Hohe Förderung für die Hackschnitzelheizung 

Die Förderung der Hackschnitzelheizung macht das Heizen mit Holz für viele noch interessanter. Denn die hohen Zuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) senken die Anschaffungskosten um mindestens 3.500 Euro. Und das im Neubau sowie bei der Sanierung. Wir erklären, welche Mittel außerdem zur Verfügung stehen und wie Verbraucher die Förderung für eine Hackschnitzelheizung beantragen. 

BAFA-Förderung der Hackschnitzelheizung  

Das BAFA stellt Verbrauchern hohe Zuschüsse für eine neue Heizung zur Verfügung. Zu bekommen sind diese über das Programm „Heizen mit erneuerbaren Energien“. Das fördert neben Biomasseanlagen auch Wärmepumpen und Solarthermieanlagen. Antragsberechtigt sind grundsätzlich alle, die sich bei Neubau oder Sanierung für eine Heizung der genannten Technologien entscheiden.

Zuschüsse und Kredite zur Förderung der Hackschnitzelheizung
© Daniel Ernst / Fotolia

Konditionen zur Förderung der Hackschnitzelheizung  

Bei der Förderung der Hackschnitzelheizung bekommen Verbraucher hohe Zuschüsse. Das BAFA unterscheidet dabei in die Bereiche:

  • Basisförderung (Grundförderung, nur im Gebäudebestand)
  • Innovationsförderung (Förderung effizienter Anlagen, auch im Neubau)
  • Zusatzförderung (Zuschüsse für weiterführende Maßnahmen, nur im Gebäudebestand)

Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie hoch die sogenannte Basisförderung der Hackschnitzelheizung im Gebäudebestand ist.

Basisförderung Förderung der Hackschnitzelheizung
Basisförderung 3.500 Euro

Wer sich für eine Hackschnitzelheizung mit Brennwerttechnik oder Partikelabscheider entscheidet, profitiert von höheren Zuschüssen, wie die folgende Tabelle zeigt. 

InnovationsförderungFörderung der Hackschnitzelheizung
Basisförderung 3.500 Euro

Hackschnitzelheizung mit Brennwerttechnik und bestehendem Pufferspeicher 

4.500 Euro (im Gebäudebestand)

3.000 Euro (im Neubau)

Hackschnitzelheizung mit Brennwerttechnik und neuem Pufferspeicher 

5.250 Euro (im Gebäudebestand)

3.500 Euro (im Neubau)

Hackschnitzelheizung mit Partikelabscheider 

5.250 Euro (im Gebäudebestand)

3.500 Euro (im Neubau)

Nachrüstung eines Partikelabscheiders bei Altanlagen 750 Euro

Entscheiden sich Sanierer neben dem bloßen Heizungstausch auch dafür, weitere Sanierungsarbeiten durchzuführen, bekommen sie zusätzliche Fördermittel. Wie viel es dabei vom BAFA gibt, zeigt die folgende Tabelle. 

ZusatzförderungFörderung der Hackschnitzelheizung
Zusätzliche Installation einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage 500 Euro
Energetische Sanierung des Gebäudes (mindestens KfW-55-Standard) 50 Prozent der Basis- oder Zusatzförderung

Optimierung der übrigen Heizungsanlage im Gebäudebestand 

10 Prozent der Kosten (mit Einbau)

100 bis 200 Euro (3 bis 7 Jahre nach Einbau)

Hackschnitzelheizung-Förderung: BAFA-Kriterien  

Damit Hausbesitzer die Förderung der Hackschnitzelheizung beantragen können, muss diese eine Reihe technischer Voraussetzungen erfüllen. Wichtig ist dabei ein Pufferspeicher von mindestens 30 Litern je Kilowatt Heizleistung. Dieser glättet die schwankenden Wärmeanforderungen aus dem Haus und gewährleistet einen effizienten und sauberen Betrieb dieser Holzheizung. Darüber hinaus sind folgende Bedingungen einzuhalten:

  • allein naturbelassene Biomasse einsetzbar
  • Kohlenmonoxid bei Nennwärmeleistung: maximal 200 Milligramm pro Kubikmeter
  • Staubförmige Emissionen: maximal 20 Milligramm pro Kubikmeter
  • Kesselwirkungsgrad: mindestens 89 Prozent

Außerdem ist nach der Installation ein hydraulischer Abgleich durchzuführen. Einen detaillierten Geräteüberblick finden Hausbesitzer in der BAFA-Liste förderfähiger Geräte. 

Förderung der Hackschnitzelheizung richtig beantragen

Um die Fördermittel zu bekommen, müssen Interessierte den Antrag noch vor Vorhabensbeginn bei dem BAFA einreichen. Ist alles OK, erhalten sie dann einen Bewilligungsbescheid und können die Arbeiten in Auftrag geben. Nach Abschluss aller Arbeiten reichen Verbraucher dann die geforderten Unterlagen ein und erhalten den Zuschuss ausgezahlt.  

KfW-Kredite für die Hackschnitzelheizung ergänzen die BAFA-Förderung  

Reicht die Zuschuss-Förderung der Hackschnitzelheizung nicht aus, können Sanierer auch einen Zusatzkredit über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Die Darlehen gibt es über das Programm 167 „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ zu besonders günstigen Konditionen. So beträgt der effektive Jahreszins im August 2018 gerade einmal 1,31 Prozent. Die folgende Liste informiert über die weiteren Modalitäten:

  • Kredithöhe: bis zu 50.000 Euro pro Wohnung
  • Laufzeit: 4 bis 10 Jahre
  • Tilgungsfreie Anlaufzeit: 1 bis 2 Jahre
  • Zinsbindung: 10 Jahre

Generell können Sanierer die gesamte Summe mit einem Mal abrufen. Dazu haben sie 12 oder in besonderen Fällen auch 36 Monate Zeit. Während vier Monate nach der Zusage eine Bereitstellungsprovision anfällt, sind bei Sondertilgungen Vorfälligkeitsentgelte zu zahlen.

Hackschnitzelheizung: Förderung rechtzeitig beantragen  

Die Beantragung der Darlehn muss unbedingt vor dem Beginn der Bauarbeiten erfolgen. Ganz einfach funktioniert das über die eigene Hausbank. Diese leitet die Daten dann an die KfW weiter. Nach erfolgreicher Prüfung zahlt die Bank anschließend auch die Kreditsumme aus. Einen Energieberater, der bei anderen Programmen der KfW vorgeschrieben ist, benötigen Hausbesitzer in diesem Fall nicht.

Regionale Förderprogramme für das Heizen mit Holz  

Neben der Förderung der Hackschnitzelheizung von BAFA oder KfW gibt es auch regionale Mittel. Diese vergeben unter anderem Städte, Gemeinden oder andere Organisationen. Aufgrund der Fülle an Möglichkeiten und den oft sehr kurzen Laufzeiten der Programme, empfehlen wir den Kontakt zu einem Energieberater aus der eigenen Region. Der sollte die entsprechenden Programme kennen und Hausbesitzern auch bei der Beantragung helfen können.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Eine Förderung der Hackschnitzelheizung gibt es von verschiedenen staatlichen Stellen. Neben hohen Zuschüssen vom BAFA gibt es dabei auch zinsgünstige Kredite der KfW. Wer beide Mittel kombiniert, kann die neue Ökoheizung besonders günstig finanzieren und so von den vielfältigen Vorteilen der Technik profitieren.

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