Holz als umweltfreundlicher und effizienter Brennstoff

Holz wird als Brennstoff immer beliebter. Vor allem aufgrund seiner Umweltfreundlichkeit und Effizienz ersetzt bereits vielerorts die klassischen fossilen Brennstoffe wie Gas und Öl. Holz kann dabei als verschiedene Arten genutzt werden, um das eigene Heizsystem zu "befeuern". Ein Lager wird dafür aber immer notwendig.

Was zeichnet Holz aus?

Grundsätzlich sind Bäume beziehungsweise Gehölze die wohl ältesten genutzten Pflanzen. Deren Holz wurde und wird vielfältig verarbeitet und im Alltag sowie in der Industrie verwendet. Holz ist ein Teil der menschlichen Zivilisation und der Kulturgeschichte. Auch als Energieträger hat dieses Material eine lange Historie. Zunächst als Lagerfeuer oder Feuerstelle wanderte es zunehmend in die Häuser der Menschen. Es sorgte nicht nur für Wärme und Licht, sondern ermöglichte auch das Zubereiten von Speisen. Zwar war das Heizen mit Holz immer ein Bestandteil der Geschichte der Heizung, aber in der näheren Vergangenheit schien es fast vollkommen aus dem Blick der Aufmerksamkeit verschwunden zu sein. 

Viele Verbraucher und Anlagenbesitzer entschieden sich für die Heizkessel mit Öl oder Gas. Das Schleppen der Holzscheite war beschwerlich ebenso wie das Austragen der Asche. Zudem konnte das Feuer nur bedingt unbeaufsichtigt lodern. Darüber hinaus gas es lange Jahre lediglich Heizkessel, die von Hand bestückt werden musste. Das änderte sich erst in den vergangenen Jahren mit der Entwicklung von automatischen sowie halbautomatischen Holzheizkesseln. Darüber hinaus lässt sich seit einiger Zeit der Trend zum Ofen wieder beobachten, der vor allem durch seine urige Atmosphäre und wohlige Wärme besticht. 

Warum lohnt sich Holz als Brennstoff?

Die Holzheizung befindet sich bereits seit Jahren im Trend. Sie sind bei vielen Modernisierungen oder in Neubauten das Mittel der Wahl, um sich von den fossilen Brennstoffen zu lösen. Holz selber ist quasi unendlich verfügbar und zudem eine erneuerbare Ressource, die anders als Heizöl und Gas mit ziemlicher Sicherheit nicht ausgehen wird. Weiterhin bieten Bund und Länder für moderne Holzheizungen attraktive Fördermittel als Förderung für eine Holzheizung an, welche dabei helfen, die etwas höheren Anschaffungskosten zumindest teilweise gegen zu finanzieren.

Elementar für einen effizienten Betrieb und damit eine bestmögliche Nutzung des Rohstoffes ist eine korrekt eingestellte und regelmäßig gewartete Anlage. Weiterhin kommt das Holz natürlich nicht aus der Leitung, wie es beispielsweise bei Gas der Fall ist. Es muss also ein Lager vorhanden sein, welches zu dem Rohstoff passt. Eine trockene und korrekte Lagerung ist notwendig, anderenfalls kann mit dem Brennstoff nicht geheizt werden. Wie groß dieses Lager in der Realität ausfällt, unterscheidet sich zwischen den einzelnen Holzarten. Selbst hier haben Verbraucher "die Qual der Wahl".

Ein Stapel gehacktes Holz
© milkare / Fotolia

Die Holzarten für Heizsysteme im Überblick

So wie es auch beim Heizöl sowie beim Erdgas unterschiedliche Arten gibt, so ist auch Holz nicht gleich Holz. Dabei bietet dieser Brennstoff ein breites Spektrum an. Nicht nur kann zwischen den Hart- und Weichhölzern unterschieden werden oder je nach Baumart, auch die Form des Holzes ist ein Unterscheidungskriterium. So entscheidet die Form ebenso über Brenndauer und Heizleistung wie die Holzsorte. In welcher Form heutzutage Holz verfeuert wird, erläutern wir in den folgenden Abschnitten. 

Pellets: Das unkomplizierte Heizen mit den Presslingen

Pellets gehören mit Sicherheit zu den am weitesten verbreiteten Brennstoffen, wenn es um Holz als Rohstoff geht. Sie haben einen entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Varianten: weil es sich hier um stark gepresstes Holz handelt, wird für die bereitgestellte Energie weniger Lagerfläche notwendig. Das sorgt für ein unkompliziertes Handling und eine nicht zu vernachlässigende Platzersparnis. Pellets verfügen über einen sehr hohen Heizwert pro Kilogramm, in der Regel von rund 4,9 kWh. An der "Pflege" des Lagerraums ändert das aber nicht viel. Auch Briketts beziehungsweise Pellets müssen trocken und gemäß der Brandschutzbestimmungen gelagert werden. Die hierzu passende Pelletheizung gehört zu den beliebtesten Heizsystemen der letzten Jahre. Mögliche Nachteile zeigen sich bei einer Verbrennung der Pellets im Kamin oder Ofen. Die zusammengepressten Stücke sind nicht unbedingt attraktiv anzuschauen, wodurch sie für eine offene Verbrennung weniger geeignet sind als Brennholz. Dennoch: für die Pelletheizung sind sie der ideale und umweltbewusste Rohstoff.

Brennholz: Die richtige Lagerung sind das A und O

Eine weitere Alternative im Bereich Holz als Brennstoff ist das eben erwähnte Brennholz, welches in der Praxis mittlerweile aber etwas seltener zum Einsatz kommt. Hierbei handelt es sich um schlichtes, gehacktes Holz, welches beispielsweise in den offenen Kamin gelegt wird und dort verbrennt. Einfach in den Wald gehen und zu hacken, funktioniert in der Praxis aber kaum und ist garantiert nicht effizient. Das Brennholz muss erst gelagert werden, bis es eine Restfeuchte von ungefähr 20 Prozent erreicht. Zudem ist es einigermaßen unhandlich, schwer und für einen klassischen Heizkessel ungeeignet. Für einen romantischen oder kuscheligen Abend am Kamin ist Brennholz aber eine gute Wahl als sekundäre Heizquelle.

Holzhackschnitzel: Aus den Resten noch viel Wärme gewinnen

Hackschnitzel überzeugen in der Kategorie Holz durch ihr Produktionsverfahren: es sind einfach Restbestände, die nicht mehr verarbeitet und genau in dieser Form ausgeliefert werden. Da sie, anders als Pellets, aber nicht gepresst werden, benötigen sie viel Lagerfläche. Ein Silo auf dem Grundstück oder ein weitläufiger Keller mit entsprechender Lagerstätte sind zwingend notwendig. Die Restfeuchte bestimmt die Energieeffizienz. Normalerweise erreichen Hackschnitzel rund 4,3 kWh je Kilogramm.

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Alle Varianten von Holz als Brennstoff besitzen Vor- und Nachteile. Weit verbreitet sind die effizienten und platzsparenden Holzpellets. Hackschnitzel eignen sich nur, wenn Sie genügend Lagerfläche zur Verfügung haben oder diese schaffen können. Klassisches Brennholz ist eher eine sekundäre Heizquelle, die für kuschelige Atmosphäre am Kamin sorgt.
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