Kaminöfen wasserführend - mehr Luxus, weniger Heizkosten

Der wasserführende Kaminofen vereint zwei wesentliche Vorteile in einem Gerät. Den einen Vorteil sieht man ihm meist direkt an: Gemütlichkeit und ein gehobenes Ambiente, wie es eben nur mit einem Kamin erreicht werden kann. Der zweite Vorteil macht sich spätestens bei der Heizkostenabrechnung bemerkbar. Denn sind Kaminöfen wasserführend, sparen Anlagenbesitzer durch die Entlastung der bestehenden Heizung bares Geld.

Große Auswahl an wasserführenden Kaminöfen

Viele Kunden sind sich mittlerweile sicher, dass sie ihren (zukünftigen) Kaminofen wasserführend betreiben wollen. Darauf haben Hersteller und Handel reagiert und bieten ihnen eine entsprechend große Auswahl an Modellen an. Ist ein Kaminofen wasserführend, lässt er sich sehr gut an den besehenden Heizkreislauf des Hauses anschließen und sorgt damit für angenehme Wärme im ganzen Haus. Diverse europäische Markenhersteller haben auf die wachsende Nachfrage mit eigenen Geräten bereits reagiert. Denn mit Heizgeräten wie diesen lassen sich mehrere Räume auf sehr energieeffiziente und saubere Weise beheizen.

Ein schickes Wohnzimmer mit einem Ofen als Symbol für Kaminöfen wasserführend
© Arsdigital / fotolia

Vorteile, wenn Kaminöfen wasserführend betrieben werden

Kaminöfen, die wasserführend sind, haben zudem noch den Vorteil, dass sie einen Raum auf eine angenehme Temperatur bringen, ihn dabei jedoch nicht überhitzen. Bedingt durch die Art der Konstruktion wird dafür gesorgt, dass überschüssige Wärme an das bestehende Heizsystem abgegeben und so gleichmäßig im ganzen Haus verteilt wird. So lässt sich der Gesamtbedarf an Heizenergie - je nach Witterung und Jahreszeit - zu einem hohen Prozentsatz allein über einen Kaminofen, der wasserführend ist, abdecken.

Teils als alleiniger Wärmeerzeuger in Passivhäusern

Ein Großteil der in Kaminöfen wasserführend erzeugten Wärme wird in einen Pufferspeicher für Brauch- und Heizwasser weitergeleitet. Von außen ist es den Öfen nicht anzusehen, ob sie wasserführend sind oder nicht - trotz der erheblichen technischen Unterschiede. Hinzu kommt, dass Kaminöfen wasserführend sauberer und deutlich effizienter in der Verbrennung sind als herkömmliche offene Kamine.

Erst dann, wenn Holzfeuerung und Solarthermie zusammen nicht mehr genug Wärme aufbringen können, schaltet sich der Öl- oder Gaskessel zusätzlich ein, um den Rest der benötigten Wärme zu liefern. Wird ein Kaminofen, der wassergeführt ist, in einem Niedrigenergie- oder Passivhaus installiert, empfiehlt es sich, dass dieser zugleich von der Raumluft unabhängig ist. Da moderne Häuser immer energieeffizienter werden, sind Kaminöfen wasserführend bei mildem Wetter dazu in der Lage, das gesamte Haus ausreichend mit Wärme zu versorgen.

Nachträglicher Einbau möglich

Natürlich lassen sich Kaminöfen wasserführend auch nachträglich einbauen, wenn der Hausbesitzer nicht länger von nur einem System bzw. einem Energieträger abhängig sein möchte. Ein solcher Ofen lässt sich nämlich sehr gut parallel zu einer bestehenden Gas- oder Ölheizung betreiben. Auch die Kombination mit einer bereits auf dem Dach installierten Solarthermie-Anlage ist ohne Probleme möglich. In jedem Fall sollte jedoch zuvor der Rat des zuständigen Schornsteinfegers eingeholt werden. Die Installation selbst übernimmt am besten ein Fachbetrieb, der sich auch auf Kaminöfen, die wasserführend sind, spezialisiert hat.

Ideale Ergänzung und verbesserte Energieeffizienz

Gekoppelt mit einer Solarthermie-Anlage ist es über die meiste zeit des Jahres hinweg nicht einmal mehr nötig, den Heizkessel zuzuschalten. Darüber hinaus verbessert ein Kaminofen natürlich auch das Ambiente des Aufstellraumes und damit den Wohnkomfort ganz erheblich.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Kaminöfen, die wasserführend sind, stellen eine ideale Ergänzung zum bestehenden Heizsystem dar. Sie senken zum einen die Heizkosten durch den Verbrauch günstiger, erneuerbarer Energieträger wie z. B. Scheitholz oder Holzpellets. Zum anderen vermindern sie durch deren Verwendung zugleich die CO2-Emissionen.

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