Solare Deckungsrate

Dieser Artikel behandelt das Thema S wie Solare Deckungsrate.

Bei der Installation einer Solarthermieanlage spielt die Wirtschaftlichkeit eine entscheidende Rolle. Um diese zu ermitteln, sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Einer dieser Faktoren betrifft die solare Deckungsrate, auch Deckungsgrad genannt. Diese wird in Prozent angegeben und gibt an, wie viel Prozent der jährlich benötigten Heizenergie von der Solarthermieanlage abgedeckt werden kann. Je nach Einsatzbereich gibt es große Unterschiede. Muss die Solarthermie nur das Warmwasser bereiten, kann der maximale Wert sogar 80 Prozent betragen.

Ein Mann misst anhand einer Kurve die solare Deckungsrate seiner Anlage

Der übliche Wert in einem Einfamilienhaus liegt aber bei 50 bis 60 Prozent. Bei Mehrfamilienhaus etwas drunter. Wenn die Anlage neben der Warmwasserbereitung die Heizung zusätzlich unterstützten muss, kann die solare Deckungsrate bis auf 16 Prozent sinken. Der übliche Wert liegt hier bei 20 Prozent. Genaue Angaben lassen sich hier nur schwer machen, da der Wert stark gebäudeseitig bestimmt wird.

Hohe solare Deckungsrate nicht gleich wirtschaftlich

Eine hohe solare Deckungsrate ist nicht gleichbedeutend mit Wirtschaftlichkeit. Denn hierfür muss die Kollektorgröße unverhältnismäßig angepasst werden, was wiederum mit Kosten verbunden ist. Im Extremfall arbeitet eine Solaranlage mit einer solaren Deckungsrate von 100 Prozent. Das bedeutet, dass auch an kalten und wolkigen Tagen der gesamte Energiebedarf mit Solarenergie abgedeckt wird. An sonnigen und heißen Tagen würde dieselbe Anlage aber einen deutlichen Überschuss produzieren, der nicht genutzt werden kann. Auch der Nutzungsgrad nimmt mit zunehmender Kollektorgröße ab. Die solare Deckungsrate bleibt aus diesem Grund nur einer der zahlreichen Faktoren für einen wirtschaftlichen Betrieb mit einer Solarthermieanlage.

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