Ölheizungs-Zuschuss für den Heizungstausch

Entscheiden sich Hausbesitzer bei einer Sanierung für eine neue Ölheizung, profitieren sie aktuell noch von hohen Fördermitteln. Dabei bekommen sie einen Ölheizungs-Zuschuss von der Kreditanstalt für Wiederaufbau, wenn die Technik im Brennwertbetrieb arbeitet.

Der Ölheizungs-Zuschuss der KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Hausbesitzer, die sich für eine neue Ölheizung entscheiden. Über das Programm 430 „Energieeffizient Sanieren – Investitions-zuschuss“ bekommen sie dabei zehn Prozent der anfallenden Kosten erstattet. Neben dem Kessel selbst fördert der Staat dabei auch den Ausbau und die Entsorgung der alten Technik inklusive der Tankanlage. Den Ölheizungs-Zuschuss gibt es bei einem Heizungstausch auch für:

  • neue Pufferspeicher, Thermostatventile, Umwälzpumpen und Rohrleitungen
  • neue Heizkörper sowie eine neue Flächenheizung
  • die Integration der Warmwasserbereitung in die Heizungsanlage
  • einen neuen Schornstein oder die Installation von Steigsträngen samt Verkleidung
  • die Einbindung der Solarthermie für Heizung oder Warmwasserbereitung
  • Dämmarbeiten am Rohsystem und den hydraulischen Abgleich
  • die Installation von Systemen für Smart Metering
  • Nebenarbeiten wie den Austausch von Fensterbänken, das Herstellen von Durchbrüchen sowie Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten

Höhere Förderung durch Sanierung im Paket

Entscheiden sich Hausbesitzer dazu, neben dem Austausch des Kessels auch die übrige Heizanlage zu optimieren, steigt der Ölheizungs-Zuschuss sogar auf 15 Prozent der anfallenden Kosten. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die alte Ölheizung noch nicht von der Austauschpflicht der Energieeinsparverordnung betroffen sein darf.

Den Ölheizung-Zuschuss gibt es vom Staat für neue Ölbrennwertheizungen
© kamasigns / Fotolia

Voraussetzungen für die Fördermittel

Den Ölheizungs-Zuschuss der KfW gibt es, wenn die neue Heizung dauerhaft im Brennwertbetrieb arbeiten kann. Ein Installateur muss dabei prüfen, ob die Rücklauftemperaturen im System niedrig genug sind. Fährt die Anlage mit zu hohen Temperaturen, sind Nachbesserungen nötig. In diesem Fall können Hausbesitzer zum Beispiel die Verteilung oder die Heizflächen austauschen lassen.

Während die Umwälzpumpen den Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie entsprechen müssen, ist außerdem auch ein hydraulischer Abgleich durchzuführen.

Ölheizungs-Zuschuss richtig beantragen

Möchten Hausbesitzer die Förderung beantragen, müssen sie zunächst einen Energieberater in Anspruch nehmen. Dieser prüft, ob die geplanten Arbeiten den Anforderungen der KfW entsprechen und erstellt eine Bestätigung zum Antrag („BZA“). Anschließend können sich Verbraucher im Onlineportal der KfW registrieren und den Förderantrag samt BZA digital einreichen. Sobald die Bank eine Zusage erstellt hat, können Verbraucher dann mit der Umsetzung beginnen. Ist alles fertig, erstellt der Energieberater die sogenannte Bestätigung nach Durchführung (BnD). Diese wird an die KfW übermittelt und die Auszahlung des Ölheizungs-Zuschusses erfolgt.

Der Ölheizungs-Zuschuss vom IWO

Neben der Kreditbank für Wiederaufbau hat auch das Institut für Wärme- und Öltechnik ein Förderprogramm aufgelegt. Hausbesitzer bekommen dabei eine Prämie von 250 Euro, wenn sie den Kessel eines Aktionspartners kaufen. Zur Auswahl stehen dabei alle namenhaften Ölheizungshersteller in Deutschland. Außerdem müssen Hausbesitzer einmal mindestens 1.500 Liter Heizöl von einem an der Aktion teilnehmenden Lieferanten beziehen. Wichtig zu wissen ist, dass es den Ölheizungs-Zuschuss des IWO nur noch bis zum 31.12.2017 gibt.

Keine Förderung mehr ab 2020?

Mit der neuen Förderstrategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) wird sich die Förderlandschaft in Zukunft deutlich ändern. Denn damit setzt das Ministerium vermehrt auf erneuerbare Energien. Die Förderung fossiler Heizsysteme, wie der Ölheizung, soll es dabei im Jahr 2020 nicht mehr geben. Wer von dem hohen Ölheizungs-Zuschuss profitieren möchte, sollte sich daher beeilen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Den Ölheizungs-Zuschuss bekommen Hausbesitzer, die eine alte Heizung durch eine neue Ölbrennwertanlage ersetzen. Die Mittel gibt es von der Kreditbank für Wiederaufbau und nur dann, wenn auch ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wird. Einen zusätzlichen Bonus zahlt auch das Institut für Wärme- und Öltechnik. Während das Programm noch in diesem Jahr ausläuft, soll es die KfW-Förderung ab 2020 nicht mehr geben.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon

Neueste Artikel

Vom 11. Dezember 2018

Wer den Heizöltank erneuen möchte, muss teilweise mit hohen Kosten rechnen. Wir erklären, wann welche Maßnahmen nötig sind und was diese kosten. Außerdem informieren wir über mögliche Fördermittel. weiterlesen

Vom 04. Dezember 2018

Der Zündtrafo ermöglicht die zuverlässige Zündung von Ölbrennern. Wir erklären, wie die Geräte aufgebaut sind, was im Betrieb zu beachten ist und warum eine Elektronik für kleinere Baugrößen nötig ist. weiterlesen

Vom 22. Oktober 2018

Wenn die Ölheizung rußt und hohe Heizkosten verursacht, müssen Hausbesitzer den Ölbrenner einstellen lassen. Wir erklären, warum das nötig ist und wie es funktioniert. weiterlesen

Vom 25. September 2018

Ölzähler stellen fest, wie viel Heizöl vom Tank zum Kessel strömt. Sie helfen beim Abrechnen und machen den Energieverbrauch sichtbar. Wir erklären, wie die Geräte funktionieren und welche Vorteile sie haben. weiterlesen

News article img

Artikelbewertung