Kachelofen: Kosten für Anschaffung und Betrieb

Kachelöfen haben eine lange Tradition und sind heute wieder oft gewünschte Einrichtungsgegenstände. Kein Wunder: Denn sie bringen wohlige Wärme, romantische Stimmung und sind dazu ein echtes Stilelement in den eigenen vier Wänden. Wie viel ein Kachelofen kosten kann, hängt dabei von vielen Faktoren ab. Wir geben einen Überblick und zeigen, wie sich die Kosten für einen Kachelofen zusammensetzen. 

Funktion und Optik beeinflussen die Kachelofen-Kosten  

Kamine und Öfen bringen wohlige Wärme in die eigenen vier Wände. Sie verbrennen meist Holz oder Pellets und schaffen eine Atmosphäre, die zum Träumen und Entspannen einlädt. Im Vergleich zum einfachen Schwedenofen besteht ein Kachelofen dabei aus einem massiven, handwerklich gesetzten Körper. Dieser speichert die Wärme des Feuers und versorgt den Aufenthaltsraum lange mit wohltuender Wärmestrahlung. Die massive Bauweise beeinflusst aber auch die Kachelofen-Kosten. Vor allem individuell geplante, berechnete und montierte Öfen sind dabei häufig teurer, als einfache Kamin-Alternativen aus dem Baumarkt. Was ein Kachelofen kosten kann, zeigen wir in den folgenden Abschnitten.

Klassischer Kachelofen – Kosten fallen durch aufwendig verzierte Ofenkacheln oft höher aus
© Ralf Geithe / Fotolia

Kachelofen: Kosten für Planung und Anschaffung der Heizung  

Wie bei jedem anderen Wärmeerzeuger muss auch der Holzofen zum Haus passen. Seine Leistung muss den Wärmebedarf der Aufstellräume decken, darf aber auch nicht zu hoch sein. Denn sonst drohen die Räume im Winter zu überhitzen und der Komfort sinkt. Ein erfahrener Ofensetzer berücksichtigt die örtlichen Gegebenheiten und berechnet die Ofenmaße individuell. Anschließend plant er die Heizung so, dass sie sich optimal in die eigenen vier Wände einschmiegt. Er setzt den Ofen und nimmt ihn in Betrieb. Durch die umfangreichen Arbeiten fallen die Kachelofen-Kosten meist höher aus. Günstige Geräte gibt es für etwa 5.000 Euro. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt.

Kosten für Kachelöfen hängen von der Bauart ab

Natürlich hängen die Kosten für Kachelöfen auch von der Bauart ab. Neben den schweren Grundöfen gibt es dabei einfachere Warmluftöfen, kombinierte Kachelherde und Heizgeräte mit Wassertasche. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Kosten verschiedener Kachelofen-Arten.

Ofenarten Kachelofen-Kosten
Schwerer Grundofen
ab 5.000 Euro
Warmluftkachelofenab 3.000 Euro
Wasserführender Ofen ab 5.000 Euro
Zentralheizungsherde ab 2.000 Euro

Da sich die Kachelofen-Kosten nicht pauschal beziffern lassen, empfehlen wir Interessierten immer die Beratung durch einen Experten vor Ort. Dieser kann den Einbauort prüfen und den Preis genau kalkulieren. 

Kachelofen: Kosten sparen mit Selbstbausätzen  

Wer bei den Kosten für einen Kachelofen sparen möchte, kann auch einen Selbstbausatz kaufen. Dabei liefern Hersteller alle Komponenten, die zum Aufbau der Feuerstelle nötig sind, in einem günstigen Paket. Hausbesitzer setzen dieses selbst zusammen und lassen den Ofen anschließend von einem Schornsteinfeger abnehmen. Selbstbau-Kachelöfen kosten meist deutlich weniger als professionell gesetzte. So beginnen die Preise für Geräte namhafter Hersteller bereits bei 2.000 Euro.

Kunstvolle Kachelöfen kosten mehr als der Standard

Legen Hausbesitzer viel Wert auf einen individuell geplanten und einzigartigen Kachelofen, sind die Kosten meist höher. Begründen lässt sich das durch den höheren Planungsaufwand. Auch hochwertigere Materialien oder kunstvoll verzierte Ofenkacheln wirken dabei preissteigernd.

Kachelofen: Kosten für Heizeinsätze sind niedriger

Über die erste Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) fordert der Gesetzgeber die Außerbetriebsetzung alter und schmutziger Öfen. Eine Ausnahme besteht immer dann, wenn Hausbesitzer einen Filter nachrüsten oder den Kachelofeneinsatz austauschen. Die Heizeinsätze sind kompakte Kästen, die alle für die Verbrennung benötigten Komponenten beinhalten. Ist das nötig, sind die Kosten für Kachelofen oft niedriger. Die Preise beginnen bei 1.500 Euro und sind abhängig von der Leistung, dem Brennstoff und der Ausstattung.

Holz und Wartung: Was kostet ein Kachelofen im Heizbetrieb?  

Wie viel ein Kachelofen im Heizbetrieb kostet, hängt vor allem von seiner Nutzung ab. Ist der Ofen nur zu besonderen Anlässen an, verbraucht er deutlich weniger, als wenn er tagtäglich brennt. Eine genaue Aussage über die zu erwartenden Heizkosten kann ein Heizungsbauer im Rahmen einer individuellen Planung geben. Geht es um die Kosten für die Wartung der Kachelöfen, müssen Hausbesitzer vor allem für den Schornsteinfeger zahlen. Für selten genutzte Öfen liegen die Ausgaben dabei zwischen 20 und 50 Euro im Jahr. Wer den Ofen regelmäßig nutzt, zahlt jährlich 50 bis 100 Euro für die Kehrarbeiten.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Wie viel ein Kachelofen kosten kann, hängt von vielen Faktoren ab. Neben der Art des Ofens geht es dabei vor allem auch um die örtlichen Gegebenheiten sowie die speziellen Wünsche und Vorstellungen der Kunden. Grundsätzlich sind die Preise der handwerklich gesetzten Öfen aber höher als für einfache Schwedenöfen aus dem Baumarkt. Wie hoch die Kosten für einen Kachelofen im Einzelfall sind, zeigt ein erfahrener Experte im Rahmen einer individuellen Beratung. 

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