Abgasverluste

Dieser Artikel behandelt das Thema A wie Abgasverluste.

Bei der Verbrennung von Öl, Gas oder Biomasse im Heizkessel kann die eingesetzte Energie nicht ohne Verluste an das Heizsystem abgegeben werden. Diese teils großen Energieverluste entstehen durch Abstrahlverluste der Oberflächen und durch die über den Schornstein in die Atmosphäre gelangenden warmen Abgasverluste. Die Grafik verdeutlicht dies. Der Schornsteinfeger stellt bei seiner jährlichen Messung fest, ob die Verbrennungsqualität und der Abgasverlust den gesetzlichen Vorschriften der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) entsprechen. In dieser Verordnung sind die Grenzwerte für die Abgasverluste festgehalten. Zudem prüft er, ob der Brenner funktioniert und die Anlage sicher ist. Doch selbst wenn er einwandfreie Werte bescheinigt, sagt das nur wenig über die tatsächliche Energieausnutzung des Wärmeerzeugers (Norm­Nutzungsgrad) aus, da diese maßgeblich auch durch die Höhe der Oberflächenverluste beeinflusst wird.

Bei alten Heizkesseln können die Abgasverluste bis zu 12% betragen, während mit einem modernen Brennwertkessel dieser Wert auf wenige Prozente minimiert wird. Konkret am Beispiel bedeutet das: Bei einem Einfamilienhaus mit einem jährlichen Heizölverbrauch von 2.500 Litern Öl, entsprechen Abgasverluste eines alten Heizkessels etwa 300 Liter Öl oder, bei den heutigen Heizölpreisen von 83 Cent pro Liter, etwa 250 Euro pro Jahr. Mit einem modernen Brennwertgerät entfallen hier lediglich etwa 75 Liter Öl oder 60 Euro pro Jahr an das Abgassystem.

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