Brennholz lagern: das ist dabei wichtig

Während eine Gasheizung ganz bequem "aus der Leitung" mit dem wichtigen Rohstoff versorgt wird, befindet sich dieser bei einer mit Holz angefeuerten Heizung direkt vor Ort. Das trifft beispielsweise auf Scheite, Hackschnitzel aber auch auf die zusammengepressten Pellets zu. Wer das eigene Heizsystem tatsächlich optimal nutzen möchte, muss das Brennholz lagern. Und zwar so, wie es sich gehört und wie der Rohstoff bestmöglich geschützt wird.

Feuchtigkeit entscheidend beim Brennholz lagern

Pellets sollten immer in einem speziell dafür entworfenen Silo gelagert werden. Dieses schützt die Pellets vor zu viel Feuchtigkeit und äußeren Einwirkungen. Bei Kaminholz ist das nicht ganz so einfach, denn Kaminholz ist wesentlich sperriger und nicht so bequem zusammengepresst wie die Pellets. Wenn es gerade "frisch" geschlagen wurde, besitzt das Kaminholz eine Eigenfeuchtigkeit von 50 bis 65 Prozent. Dieser Wert ist viel zu hoch, um damit tatsächlich einen Kamin zu befeuern. Entweder würde es gar nicht brennen oder aber die Effizienz wäre so reduziert, dass sich die Verbrennung mit einer so hohen Feuchtigkeit nicht empfiehlt. Brennholz lagern ist deshalb wichtig, nicht nur weil man einen eigenen Vorrat haben sollte, sondern auch weil frisch geschlagenes Holz gar nicht zum Brennen geeignet ist.

 Idealerweise hat der Brennstoff rund zehn Prozent Restfeuchtigkeit 

Damit tatsächlich eine entsprechende, für den Brennvorgang geeignete Feuchtigkeit erreicht wird, findet folglich eine Lagerung samt Austrocknung statt. Ziel ist immer, dass sich die Eigenfeuchtigkeit von dem Rohstoff auf mindestens unter 20 Prozent reduziert. Idealerweise auf rund zehn Prozent. Da der typische Verbraucher nicht sein eigenes Holz im Wald schlägt, gilt es beim Kauf bei Händlern folglich zu berücksichtigen, welchen Feuchtigkeitswert das Holz hat. Holz mit Feuchtigkeit von rund zehn Prozent ist zwar in der Regel etwas teurer, besitzt dafür aber eine sehr gute Effizienz. Weiterhin müssen Sie so nicht selber lagern und trocknen, sondern können das Holz direkt zum Verbrennen einsetzen.

Beim Brennholz lagern müssen einige Punkte beachtet werden.
© panthemedia.net / Wolf74

Zeitraum beim Brennholz Lagern berücksichtigen

Anders als häufig angenommen kann man Holz nicht für unendlich lange Zeit trocknen. Zwar wird das Holz nicht zwingend wertlos, eine zu lange Trocknungszeit wirkt sich jedoch negativ auf die Effizienz aus. Eine Trocknungszeit muss bei Holz mit zu hoher Feuchtigkeit dennoch stattfinden, denn anderenfalls würden unter anderem potenziell gefährliche Schadstoffe freigesetzt werden. Auch die Effizienz leidet natürlich darunter. Wer Brennholz lagern möchte, sollte idealerweise auf Nadelholz zurückgreifen. Das hat den Vorteil, dass es bei einer angemessenen Trocknung schon nach rund einem Jahr einsatzbereit ist. Laubbäume benötigen ein bis drei Jahre für die Trocknung. Achten Sie darauf, dass das Holz nie zu lang gelagert wird, um den Heizwert und damit auch den finanziellen Gegenwert des Rohstoffes nicht unnötig zu reduzieren.

Wie sollte das Brennholz gelagert werden?

Möchten Sie Brennholz lagern, sollte das an einem gut durchlüfteten Ort geschehen, wo keine Fäule entstehen kann. Außerdem sollte der Rohstoff nicht in direktem Kontakt zum Boden treten, da er anderenfalls die da befindliche Feuchtigkeit aufsaugt und nicht trocknet. Idealerweise sollten Sie ein speziell dafür angefertigtes Kaminholzregal nutzen. Diese Regale wurden für die Lagerung entwickelt und weisen damit alle wichtigen Eigenschaften auf. Räume ohne Luftdurchzug, wie Garage oder Keller, eignen sich nicht zur Trocknung.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Das Brennholz lagern ist bei Kaminholz notwendig. Es sei denn, es wird bereits mit der benötigten Feuchtigkeit bestellt. Trocknen Sie es selber aus, achten Sie auf den Zeitraum, den die Holzart abverlangt und auch den Ort, wo der Rohstoff gelagert wird.

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