Pelletkessel anschaffen – darauf kommt es an

Wer sich einen Pelletkessel anschaffen möchte, wird fortan mit den sogenannten „Holzpellets“ heizen. Das sind zusammengepresste Holzstücke, die über ein großes Energievolumen verfügen und sich sogar relativ einfach lagern lassen. Einige Aspekte gilt es dennoch zu berücksichtigen, denn der Umstieg auf Pelletheizungen sollte wohlüberlegt sein.

Worauf man beim Pelletkessel anschaffen achten soll.

Ideale Voraussetzungen, um sich einen Pelletkessel anzuschaffen

Sich einen Pelletkessel anschaffen hat im Idealfall viele Vorzüge, dafür müssen aber auch entsprechende Voraussetzungen gegeben sein. Ihre komplette Stärke spielt die Heizung nur dann aus, wenn ein entsprechend hoher Bedarf vorliegt. Dieser kann durch eine weitläufige zu beheizende Fläche zustande kommen, also beispielsweise große Häuser oder Wohnungen. Oder aber durch eine schlechte Dämmung, die regelmäßiges Heizen im Herbst und Winter unabdingbar macht. Experten empfehlen, wenn Sie sich einen Pelletkessel anschaffen möchten oder zumindest eine grobe Überlegung haben, sollten Sie einen jährlichen Bedarf von mindestens 40.000 Kilowattstunden haben. Dieser wird nicht in allen Haushalten erreicht, weshalb Sie sich anhand Ihrer bisherigen Abrechnungen vergewissern sollten, wie viel Energie Sie üblicherweise pro kompletten Jahr „verheizen“.

Silo und Pufferspeicher werden benötigt

Weiterhin muss das eigene Zuhause noch einige Voraussetzungen unabhängig des Heizbedarfs aufweisen, damit die Pelletheizung überhaupt funktionieren kann. So benötigt der Pelletkessel immer ein Silo, in dem die Pellets aufbewahrt werden. Anders als beispielsweise bei einer Gasheizung, erfolgt die Versorgung durch die Holzpellets natürlich nicht „aus der Leitung“. Das Silo benötigt folglich entsprechend Platz und muss auch mit Bedacht aufgestellt werden. Die Pellets dürfen nicht feucht werden, da sie anderenfalls ihre Heizleistung einbüßen würden. Weiterhin wird noch ein Pufferspeicher notwendig, welcher ungefähr einen Quadratmeter an Grundfläche einnimmt. Bevor Sie sich einen Pelletkessel anschaffen, sollten Sie sich folglich vergewissern, dass diese Umstände entweder bereits gegeben sind oder zumindest genügend Platz für die notwendigen Installationen vorhanden ist.

Pelletkessel anschaffen: Kosten und Förderungen

Wer sich einen Pelletkessel anschaffen möchte, erhält dafür unter Umständen Förderungen aus staatlicher Hand. So existieren entsprechende Programme beispielsweise bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Weil sich die Förderprogramme üblicherweise nicht miteinander kombinieren lassen, sollte im Vorfeld entsprechend verglichen werden, welches sich tatsächlich lohnt.

Einen Pelletkessel anschaffen ist natürlich auch mit Kosten verbunden. Insgesamt ist, je nach Größe und Ausstattung, mit Investitionskosten von ungefähr 10.000 bis 23.000 Euro zu rechnen. Den größten Anteil daran hat der Pelletkessel selber, welcher mit durchschnittlich 7.000 Euro zu Buche schlägt. Auch der Fachmann, der alles fachgerecht installiert, muss natürlich noch bezahlt werden. Diese Dienstleisterkosten können sich erheblich unterscheiden, angefangen bei rund 500 Euro bis hoch zu rund 3.000 Euro. Bevor Sie sich einen Pelletkessel anschaffen, lohnt sich hier folglich ebenfalls ein Vergleich.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Eine Pelletheizung hat viele Vorteile. So sind Sie nicht länger auf fossile Brennstoffe angewiesen, zudem sind die Pellets pro generierter Kilowattstunde im Regelfall günstiger als eben diese fossilen Brennstoffe. Weiterhin heizen Sie fortan sehr umweltbewusst und bauen auf einen quasi unendlich vorhandenen Rohstoff, welcher anders als fossile Brennstoffe nicht endlich existiert. Nachteilig sind hingegen die hohen Investitionskosten, welche immerhin etwas durch entsprechende Förderprogramme gemindert werden können. Weiterhin muss genügend Platz vorhanden sein, um auch das Silo aufzustellen. Eine Pelletheizung ist daher vor allem eine gute Wahl, wenn ein hoher Energiebedarf vorherrscht (beispielsweise bei Mietshäusern mit mehreren Parteien) oder in einem Eigenheim mit Familie.

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