Ölpreise steigen – was das für Verbraucher bedeutet

Nicht nur Autofahrer sind frustriert, wenn die Ölpreise nur noch eine Richtung kennen – nach oben. Auch Besitzer einer Ölheizung müssen sich bei dieser Entwicklung überlegen, wann sie ihren Tank auffüllen lassen. Dass die Ölpreise seit Monaten stetig steigen, hat auch viel mit sinkenden Temperaturen zu tun. Denn wo viel geheizt wird, da steigt automatisch die Nachfrage – und damit auch die Preise.

Einflüsse auf die Ölpreise

Die Temperaturen sind aber nur einer der vielen Gründe für die Entwicklung der Ölpreise. Auch wirtschaftliche und politische Versänderungen in den Förderländern sorgen dafür, dass sich die Ölpreise nahezu stündlich ändern. Es gibt noch eine Reihe von Faktoren, die Verbraucher selbst nicht beeinflussen können. Dazu gehören Kriege, Umweltkatastrophen oder anderweitige Unruhen. Des Weiteren wird das Öl in US-Dollar gehandelt. Je nachdem, welchen Kurs der Euro hat, kommt es zu teils drastischen Preisschwankungen an den Märkten.

Die Ölpreise kennen seit Monaten nur eine Richtung: nach oben. Das zeigt auch dieser Pfeil

Ein weiterer wichtiger Faktor, den Verbraucher nicht beeinflussen können, sind Entscheidungen der Organisation Erdöl exportierender Länder, kurz OPEC. Als Reaktion auf die sinkenden Ölpreise im vergangenen Jahr hat das Ölkartell gegen Ende 2016 angekündigt, die Ölproduktionen zu kürzen. Das führte prompt zu einem 18-Monate-Hoch, das bis ins Neujahr reichte. Seit dem 3. Januar geben die Ölpreise jedoch leicht nach.

Entwicklung und Tendenz der Ölpreise im Auge behalten

Neben den nicht beeinflussbaren Faktoren für die Ölpreise gibt es konstante Aspekte, die wesentlich zur Preisentwicklung beitragen. Dazu gehören erhobene Steuern und Abgaben, die einen beachtlichen Teil des endgültigen Verbraucherpreises ausmachen. Im November 2016mussten Verbraucher 52,20 Cent pro Liter Heizöl zahlen. Im Januar desselben Jahres waren es noch 41,41 Cent. Das sind Angaben des Mineralölwirtschaftsverbandes, kurz WMV. Im Preis enthalten sind bereits erhobene Energie- und Mehrwertsteuer.

Direkten Einfluss auf die Ölpreise können Verbraucher zwar nicht ausüben. Sie können aber einige Punkte in Betracht ziehen, um das Öl zu einem möglichst niedrigen Preis zu bekommen. Zum einen lohnt es sich, die Preisentwicklung des Öls anzuschauen, um eine erste Einschätzung einzuholen. Sind die Ölpreise in den vergangenen Jahren eher gestiegen oder gesunken? Falls sie angestiegen sind, wie stark waren die Schwankungen? Man kann zunächst bei der Ölpreisentwicklung für das komplette Jahr anfangen und sich dann in die einzelnen, die Ölpreise prägenden Monate, einarbeiten.

Der Zeitpunkt der Bestellung ist entscheidend

Zum anderen empfiehlt es sich, die Heizölpreise Tendenz zu verfolgen und diese gegebenenfalls unter die Lupe zu nehmen. Sie liefert keine exakten Zahlen. Einen Ausblick in die Zukunft und zugleich auf vergangene Werte bekommt man dadurch aber schon. Auch hier noch einmal der Hinweis: Bei der Ölpreis-Tendenz muss immer damit gerechnet werden, dass sie jederzeit schwanken kann. Das ist auch der Grund, warum Experten sich sehr schwer tun, langfristige Prognosen für Ölpreise festzulegen.

Neben der Beobachtung der Ölpreise können Verbraucher natürlich die wohl wichtigste Variable für den Preis beeinflussen, nämlich den Zeitpunkt der Bestellung. Wenn die Nachfrage steigt, wird das Angebot meist teurer. Dass die Ölpreise im Winter höher sind als im Hochsommer, ist den meisten Verbrauchern sicherlich bekannt. Der Schlüssel, den man daraus ziehen kann, lautet: Antizyklisch kaufen.

Sammelbestellungen aufgeben

Vorausschauende Besitzer einer Ölheizung bestellen ihren Brennstoff meist im frühen Sommer oder in der Ferienzeit, also dann, wenn am wenigsten geheizt wird. Da bei geringerer Bestellmenge mit einem höheren Literpreis zu rechnen ist, können Verbraucher sich auch zusammenschließen und Sammelbestellungen aufgeben. So können sie den Preis schnell drücken. In vielen Fällen lohnt sich auch ein Vergleich der Heizöllieferanten.

Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Die Ölpreise unterliegen teils starken Schwankungen, die Verbraucher nicht beeinflussen können. Kurzfristig können sie mit ein paar Tipps die Heizkosten jedoch senken. Auf lange Sicht gesehen wird der Preis für das Öl eher steigen, handelt es sich dabei doch um eine endliche Ressource

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