Sole für die Heizung

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Dieser Artikel behandelt das Thema S wie Sole für die Heizung.

Der Begriff Sole beschreibt in der Technik ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel. Es kommt zum Beispiel bei Wärmepumpen zum Einsatz, um thermische Energie aus tiefen Erdschichten zu gewinnen. Fachlich ist die Bezeichnung allerdings nicht ganz korrekt. Denn eigentlich handelt es sich bei der Sole um eine wässrige Lösung, die pro Kilogramm mindestens 14 Gramm gelöste Salze enthält. Wir erklären, warum viele Wärmepumpen die Flüssigkeit benötigen und aus welchen Mitteln die Sole für die Heizung eigentlich besteht.  

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Sole für die Heizung: Warum ist sie erforderlich?

Erdwärmepumpen bestehen aus Rohrleitungen, die ein Wärmeträgermedium durch das Erdreich leiten. Angetrieben von einer elektrischen Pumpe, nimmt das Mittel dabei Energie auf. Es erwärmt sich und strömt dann zu einem Verdampfer. Dieser Wärmetauscher überträgt thermische Energie von der sogenannten Sole auf das  Kältemittel  im Wärmepumpenprozess.

Grundsätzlich ließe sich der sogenannte Primärkreis einer  Wärmepumpe  auch mit reinem Wasser betreiben. Dieses hat eine höhere Wärmespeicherfähigkeit und könnte die Leistungszahl    COP  der Anlage sogar etwas verbessern. Das Problem ist allerdings, dass die Wärmeträgerflüssigkeit mit sehr niedrigen Temperaturen durch Grabenkollektoren, Flachkollektoren oder Sondenbohrungen zirkuliert. Am kalten Verdampfer könnte die Flüssigkeit dann gefrieren und schwerwiegende Schäden verursachen. Um dem vorzubeugen, kommt eine Sole in der Heizung zum Einsatz. Sie beschreibt mit Frostschutzmittel versetztes Wasser, das auch bei Temperaturen unter null Grad Celsius nicht einfriert.

Erdwärmepumpe ohne Sole: Funktioniert das?

Eine Erdwärmepumpe funktioniert auch ohne Sole, also nur mit reinem Wasser. Das erfordert aber deutlich tiefere Bohrungen. Wer im Einfamilienhaus 30 bis 100 Prozent mehr Bohrmeter für Wärmepumpenanlagen benötigt, zahlt schnell den doppelten Preis.

Welche Frostschutzmittel gibt es für Wärmepumpen?

Um die Sole für die Heizung herzustellen, mischen Experten aufbereitetes Wasser mit Frostschutzmitteln. Diese basieren in der Regel auf Ethylen- oder Propylenglykol, die auch im Frostschutz-Wischwasser für Scheibenwischanlagen eines Fahrzeugs enthalten sind. Abhängig von den Materialien, die in der Wärmepumpe und im Solekreis zum Einsatz kommen, muss das Frostschutzmittel unter Umständen auch Zusatzstoffe (Inhibitoren) zum Korrosionsschutz enthalten. Das Mischungsverhältnis muss das Einfrieren der Wärmeträgerflüssigkeit bis zu mindestens -15 Grad Celsius verhindern. Einfacher in der Anwendung sind dabei spezielle Fertigmischungen, mit der sich der Primärkreis der Wärmepumpe zur Inbetriebnahme auffüllen lässt.

Übrigens:  Welche Anforderungen die Sole genau erfüllen muss, erfahren Interessenten vom Hersteller der Wärmepumpe. Außerdem ist zu beachten, dass sich unterschiedliche Frostschutzmittel nicht vermischen lassen. Denn dabei können sich Flocken bilden und Hausbesitzer müssen das komplette System entleeren, reinigen sowie neu befüllen lassen.  

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