Die Pelletsheizung: Energieeffizient und klimafreundlich

Immer mehr Immobilienbesitzer überlegen, welches Heizsystem sich für die Zukunft noch lohnt und welche Lösung möglichst rentabel ist. Dabei spielen nicht nur die Kosten für den Einbau, sondern auch die laufenden Kosten, die Wartungskosten und die Umweltverträglichkeit des Heizsystems eine wichtige Rolle. Pelletsheizungen schneiden bei vielen dieser Vergleiche hervorragend ab und lassen sich zusätzlich problemlos mit Solarthermie-Anlagen kombinieren.

So funktioniert eine Pelletsheizung im Detail

Eine Pelletsheizung arbeitet mit kleinen Holzpellets als Heizmittel. Diese bestehen ausschließlich aus gepresstem Holz und bieten eine sehr hohe Energiedichte. Im Vergleich zu einer konventionellen Stückholz-Heizung ist eine Pelletsheizanlage äußerst wartungsarm, lässt sich sehr gut automatisieren und produziert nur wenig Asche und Dreck, was den Reinigungsaufwand zusätzlich minimiert. Die Pellets werden aus dem Pelletlager mittels verschiedener Verfahren zur Heizanlage transportiert, dort erhitzt und zum Glühen gebracht. Die Temperatursteuerung und Programmsteuerung der Heizanlage sorgt anschließend für eine kontinuierliche Versorgung mit weiteren Pellets, bis die gewünschte Heizleistung erreicht ist.

Ein Sack voller Pellets symbolisiert die Pelletsheizung
© Sergej Toporkov | Fotolia

Viele Vorteile durch eine Pelletsheizung

Wer sich eine Pelletsheizung anschafft, verspricht sich von dieser Anschaffung viele Vorteile. Durch die vielen technischen Vorzüge eines solchen Systems können beispielsweise deutliche Einsparungen bei den laufenden Heizkosten vorgenommen werden. Allerdings müssen Immobilienbesitzer auch daran denken, dass eine Pelletsheizung einen gewissen Platzbedarf hat und aus diesem Grund nicht immer ohne Probleme in bestehende Immobilien eingebaut werden kann.

Geringere Heizkosten durch frühzeitigen Heizmittelkauf

Pellets werden aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gewonnen. Somit sind die Preise für Pellets bei weitem nicht so starken Schwankungen unterlegen, wie es beispielsweise bei Heizöl der Fall ist. Sollten die Rohöl-Preise in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wieder anziehen, ist dies für viele Hausbesitzer mit Ölheizung ein Problem. Die Pelletspreise bleiben jedoch seit Jahren relativ stabil und recht günstig. Vorteilhaft ist es vor allem dann, wenn die Besitzer der Pelletsheizung ihre Pellets in den Sommermonaten bestellen und liefern lassen. In diesen Zeiten sind die Preise enorm niedrig und die meisten Anbieter können eine flexible Anlieferung problemlos realisieren. Wer erst zum Wintereinbruch die benötigten Pellets kauft, zahlt meistens einen deutlich höheren Preis.

Förderungen bei der Anschaffung einer Pellets-Heizanlage

Die Energieeffizienz eines Gebäudes und seine Umweltverträglichkeit sind wichtige Faktoren, welche von der Politik gefördert werden. Aus diesem Grund gibt es einige Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), welche beim Kauf und Einbau einer Pelletsheizung in Anspruch genommen werden können. Zusätzlich gibt es oftmals regionale Förderprogramme, welche Immobilienbesitzer ebenfalls in Anspruch nehmen können. So lassen sich die hohen Investitionskosten für eine moderne Pelletsheizung meist deutlich minimieren und attraktiver gestalten.

Auf diese Faktoren sollten Hausbesitzer achten

Wer sich für eine Pelletsheizung entscheidet, sollte im Vorfeld verschiedene Möglichkeiten und Optionen bedenken. Zum einen wird ein Lagerraum für die Pellets benötigt. Diese werden zumeist lose angeliefert und in den Lagerraum gepumpt. Aus diesem Grund muss der Lagerraum verschiedensten Anforderungen entsprechen und einen spezifischen Aufbau besitzen, um eine möglichst einfache Versorgung der Heizanlage mit den Pellets zu gewährleisten. Darüber hinaus bietet es sich in den meisten Immobilien an, die Pelletsheizung mit einem Pufferspeicher zu betreiben und diese gegebenenfalls mit einer Solarthermie-Anlage zu koppeln. Somit können noch größere Einsparungen erzielt werden, sodass sich die Investitionskosten im Laufe der Zeit problemlos amortisieren.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Zusammenfassend gesehen gehört die Pelletsheizung zu den sinnvollsten Heizanlagen der heutigen Zeit und kann sowohl durch ihren umweltschonenden Betrieb als auch durch ihre geringen laufenden Kosten überzeugen. Kombiniert man die Pelletsheizung mit einer Solarthermie-Anlage oder verwendet Heizkreisläufe mit geringen Vorlauftemperaturen wie Fußboden- oder Wandheizungen, treten die Vorteile noch stärker hervor.

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