prognose zu verfolgen und diese gegebenenfalls unter die Lupe zu nehmen. Sie liefert keine exakten Zahlen. Einen Ausblick in die Zukunft und zugleich auf vergangene Werte bekommt man dadurch aber schon. Auch hier noch einmal der Hinweis: Bei der Ölpreis-Tendenz muss immer damit gerechnet werden, dass sie jederzeit schwanken kann. Das ist auch der Grund, warum Experten sich sehr schwertun, langfristige Prognosen für Ölpreise festzulegen.

Neben der Beobachtung der Ölpreise können Verbraucher natürlich die wohl wichtigste Variable für den Preis beeinflussen, nämlich den Zeitpunkt der Bestellung. Wenn die Nachfrage steigt, wird das Angebot meist teurer. Dass die Heizölpreise im Winter höher sind als im Hochsommer, ist den meisten Verbrauchern sicherlich bekannt. Die Schlussfolgerung, die man daraus ziehen kann, lautet: antizyklisch kaufen.

Sammelbestellungen aufgeben und Heizöl Preis senken

Vorausschauende Besitzer einer Ölheizung bestellen ihren Brennstoff meist im frühen Sommer oder in der Ferienzeit, also dann, wenn am wenigsten geheizt wird. Da bei geringerer Bestellmenge mit einem höheren Literpreis zu rechnen ist, können Verbraucher sich auch zusammenschließen und Sammelbestellungen aufgeben. So können sie den aktuellen Heizölpreis schnell drücken. In vielen Fällen lohnt sich auch ein Vergleich der Heizöllieferanten.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Die Heizölpreise unterliegen enormen Schwankungen, die sich kaum vorhersagen lassen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahrzehnten befindet sich der Heizölpreis auf einem durchschnittlich hohen Niveau. Wer günstig Heizöl kaufen möchte, sollte zum einen auf den Zeitpunkt achten, zum anderen darauf, Sammelbestellungen aufzugeben. 

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