Verbot von Ölheizungen: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Sie heizen mit Öl? Dann haben die Neuigkeiten rund um CO2-Steuer, Austauschpflicht und Ölheizungsverbot Sie in letzter Zeit möglicherweise verunsichert oder beunruhigt. Höchste Zeit, Klarheit zu schaffen. In dieser Zusammenfassung finden Sie alles, was Sie als Eigentümer von Ölheizungen ab sofort wissen sollten. 

Verbot von Ölheizungen: Wie ist der aktuelle Stand?

Die Eckpunkte des Klimapakets befinden sich nach wie vor im laufenden Gesetzgebungsprozess. Das heißt, dass sich einzelne Bestimmungen weiterhin ändern können. Die darin vorgesehenen Maßnahmen sollen den Ausstoß von Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent senken. Als Vergleich dient hier der Wert des Jahres 1990.

Monteur erklärt die neue Heizung im Rahmen des Verbots für Ölheizung
© Gina Sanders - stock.adobe.com

Werden bestehende Ölheizungen verboten?

Nein, ein generelles Verbot, mit Öl zu heizen, ist im aktuellen Klimapaket nicht geplant. Verbaute Ölheizungen können weiterhin betrieben werden. Für Ölkessel allerdings, die älter als 30 Jahre sind, gilt nach wie vor: Ölheizung austauschen.

Dürfen weiterhin Ölheizungen eingebaut werden?

Ja, ab 2026 jedoch nur noch als Hybridsysteme, die erneuerbare Energien mit einbinden, z. B. mit einer Solaranlage. Vorher lohnt sich weiterhin der Austausch alter Öl-Heizkessel gegen moderne Öl-Brennwertgeräte. Diese Maßnahme reduziert den Heizölbedarf bereits jetzt um ungefähr 15 Prozent.

Welche Ausnahmen gibt es?

Ausnahmen sollen für Gebäude gelten, in denen technisch gesehen keine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist. Es ist vorgesehen, diese von dem für 2026 geplanten Verbot für Ölheizungen auszunehmen.

Was müssen Eigentümer von Ölheizungen jetzt beachten?

Eigentümer von Ölheizungen müssen ihre Anlage nicht sofort austauschen. Konkreter Handlungsbedarf besteht allerdings für Betreiber veralteter Geräte. Denn schon jetzt existieren lohnende Förderprogramme für den Austausch. Wichtig hierbei: Die Förderung für den Einbau moderner Öl-Brennwertgeräte in Höhe von 15 Prozent durch die KfW-Bank muss bis Ende des Jahres 2019 beantragt werden. 

Das heißt: Wer seinen alten Ölkessel gegen ein neues Öl-Brennwertgerät tauschen und hierfür die staatliche Förderung ausschöpfen will, muss die KfW Förderung der Heizung bis Ende des Jahres 2019 beantragen.

Was gibt es beim KfW Förderantrag zu berücksichtigen?

Bei der Antragstellung gilt: Erst einen Energieberater heranziehen und mit ihm gemeinsam auch den Antrag stellen. Dann erst können weitere Schritte zur Modernisierung der Heizung unternommen werden. Sonst droht die Ablehnung des Förderungsantrags seitens der KfW Bank.

Welche Fristen für die Förderung laufen demnächst ab?

Wer trotz des Klimapakets eine herkömmliche Ölheizung einbauen will oder muss, kann dies nur noch bis Ende 2025 tun. Danach sind Nutzer, die sich für den Energieträger Öl entscheiden, dazu verpflichtet, erneuerbare Energien in ihr System einzubinden. Möglich ist dies unter anderem durch Solartechnik. Sollte im konkreten Fall keine klimafreundlichere Alternative zur Verfügung stehen, gilt auch hier die bereits genannte Ausnahmeregelung.

Unklare Bestimmungen? So lautet unsere Empfehlung

Trotz der konkreten Eckpunkte des Klimapakets sind noch nicht alle Fragen geklärt. Unklar bleibt, wie hoch der Anteil erneuerbarer Energien in einer Hybridheizung sein muss, damit diese als förderungswürdig eingestuft wird. Auch die Förderung in Höhe von 40 Prozent für Erneuerbare Energien ist noch nicht sicher. 

Verbindlich zugesichert ist hingegen die Unterstützung von 15 Prozent beim Einbau eines neuen Öl-Brennwertgerätes. Deshalb lautet unsere Empfehlung: Beantragen Sie die KfW Förderung der Heizung noch in diesem Jahr. Denn auch Folgendes steht fest: Eine Fortsetzung dieses Beitrags über 2019 hinaus ist nicht vorgesehen.

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Fazit von André Taggeselle
Im Rahmen der Eckpunkte des neuen Klimapakets müssen Eigentümer, die mit Öl heizen, Folgendes beachten: Ein grundlegender Neueinbau von Ölkesseln ist ab 2026 verboten. Dasselbe gilt, wenn Sie einen Austausch vornehmen möchten und sich für Öl entscheiden. Bereits verbaute Ölheizungen sind nicht betroffen. Sie können auch über 2026 hinaus in Betrieb bleiben. Davon unberührt gilt weiterhin die Empfehlung, veraltete Ölkessel auszutauschen. Für den Austausch gibt es noch immer eine lohnende Förderung von 15 Prozent. Voraussetzung ist, dass die Fördermittel bis Ablauf des Jahres 2019 beantragt werden.
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