Die Abgasklappe schützt vor Energieverlusten

Funktion und Aufbau einer klassischen Abgasklappe

Wie der Name schon deutlich macht, handelt es sich um eine relativ einfach und unkompliziert konstruierte Klappe. Diese befindet sich am Ende des Abgasrohres, welches wiederum in den Schornstein läuft. Obwohl diese fest montiert ist, kann sie sich dennoch bewegen, unter anderem nach oben um sich zu öffnen oder nach unten, um sich zu schließen. Diese Bewegung ist zwingend notwendig, damit die Abgasklappe tatsächlich ihre Funktion erfüllen kann.

Während der Ofen aktiv heizt, ist diese die gesamte Zeit über geöffnet

Ist die Heizung angeschaltet, entstehen hierbei Abgase, die durch den Schornstein nach außen transportiert werden. Das ist wiederum notwendig, denn anderenfalls würden sich die Abgase in den Innenräumen sammeln und könnten hier zur schwerwiegenden Bedrohung werden. Die Abgase selber werden direkt in das Abgasrohr geleitet, an welchem die Abgasklappe befestigt ist.

Erklärung des Begriffs Abgasklappe

Wird das Heizungssystem angeschaltet, beispielsweise ein Holzofen, öffnet sich diese Klappe, damit die Abgase durch das Rohr und den Schornstein nach außen gelangen können. Während der Ofen aktiv heizt, ist diese die gesamte Zeit über geöffnet. Sobald die Heizung abgeschaltet wird, schließt sich die Abgasklappe wieder. Auf diese Weise wird ein Austreten der erzeugten Restwärme verhindert.

Auch ein nachträglicher Einbau in den Schornstein ist durchaus denkbar

Insgesamt lassen sich nach Expertenmeinung teilweise hohe Energieverluste vermeiden. Diese können sich durchaus auf rund 5.000 kWh Ersparnis im Jahr oder rund 80 Prozent beziffern. Die Abgasklappe selber kann wahlweise mechanisch oder motorisiert konstruiert sein. Auch ein nachträglicher Einbau in den Schornstein und das Abgasrohr ist durchaus denkbar. Hierzu ist ein Beratungsgespräch mit dem Schornsteinfeger notwendig. Dieser berät zugleich über die verschiedenen Modelle und welche sich anhand der Größe und Form des Schornsteins und des Abgasrohres am ehesten eignen.

Differenzierung zwischen den Modellen und weiteren Heizsystemen

Der Klassiker der Abgasklappe ist die mechanische Variante, welche oft auch als thermisches Modell bezeichnet wird. Sie amortisiert sich bei durchschnittlichen Wärmeverlusten und einem durchschnittlichen Einkaufspreis schon nach etwa ein bis zwei Jahren. Kommt eine motorisierte Variante zum Einsatz, ist die Phase bis zur Amortisierung länger. Denn diese hat einen wesentlich höheren Einkaufspreis. Im Regelfall wird dann von einer Amortisierung nach etwa zehn Jahren ausgegangen, wobei hier natürlich immer verschiedene Variablen existieren. Beispielsweise, wie oft geheizt wird, wie der Schornstein konstruiert ist und wie effizient die Abgasklappe arbeitet. Auch die Kosten für das Bauteil und den Fachmann, der diese einbaut, sind natürlich keinesfalls bundesweit festgesetzt.

Moderne Heizungsanlagen benötigen keine Abgasklappe

Weiterhin ist die Abgasklappe nicht zwingend notwendig. Moderne Heizungsanlagen, die mit einem Gebläsebrenner beziehungsweise der Brennwerttechnik arbeiten, brauchen diese nicht. Hier findet bereits einige Schritte zuvor eine Umwandlung zu genutzter Energie statt, wodurch diese Variante sogar noch effizienter arbeitet. Wer sich folglich mit dem Kauf einer Abgasklappe beschäftigt, sollte ebenso berücksichtigen, dass diese bei einer späteren Modernisierung ihren Wert komplett verliert. Ist also bereits eine zeitnahe Modernisierungsmaßnahme geplant, ist eine nachträgliche Integration nicht unbedingt ratsam.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Eine Abgasklappe hilft dabei, Wärmeverluste beim Heizen zu minimieren. Steht jedoch eine Heizungsmodernisierung an, kann die Abgasklappe ihren Wert verlieren. Denn moderne Heizungsanlagen arbeiten auch ohne sie sehr effizient.

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