Ölfilter für Ihre Heizung: Wissenswertes und Arten

Als ein zentraler Bestandteil der Ölheizung ist der Heizungsölfilter notwendig, damit der Ölbrenner seine Arbeit mit höchster Effizienz und ohne langfristigen Verschleiß erledigen kann. Der Ölfilter der Heizung trägt folglich Sorge dafür, dass das Öl in einer guten Qualität und Reinheit in den Brenner gelangt, wo der Rohstoff dann mittels Verbrennung in thermische Energie umgewandelt wird. Wie andere Filter verdient auch der Heizungsölfilter besondere Beachtung, besitzt unterschiedliche Merkmale je nach Aufbau und muss unter Umständen bei Bedarf ersetzt werden.

Funktionsweise eines Heizungsölfilters

Anhand des Namens wird bereits ein guter Ausblick gewährt, was so ein Ölfilter in der Heizung seine Arbeit erledigt. Befestigt ist er zwischen dem Ölbrenner und der Ölleitung, welche für die Zufuhr des Öls verantwortlich ist. Der Filter entfernt alle Schmutzpartikel, die andernfalls in den Brenner gelangen würden und diesen somit beschädigen beziehungsweise des Funktionsweise einschränken könnten.

Die Filtereinheiten sollten dementsprechend fein sein. Sie bewegen sich zwischen einer Filterdichte von fünf bis 150 Millimeter. Für grobe Verschmutzungen werden indes durchlässigere Modelle gewählt.

Damit es zu keinen Verschmutzungen oder einem Ölfleck kommt, ist der Einsatz eines Ölfilters in einer Heizung wichtig. 
© Kaesler Media | Fotolia

Heizungsölfilter regelmäßig reinigen oder austauschen

Um eine kontinuierlich saubere Arbeit des Heizungsölfilters zu gewährleisten, muss dieser entweder regelmäßig ausgetauscht oder gereinigt werden. Im Idealfall geschieht dies vor jeder Heizperiode, da Verschmutzungen die Effizienz des Heizsystems negativ beeinflussen können. Eine Reinigung ist beispielsweise direkt über das Heizöl oder mithilfe von einem Kaltreiniger möglich, wobei das ganz vom jeweiligen Einsatz, der Schwere der Verschmutzung und vom jeweiligen Modell des Filters abhängt.

Daher ist es immer angeraten, dass ein Filter durch ein idealerweise baugleiches Modell vom gleichen Hersteller ersetzt wird. Fachbetriebe, bei denen das System erworben wurde und welche sich um die Installation kümmerten, können an dieser Stelle beratend tätig werden. Sie haben zudem im Regelfall passgenaue Filter direkt auf Lager.

Die jährliche Reinigung obliegt aber den Besitzern, außer es wird ein Wartungsvertrag mit dem Fachbetrieb unterhalten. Der Ersatz und die Reinigung vom Ölfilter der Heizung wird dann unter Umständen im Zuge dessen übernommen.

Die Qual der Wahl: Verschiedene Arten der Ölfilter für die Heizung

Es existieren unterschiedliche Arten und Unterarten der Heizungsölfilter. Eine grobe Unterteilung findet unter anderem in die sogenannten Einstrang- und in die Zweistrangfilter statt. Der große Unterschied beider Arten zeigt sich in der Funktionsweise.

Bei einem Zweistrangfilter wird über den Tank entlüftet, während bei einem Einstrangfilter getreu des Namens über den gleichen Strang entlüftet wird. Dennoch gilt der Einstrangfilter, da er beide Wege nutzt, meist als beständiger und ist weniger anfällig für Verschmutzungen.

Weiterhin existieren noch folgende Varianten, welche die bekannten Arten meistens über zusätzliche Extras ergänzen:

  • Einstrang Heizungsölfilter inklusive Entlüfter und Vakuummeter
  • Filter inklusive einer Ölrückführung sowie einem automatischen Entlüfter
  • Filter mit einer Ölrückführung und einem manuell zu betätigenden Handentlüfter

Ein automatischer Entlüfter für einen Ölfilter

Insbesondere bei einem Ölfilter der Heizung, welcher als Einstrangfilter konzipiert ist, muss darauf geachtet werden, dass die Filtereinheit nicht dauerhaft blockiert wird. Das könnte unter Umständen aufgrund des Gas- und Luftanteils im Heizöl passieren. Ein automatischer Entlüfter trägt dafür Sorge, dass das nicht passiert und bietet somit zusätzlichen Komfort, während er zugleich die Notwendigkeit späterer Reinigungen oder eines kompletten Austauschs reduziert. Welcher Heizungsölfilter gewählt wird, ist zudem immer vom jeweiligen System und dessen Beschaffenheit abhängig.

Zu erwartende Kosten für den Ölfilter der Heizung

Trotz ihrer Wichtigkeit sind Heizungsölfilter mit vergleichsweise niedrigen Kosten verbunden. Ganz einfache Ölfilter für die Heizung gibt es bereits ab rund 20 Euro. Wer stattdessen weitere Extras wünscht, wie diese in der Auflistung weiter oben zu finden sind, darf mit etwa 100 Euro rechnen. Notwendig sind diese aber nicht zwingend, sie versprechen einfach mehr Komfort und oftmals auch eine höhere Langlebigkeit. Im Regelfall sind notwendige Verschraubungen oder Ersatzeinsätze bereits enthalten, falls nicht, sind diese für wenige Euro zu ergänzen.

Wer sich nicht die Mühe machen möchten, die Heizungsölfilter jährlich vor der Heizperiode zu reinigen, könnte diese auch einfach neu kaufen, da die Kosten bei gewöhnlichen Modellen stets erschwinglich bleiben.

Wo können Heizungsölfilter gekauft werden und was gilt es zu beachten?

Ölfilter für die Heizung werden immer von den jeweiligen Herstellern und auch Fachbetrieben verkauft. Im Idealfall kaufen Sie diese direkt da, wo Sie das Heizsystem bereits gekauft haben. Teilweise sind einige Modelle auch in gut sortierten Baumärkten oder Online-Shops für Heiz- und Sanitäranlagen erhältlich. Beim Kauf der Ölfilter für die Heizung sollten Sie darauf achten, dass diese sich im Hinblick auf die Filterart für das vorhandene Rohrsystem sowie die angegebene Durchlaufmenge eignen. Kleinere Systeme arbeiten für gewöhnlich mit einem Einstrang-Heizungsölfilter.
Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Der Ölfilter für die Heizung übernimmt eine wichtige Aufgabe, da er das Öl filtert und somit den Brenner schützt, was wiederum in einer höheren Effizienz resultiert. Er sollte aufgrund seiner Wichtigkeit jährlich gereinigt und bei Bedarf ersetzt werden.

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