Konvektionsofen 

Dieser Artikel behandelt das Thema K wie Konvektionsofen.

Der Konvektionsofen gehört zur Kategorie der Kamine. Er verteilt Wärme über die Luft im Raum und sorgt dafür, dass die Temperaturen hier schnell ansteigen. Während die Öfen durch geringere Oberflächentemperaturen ein geringeres Brandrisiko darstellen, haben sie auch einige Nachteile. Wir informieren über die Funktionsweise, erklären, was Strahlungsöfen sowie Konvektionsöfen unterscheidet und wie Sie die Vorteile beider Bauarten für sich nutzen.

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© tina7si – stock.adobe.com

Kaminöfen arbeiten mit Strahlung oder Konvektion

Lodern die Flammen in der Brennkammer eines Kamins, geht die freigesetzte Wärme meist direkt auf die Hüllflächen über. Diese erwärmen sich stark und strahlen Wärme sonnengleich nach außen ab. Bis das im Raum spürbar ist, dauert es nach dem Anheizen etwas. Ist ein sogenannter Strahlungsofen erst einmal auf Temperatur, wird es in nächster Nähe jedoch sehr heiß. Um Schäden und Brände zu vermeiden, müssen Sie daher ausreichend große Sicherheitsabstände zu Wänden und brennbaren Materialien einhalten.

Konvektionsofen überträgt thermische Energie mit der Luft

Ein Konvektionsofen hat geringere Oberflächentemperaturen. Denn hier strömt viel Raumluft an der Brennkammer vorbei, um die freigesetzte Wärme abzuführen. Da mit zunehmender Temperatur die Dichte der Luft sinkt, steigt sie automatisch nach oben und verteilt sich im Raum. Das sorgt für einen Unterdruck im Kamin, der kühlere Raumluft von unten nachströmen lässt. Schon kurz nach dem Anheizen entsteht auf diese Weise eine Zirkulation, die den gesamten Aufstellraum mit warmer Luft erfüllt.

Wärmeübertragung durch Konvektion bringt einige Vorteile

Durch die spezielle Konstruktions- und Funktionsweise bieten Konvektionsöfen zahlreiche Vorteile: Sie erwärmen Räume schnell, haben geringere Oberflächentemperaturen und stellen dadurch eine geringere Brandgefahr dar. Leistungsstarke Öfen erlauben es darüber hinaus, die Warmluft über Kanäle in andere Räume zu leiten, um diese ebenfalls zu beheizen.

Temperaturschichtung und Staubverwirbelung als Nachteile

Anders als bei Strahlungsöfen, welche Wärme gleichmäßig und ohne nennenswerte Luftbewegung an ihre Umgebung abstrahlen, entstehen mit Konvektionsöfen verschiedene Temperaturzonen. Die Zirkulation der Raumluft verwirbelt Staub im Raum und die thermische Behaglichkeit sinkt. Besonders zu spüren haben das Allergiker, die bei einer hohen Staubbelastung gesundheitliche Probleme bekommen.

Konvektion und Strahlung: Ein Ofen mit vielen Vorteilen 

Moderne Kaminöfen kombinieren häufig beide Arten der Wärmeübertragung, um eine hohe Behaglichkeit zu bieten. Sie übertragen einen Teil der Wärme mittels Wärmestrahlung über Scheiben und Hüllflächen – einen anderen Teil mittels Konvektion über die Luft im Raum. Während einige Systeme kontinuierlich auf beide Formen der Wärmeübertragung setzen, können Nutzer bei anderen Modellen umschalten. Möglich ist das beispielsweise durch die manuelle Öffnung der Luftkanäle oder durch das Zuschalten eines Ventilators, der nach dem Anheizen viel Wärme in den Raum einbringt. 

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