Förderung der Ölheizung nutzen und sparen

Wie jeder Wärmeerzeuger verursacht auch eine Ölheizung Kosten. Außerdem gilt sie nicht unbedingt als die umweltfreundlichste oder effizienteste Lösung. Optimierungspotentiale lassen sich dennoch ausschöpfen, indem diese wahlweise modernisiert oder durch neue Modelle und Technologien ersetzt wird. Für beide Varianten können Sie eine Förderung der Ölheizung nutzen, um Ihre eigenen Kosten zu reduzieren und die Finanzierung zu erleichtern. Welche Anlaufstellen diesbezüglich bestehen, zeigen wir Ihnen im folgenden Beitrag.

Die Ölheizung modernisieren und fördern lassen

In Deutschland gibt es zahlreiche Stellen, die einen Ölheizungszuschuss beisteuern, wenn die dafür vorgegebenen Konditionen erfüllt werden. Finanzielle Unterstützung kommt wahlweise direkt vom Bund, den Ländern oder den Kommunen, teilweise sogar von den Energieversorgern. Wichtig ist immer, dass Sie sich im Vorfeld explizit mit den Konditionen der jeweiligen Förderung zur Ölheizung auseinandersetzen. Nur wenn diese erfüllt sind, wird diese auch tatsächlich ausgezahlt. Insbesondere die Voraussetzungen zur Antragstellungen sollten Sie im Blick haben. Weiterhin können Sie die Zuschüsse so mitunter noch erhöhen, indem Sie mehr als nur die Basis-Förderung zur Ölheizung erhalten.

KfW-Bankengruppe - Erste Adresse für die Förderung einer Ölheizung

Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bekommen Sanierer zinsgünstige Darlehen oder einmalige Zuschüsse zur Förderung der Ölheizung. Die Mittel gibt es jedoch nur, wenn Verbraucher einen modernen Öl-Brennwertkessel einbauen und damit einen Konstant- oder Niedrigtemperaturkessel ersetzen. Unterstützend sollten dazu groß ausgelegte Heizflächen oder eine Flächenheizung wie eine Fußbodenheizung installiert werden. Außerdem ist ein hydraulischer Abgleich durchzuführen. Die Maßnahme stellt sicher, dass die Wärme nicht nur sparsam erzeugt, sondern auch effizient verteilt wird. 

Während sich die KfW neben den Kosten der neuen Heizung auch an den Umbaukosten für die Sanierung beteiligt, müssen Verbraucher die Förderung der Ölheizung unbedingt vor Beginn der Arbeiten zusammen mit einem Energieberater beantragen. 

KfW-Programm 430: Zuschüsse zur Förderung der Ölheizung

Über das Programm 430 vergibt die KfW einmalige Zuschüsse für all jene, die eine neue Ölheizung einbauen. Voraussetzung ist, dass diese ein Ein- oder Zweifamilienhaus als Eigentümer auch selbst bewohnen. Die Förderrate liegt bei 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Während Beträge erst ab 300 Euro ausgezahlt werden, enthält das Programm eine Deckelung bei 7.500 Euro pro Wohneinheit. Für Einzelmaßnahmen gilt ein Zuschuss bis zu zehn Prozent und einer maximalen Summe von 5.000 Euro je Wohneinheit. 

Neben dem Kessel selbst fördert der Staat dabei auch den Ausbau und die Entsorgung der alten Technik inklusive der Tankanlage. Den Ölheizungszuschuss gibt es bei einem Heizungstausch auch für:

  • neue Pufferspeicher, Thermostatventile, Umwälzpumpen und Rohrleitungen
  • neue Heizkörper sowie eine neue Flächenheizung
  • die Integration der Warmwasserbereitung in die Heizungsanlage
  • einen neuen Schornstein oder die Installation von Steigsträngen samt Verkleidung
  • die Einbindung der Solarthermie für Heizung oder Warmwasserbereitung
  • Dämmarbeiten am Rohsystem und den hydraulischen Abgleich
  • die Installation von Systemen für Smart Metering
  • Nebenarbeiten wie den Austausch von Fensterbänken, das Herstellen von Durchbrüchen sowie Maler-, Putz- und Wandverkleidungsarbeiten

Daneben können neue und effizientere Ölheizungen auch in der Verbindung mit anderen Sanierungsmaßnahmen installiert werden, um schließlich einen bestimmten KfW-Effizienzhaus-Standard zu erreichen. Das kann die Fördermittel nochmal erhöhen. Im Folgenden eine kleine Übersicht dazu:

Typ KfW-EffizienzhausHöhe der Förderung über KfW 430 je Wohneinheit
KfW-Effizienzhaus 5530 Prozent und max. 30.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 7025 Prozent und max. 25.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 8520 Prozent und max. 20.000 Euro
KfW-Effizienzhaus 10017,5 Prozent und max. 17.500 Euro
KfW-Effizienzhaus 11515 Prozent und max. 15.000 Euro

KfW-Programm 151/152: Zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss

Möchten Hausbesitzer die neue Ölheizung finanzieren, funktioniert das mit zinsgünstigen Darlehen der KfW bis zu 75.000 Euro. Diese gibt es mit niedrigen Zinsen und einem Tilgungszuschuss in Höhe von 7,5 Prozent der Kosten. Der Zuschuss reduziert dabei den zurückzuzahlenden Betrag.

Heizungspaket: Bessere Konditionen für zusätzliche Optimierung

Wer neben der neuen Ölheizung auch das alte Heizungsnetz im Haus optimiert, profitiert von besseren Konditionen über das sogenannte Heizungspaket der KfW. Denn dabei steigen die Zuschüsse auf 15 Prozent. Tilgungszuschüsse gibt es dann in Höhe von 12,5 Prozent (maximal 50.000 Euro) der Kosten. Wichtig: Die alte Heizung darf dazu nicht mit Brennwerttechnik arbeiten. Außerdem darf sie für die höhere Förderung der Ölheizung nicht von der Austauschpflicht der EnEV 2016 betroffen sein.

Ölheizung-Zuschuss richtig beantragen

Möchten Hausbesitzer die Förderung beantragen, müssen sie zunächst einen Energieberater in Anspruch nehmen. Dieser prüft, ob die geplanten Arbeiten den Anforderungen der KfW entsprechen und erstellt eine Bestätigung zum Antrag („BZA“). Anschließend können sich Verbraucher im Onlineportal der KfW registrieren und den Förderantrag samt BZA digital einreichen. Sobald die Bank eine Zusage erstellt hat, können Verbraucher dann mit der Umsetzung beginnen. Ist alles fertig, erstellt der Energieberater die sogenannte Bestätigung nach Durchführung (BnD). Diese wird an die KfW übermittelt und die Auszahlung des Ölheizung-Zuschusses erfolgt.

BAFA-Förderung der Ölheizung 

Sparschwein Thermostat Geldscheine und Geldmünzen liegen auf einem Tisch zur Symbolisierung der Förderung der Ölheizung
© Alexander Raths / Fotolia

Grundsätzlich fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz: BAFA) nur Maßnahmen für erneuerbare Energien. Doch auch für all diejenigen, die am Ölkessel festhalten möchten, bietet sich eine Möglichkeit. 

Installieren Sie nämlich eine Solarthermieanlage, bekommen Sie dafür Fördermittel in Höhe von 500 bis 2.000 Euro. Wenn Sie zusätzlich auf einen Brennwertkessel umrüsten, gibt es den sogenannten Kesseltauschbonus. Dieser beträgt 500 Euro. 

Beachten Sie jedoch, dass eine effiziente Umwälzpumpe eingebaut werden muss, um die Förderung für eine Ölheizung in diesem Falle zu erhalten. Des Weiteren kann die BAFA-Förderung nicht mit der Förderung der KfW für Einzelmaßnahmen kombiniert werden. Um die Erfolgschancen zu erhöhen, empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld einen Heizungsfachmann zu konsultieren. Dieser kann unter anderem bei der Wahl des passenden Förderprogramms helfen und später die erforderlichen Maßnahmen durchführen.  

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Auf die Nutzung der Förderung einer Ölheizung sollte auf gar keinen Fall verzichtet werden, selbst wenn die Haushaltskasse selber genug für die Finanzierung hergibt. So können Sie die Anschaffungskosten teils merklich reduzieren, ohne selber Nachteile dadurch zu erhalten. Die Auswahl des "richtigen" Förderprogramms ist aber entscheidend.
Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

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