Gebäudeenergieausweis

Dieser Artikel behandelt das Thema G wie Gebäudeenergieausweis.

Mit der Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) müssen Eigentümer strengere Vorschriften für Wohngebäude beachten. So schreibt die Verordnung seit 2007 einen sogenannten Gebäudeenergieausweis für Bestandsgebäude vor. Das Dokument enthält allgemeine Angaben zum energetischen Zustand des Gebäudes im Hinblick auf seinen Energieverbrauch. Neuere Gebäudeenergieausweise haben darüber hinaus eine Energieeffizienzklasse von A+ bis H.

Ein Wärmebild eines Hauses mit einem Gebäudeenergieausweis im Hintergrund

Der Gebäudeenergieausweis soll einen Vergleich der energetischen Beschaffenheit von Gebäuden ermöglichen und wird als eine Art Steckbrief für Wohngebäude angesehen. Alle Details sind durch die Energieeinsparverordnung geregelt.

Gebäudeenergieausweis nur bedingt aussagekräftig

Viele Kritiker sind der Meinung, dass der Ausweis keinen unmittelbaren Rückschluss auf den zu erwartenden Energieverbrauch und die Kosten erlauben kann. Grund dafür sind die vielen Einflussfaktoren, die sich im Ausweis nicht abbilden lassen. Außerdem wurde der Gebäudeenergieausweis im Laufe der Zeit immer wieder verändert - zum Teil stark. Liegt ein Wohngebäude, dessen Energieausweis bereits 2007 erstellt wurde, zum Zeitpunkt der Erstellung noch im gelbgrünen Bereich, würde es sich nach der aktuellen Bewertung im roten Bereich wiederfinden. Da der Ausweis eine Gültigkeit von "nur" zehn Jahren hat, ist die Ausstellung eines neuen Ausweis im Jahr 2017 ohnehin erforderlich.

Für die Ausstellung des Ausweises sind nur Personen mit bestimmten Qualifikationskriterien berechtigt. Es gibt allerdings keine vollständige Liste aller zugelassenen Aussteller. Eine gute Anlaufstelle bietet dennoch die Website energie-effizienz-experten.de. Dort sind Angaben zu Experten erhältlich, die in den Förderprogrammen des Bundes zur Energieeffizienz in Wohngebäuden tätig sind.

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