Kamin einbauen: Kosten und Fördermittel

Der Kaminofen versorgt die eigenen vier Wände mit wohliger Wärme und einer außergewöhnlichen Stimmung. Zwei Gründe, aus denen die dezentralen Heizgeräte heute immer beliebter werden. Bevor das Feuer brennt, müssen Hausbesitzer einen Kaminofen einbauen. Kosten entstehen dabei für die Öfen und das nötige Zubehör. Wir geben einen Überblick über die einzelnen Kostenbestandteile und zeigen, mit welchen Preisen Hausbesitzer rechnen müssen, wenn sie einen Kamin einbauen möchten. 

Kamin einbauen: Kosten für Geräte und Montage

Wer sich für einen Kaminofen interessiert, hat eine große Auswahl unterschiedlicher Geräte. Neben einfachen Schwedenöfen gibt es dabei auch hochwertige Naturstein- oder Specksteinöfen. Selbst Pelletöfen, die im Gegensatz zu konventionellen Kaminöfen für Stückholz automatisch arbeiten, sind heute am Markt erhältlich. Soll der dezentrale Wärmeerzeuger auch die Zentralheizung unterstützen, lassen sich alle Geräte auch mit einer sogenannten Wassertasche ausstatten. Diese überträgt einen Teil der Wärme des Feuers auf das Heizungswasser, um das Haus oder das Trinkwasser zu erwärmen. Möchten Hausbesitzer einen Kamin einbauen, hängen die Kosten dabei von dessen Art ab. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick:

Kaminarten Kamin einbauen: Kosten
Schwedenofen 150 bis 1.000 Euro
Natursteinkamin (Specksteinofen750 bis 2.500 Euro
Pelletkaminofen 1.000 bis 1.500 Euro
Wasserführender Kamin 500 bis 2.500 Euro

Die hier angegebenen Preise verstehen sich lediglich als Richtwerte. Möchten Hausbesitzer einen besonders hochwertigen oder individuellen Kamin einbauen, können die Preise auch höher ausfallen. Sicherheit bringt dabei nur das Angebot aus einem Fachhandel oder von einem Ofensetzer. 

Ausgaben für Abgassystem und Ofenrohre  

Kaminöfen verbrennen in der Regel Holz oder Pellets. Die entstehenden Abgase sind dabei sicher nach außen zu führen. Möglich ist das entweder über den Anschluss an einen freien Zug im Schornstein oder ein neues Abgassystem, das sich innen oder außen an der Fassade über Dach führen lässt. Ist ein freier Schornsteinzug verfügbar, müssen Verbraucher beim Kamin Einbauen mit Kosten von rund 50 bis 100 Euro für ein Ofenrohr rechnen. Entscheiden sie sich stattdessen für einen neuen Edelstahlkamin, müssen sie hingegen Ausgaben von 1.500 bis 2.500 Euro einplanen.

Höhere Kosten bei wasserführenden Öfen

Möchten Hausbesitzer einen wasserführenden Kamin einbauen, fallen die Kosten für das Zubehör höher aus. Denn dann ist meist auch ein neuer Pufferspeicher nötig. Die großen, rundherum gedämmten Behälter nehmen die Wärme des Kaminofens auf, wenn im Haus kein Bedarf besteht und ermöglichen so einen gleichmäßigen und zuverlässigen Betrieb. Zeitversetzt geben sie die thermische Energie dann an Raumheizung und/oder Warmwasserbereitung ab. Je nach Ausführung und Größe kosten die Wärmespeicher etwa 750 bis 2.500 Euro.

Kamin einbauen und Kosten für Montage 

Neben den Preisen für Kamin und Zubehör zahlen Hausbesitzer auch für einen Monteur. Zumindest dann, wenn sie den Kamin fachgerecht einbauen lassen. Die Kosten liegen dann je nach Art des Kamins bei etwa 100 bis 1.000 Euro. Wer hier sparen möchte, sollte die Angebote verschiedener Handwerker vergleichen. Auf diese Weise bekommen Verbraucher ein Gefühl für das regionale Preisgefüge, bevor sie sich für den besten Preis entscheiden.

Kamin einbauen: Kosten für Geräte, Zubehör, Montage, Wartung und Pflege
© Claire Louise Jackson / Shutterstock.com

Kamin einbauen: Kosten für Wartung und Pflege

Wer sich für einen neuen Kaminofen entscheidet, sollte auch an die regelmäßig anfallenden Kosten denken. Dies entstehen je nach Art des Ofens für Wartung, Reinigung und Pflege. Die Wartung ist dabei vor allem bei wasserführenden Kaminöfen zu empfehlen. Sie schlägt mit 20 bis 50 Euro pro Jahr zu Buche und sorgt für ein sicheres und zuverlässiges Zusammenspiel von Kamin und Heizungsanlage. Während sich Hausbesitzer um die regelmäßige Pflege in der Regel selbst kümmern, muss ein Schornsteinfeger die Technik von Zeit zu Zeit kontrollieren. Wie oft das nötig ist, hängt von der Intensität der Nutzung des Ofens ab. Die Kosten variieren dabei zwischen 20 bis 30 Euro bei gelegentlich genutzten Öfen und 80 bis 100 Euro bei regelmäßig befeuerten Kaminen. Die nötigen Informationen entnehmen Hausbesitzer dem Feuerstättenbescheid. Diesen stellt ein Schornsteinfeger im Zuge der regelmäßig durchzuführenden Feuerstättenschau aus.  

Staatliche Fördermittel senken die Kamin-Kosten  

Möchten Hausbesitzer einen Kamin einbauen, können sie die Kosten mit staatlichen Fördermitteln senken. So gibt es zum Beispiel einen Zuschuss von mindestens 2.000 Euro für einen Pelletofen mit Wassertasche. Ist der Kaminofen mit einem Partikelabscheider ausgestattet, gibt es das Geld sogar im Neubau. Im Gebäudebestand steigt der Zuschuss in diesem Fall auf mindestens 3.000 Euro. Wichtig ist, dass Interessenten die Mittel noch vor dem Einbau der Technik über das Online-Portal des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Außerdem muss das Heizgerät in der Liste förderfähiger Geräte des BAFA aufgeführt sein.

Kaminofen: Handwerker-Kosten von der Steuer absetzen

Kommt ein wasserführender Pelletofen nicht infrage, lassen sich die Handwerkerkosten für einen neuen Kamin im Bestandsgebäude auch von der Steuer absetzen. Geben Hausbesitzer die Lohnkosten als Sonderausgaben in ihrer Einkommenssteuererklärung an, bekommen sie 20 Prozent (maximal 1.200 Euro im Jahr) erstattet. Wichtig zu wissen ist, dass sich beide Fördermöglichkeiten nicht kombinieren lassen.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Möchten Hausbesitzer einen Kamin einbauen, fallen Kosten nicht nur für die Geräte selbst an. Auch für Montage, Abgasführung und Anschluss an die zentrale Heizungsanlage entstehen Ausgaben, die das vorgesehene Budget belasten können. Nicht zu vergessen sind darüber hinaus die jährlichen Ausgaben für Wartung und Reinigung, die sich jedoch in Grenzen halten. Was viele nicht wissen: Der Staat fördert den Einbau von Kaminöfen. Besonders interessant sind dabei hohe Zuschüsse für wasserführende Pelletöfen. Kommen diese nicht infrage, können Modernisierer die Handwerkerkosten für den Kamin-Einbau steuerlich geltend machen.  

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