Förderung der Ölheizung nutzen und Geld sparen

Eine Ölheizung gilt nicht unbedingt als die umweltfreundlichste oder effizienteste Lösung. Optimierungspotentiale lassen sich dennoch ausschöpfen, indem diese wahlweise modernisiert oder durch neue Modelle und Technologien ersetzt wird. Für beide Varianten können Sie eine Förderung der Ölheizung nutzen, um Ihre eigenen Kosten zu reduzieren und die Finanzierung zu erleichtern. Welche Anlaufstellen diesbezüglich bestehen, zeigen wir Ihnen im folgenden Beitrag.

Die Förderung der Ölheizung ist keinesfalls eine Rarität

Glücklicherweise gibt es in Deutschland zahlreiche Stellen, die einen Ölheizungs-Zuschuss beisteuern, wenn die dafür vorgegebenen Konditionen erfüllt werden. Finanzielle Unterstützung kommt wahlweise direkt vom Bund, den Ländern oder den Kommunen, teilweise sogar von den Energieversorgern. Wichtig ist immer, dass Sie sich im Vorfeld explizit mit den Konditionen der jeweiligen Förderung zur Ölheizung auseinandersetzen. Nur wenn diese erfüllt sind, wird diese auch tatsächlich ausgezahlt. Insbesondere die Voraussetzungen zur Antragstellungen sollten Sie im Blick haben. Weiterhin können Sie die Zuschüsse so mitunter noch erhöhen, indem Sie mehr als nur die Basis-Förderung zur Ölheizung erhalten.

Sparschwein Thermostat Geldscheine und Geldmünzen liegen auf einem Tisch zur Symbolisierung der Förderung der Ölheizung
© Alexander Raths / Fotolia

KfW-Bankengruppe - Erste Adresse für die Förderung einer Ölheizung

Über die KfW bekommen Sanierer zinsgünstige Darlehen oder einmalige Zuschüsse zur Förderung der Ölheizung. Die Mittel gibt es jedoch nur, wenn Verbraucher einen modernen Öl-Brennwertkessel einbauen, der dauerhaft im Brennwertbetrieb arbeitet. Möglich ist das unter anderem durch große ausgelegte Heizflächen oder eine Flächenheizung. Außerdem ist ein hydraulischer Abgleich durchzuführen. Die Maßnahme stellt sicher, dass die Wärme nicht nur sparsam erzeugt, sondern auch effizient verteilt wird. Während sich die KfW neben den Kosten der neuen Heizung auch an den Umbaukosten für die Sanierung beteiligt, müssen Verbraucher die Förderung der Ölheizung unbedingt vor Beginn der Arbeiten zusammen mit einem Energieberater beantragen. Andernfalls lehnt die Bank Anträge ab und Hausbesitzer gehen wertvolle Mittel verloren.

KfW-Programm 430: Zuschüsse zur Förderung der Ölheizung

Über das Programm 430 vergibt die KfW einmalige Zuschüsse für all jene, die eine neue Ölheizung einbauen. Voraussetzung ist, dass diese ein Ein- oder Zweifamilienhaus als Eigentümer auch selbst bewohnen. Die Förderrate liegt bei 10 Prozent. Während Beträge erst ab 300 Euro ausgezahlt werden, enthält das Programm eine Deckelung bei 5.000 Euro pro Wohneinheit.

KfW-Programm 152: Zinsgünstige Darlehen mit Tilgunszuschuss

Möchten Hausbesitzer die neue Ölheizung finanzieren, funktioniert das mit zinsgünstigen Darlehen der KfW. Diese gibt es mit niedrigen Zinsen und einem Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 Prozent der Kosten. Der Zuschuss reduziert dabei den zurückzuzahlenden Betrag.

Heizungspaket: Bessere Konditionen für zusätzliche Optimierung

Wer neben der neuen Ölheizung auch das alte Heizungsnetz im Haus optimiert, profitiert von besseren Konditionen über das sogenannte Heizungspaket der KfW. Denn dabei steigen die Zuschüsse auf 15 Prozent. Tilgungszuschüsse gibt es dann in Höhe von 12,5 Prozent der Kosten. Wichtig: Die alte Heizung darf dazu nicht mit Brennwerttechnik arbeiten. Außerdem darf sie für die höhere Förderung der Ölheizung nicht von den Nachrüstpflichten der EnEV 2016 betroffen sein.

BAFA-Förderung der Ölheizung 

Grundsätzlich fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) nur Maßnahmen für erneuerbare Energien. Doch auch für all diejenigen, die am Ölkessel festhalten möchten, bietet sich eine Möglichkeit. Installieren Hausbesitzer nämlich eine Solarthermieanlage, bekommen sie dafür Fördermittel in Höhe von 500 bis 2.000 Euro. Wenn sie zusätzlich auf einen Brennwertkessel umrüsten, gibt es den sogenannten Kesseltauschbonus. Dieser beträgt 500 Euro. 

Beachten Sie jedoch, dass eine effiziente Umwälzpumpe eingebaut werden muss, um die Förderung für eine Ölheizung in diesem Falle zu erhalten. Des Weiteren kann die BAFA-Förderung nicht mit der Förderung der KfW für Einzelmaßnahmen kombiniert werden. 

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Auf die Nutzung der Förderung einer Ölheizung sollte auf gar keinen Fall verzichtet werden, selbst wenn die Haushaltskasse selber genug für die Finanzierung hergibt. So können Sie die Anschaffungskosten teils merklich reduzieren, ohne selber Nachteile dadurch zu erhalten. Die Auswahl des "richtigen" Förderprogramms ist aber entscheidend.

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